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Kaffee-Liebhaber haben weniger Bauchfett und mehr Muskeln

Дата публикации: 25-08-2026 11:19:00

Kaffee hat viele Vorteile für die Gesundheit. Eine neue Studie zeigt nun, dass dieser nicht nur den Stoffwechsel positiv beeinflusst, sondern bei Männern auch den Testosteronspiegel erhöht.

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Kaffee hat viele Vorteile für die Gesundheit. Eine neue Studie zeigt nun, dass dieser nicht nur den Stoffwechsel positiv beeinflusst, sondern bei Männern auch den Testosteronspiegel erhöht.

Finnland ist eines der Länder, in denen am meisten Kaffee getrunken wird. 185 Liter konsumiert jeder Finne im Durchschnitt pro Jahr. Zum Vergleich: In Deutschland liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei knapp 162 Litern.

Nun hat sich ein Forscherteam der finnischen Universität Oulu mit dem Lieblingsgetränk der Nation näher beschäftigt und untersucht, wie sich Kaffee auf Stoffwechsel und Hormone auswirkt. Die Studie erschien kürzlich in der Fachzeitschrift „European Journal of Nutrition“.

Hoher Kaffeekonsum begünstigt Stoffwechselwerte

Das Forscherteam kam dabei zu dem Ergebnis, dass hoher Kaffeekonsum (fünf oder mehr Tassen am Tag)

  • mit einer schlankeren Statur,
  • günstigen Stoffwechselwerten,
  • weniger Gesamtkörperfett und viszeralem Fett,
  • und unterschiedlichen Mustern im Zusammenhang mit Sexualhormonen bei Männern und Frauen einhergeht.
Kaffee erhöhte bei Männern das bioverfügbare Testosteron

Besonders bei Männern, die viel Kaffee tranken, offenbarten sich deutliche Auswirkungen auf hormoneller Ebene. Sie hatten

  • bessere Glukose-Insulin-Profile: Dies zeigt an, wie gut der Körper auf Zucker reagiert und wie viel Insulin dafür benötigt wird.
  • höhere Werte für Gesamttestosteron und bioverfügbares Testosteron: Letzteres kann der Körper unter anderem für Muskulatur und Kraft sowie Libido und Energie nutzen.
  • höhere Konzentrationen an Sexualhormon-bindendem Globulin (SHBG): Das bedeutet, dass mitunter Testosteron stärker im Blut gebunden und weniger frei verfügbar ist. Dies kann mit Symptomen wie verminderter Energie und Libido einhergehen.

Allerdings waren das freie Testosteron und der freie Androgen-Index etwas niedriger. Androgene sind Geschlechtshormone wie zum Beispiel Testosteron. Der Androgen-Index gibt Aufschluss darüber, wie viel Androgen im Verhältnis zu SHBG vorhanden ist.

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„Der mit dem Kaffeekonsum einhergehende Anstieg des Gesamt-Testosterons und des SHBG sowie die gleichzeitige Abnahme des freien Androgenindexes lassen daher auf ein hormonell günstiges Profil schließen“, schrieben die Forscher in der Studie. Das könne für die metabolische und kardiometabolische Gesundheit von Bedeutung sein. Bei Frauen wiederum waren die hormonellen Zusammenhänge weniger ausgeprägt.

Ein hoher Kaffeekonsum war bei Männern und Frauen auch mit einer niedrigeren Konzentration von verzweigtkettigen Aminosäuren verbunden. Wenn diese Biomarker erhöht sind, können sie Insulinresistenzen fördern und das Risiko für Typ-2-Diabetes steigern.

Die meisten Studienteilnehmer tranken Filterkaffee

Im Rahmen der Studie analysierten die Wissenschaftler die Daten von 2264 Menschen. Diese hatten an dem Langzeitforschungsprogramm „The Northern Finland Birth Cohort 1966“ teilgenommen. Den Kaffeekonsum definierten die Wissenschaftler folgendermaßen:

Die meisten Studienteilnehmer tranken Filterkaffee (knapp 98 Prozent). 13 Prozent genehmigten sich Kochkaffee – eine Methode, bei der Kaffeepulver direkt mit Wasser ohne Filter aufgekocht wird. Drei Prozent tranken Cappuccino.

Noch wenig Wissen darüber, wie Kaffee Stoffwechsel beeinflusst

„Millionen Menschen trinken jeden Tag Kaffee, allerdings wissen wir immer noch überraschend wenig darüber, wie er mit unserem Stoffwechsel und unseren Hormonen verbunden ist“, sagt Luca Verroest, Hauptautor der Studie und Doktorand der Universität Oulu, in einer Pressemitteilung.

„Was in unseren Ergebnissen herausstach, war ein deutlich erkennbares hormonelles Muster, das auch dann noch bestehen blieb, als wir den BMI und Lebensstilfaktoren berücksichtigten, wobei sich einige dieser Zusammenhänge zwischen Männern und Frauen unterscheiden.“

Jene hormonellen Signalwege könnten auch das Verhältnis zwischen Kaffee und Stoffwechselgesundheit beschreiben, also dessen Einfluss auf Stoffwechselwerte und Körperfettanteil.

Weitere Forschung notwendig

Allerdings betonten die Forscher, dass es sich bei ihrer Studie um eine Beobachtungsstudie handelt. Dass Kaffeekonsum direkt die genannten biologischen Unterschiede verursacht, konnte die Untersuchung nicht zeigen.

Ob Kaffee diese biologischen Veränderungen hervorrufen kann und welche Inhaltsstoffe dafür verantwortlich sein könnten, müsse weitere Forschung klären.

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