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Millionär mit Anfang 30 – seine Anlage-Strategie bezeichnet er als „faul“

Дата публикации: 06-07-2026 18:00:00

Der Autor von „Retire by 30“ verrät, wie er ein Millionenvermögen aufgebaut hat – mit Indexfonds, Immobilien und einer einfachen Anlagestrategie.

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Cody Berman wurde nach eigenen Angaben bereits mit 26 finanziell unabhängig – dank konsequentem Sparen, Nebeneinkünften und Investments.

Cody Berman wurde nach eigenen Angaben bereits mit 26 finanziell unabhängig – dank konsequentem Sparen, Nebeneinkünften und Investments.

Courtesy of Cody Berman

Cody Berman erreichte mit 26 Jahren nach eigenen Angaben die finanzielle Unabhängigkeit – durch konsequentes Investieren und verschiedene Nebeneinkünfte.

Den Großteil seines Vermögens steckt er in kostengünstige Indexfonds, die er als „faule“ Anlagestrategie bezeichnet.

Bei Immobilien setzt er inzwischen auf passivere Beteiligungsmodelle statt auf klassische Mietobjekte.

Cody Berman erreichte seine finanzielle Unabhängigkeit nach einem einfachen Prinzip: weniger ausgeben, als er verdient – und die Differenz konsequent investieren.

Mit verschiedenen Nebentätigkeiten und unternehmerischen Projekten vergrößerte er in seinen frühen Zwanzigern kontinuierlich den Abstand zwischen seinen Einnahmen und Ausgaben. Nach eigenen Angaben verfügte Berman im Jahr 2021, kurz vor seinem 26. Geburtstag, über rund 500.000 Dollar (etwa 430.000 Euro) gebunden in Aktieninvestments, 13 Mietobjekte mit monatlichen Mieteinnahmen von rund 3700 Dollar (etwa 3200 Euro) sowie ein Geschäft mit digitalen Produkten, das ihm monatlich mehr als 10.000 Dollar (etwa 8600 Euro) einbrachte.

Damals betrachtete er sich als finanziell unabhängig.

BUSINESS INSIDER (BI) hat Screenshots von Bermans Konten bei Vanguard, Schwab und Empower geprüft. Sie zeigen, dass sein Nettovermögen im Jahr 2026 nach eigenen Angaben mehr als eine Million Dollar (etwa 860.000 Euro) betrug.

Mit der „faulen“ Anlagestrategie zum Millionenvermögen

Wie viele Anhänger der FIRE-Bewegung investiert Berman einen Großteil seines Geldes in kostengünstige Indexfonds. FIRE ist ein Akronym für Financial Independence, Retire Early – auf Deutsch: finanzielle Unabhängigkeit, früher Ruhestand.

„Das ist die faule Art zu investieren – allerdings im positiven Sinne“, sagte der Autor des Buches „Retire by 30“ im Gespräch mit BI. „Man richtet alles einmal ein und lässt die Geldanlage anschließend einfach laufen.“

Wer in Indexfonds investiert, muss weder einzelne Unternehmen auswählen noch vorhersagen, welche Firmen künftig besser abschneiden werden als andere.

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„Man muss kein Ratespiel spielen und setzt auch nicht auf Glück“, sagte Berman. „Man investiert einfach in die Gesamtwirtschaft.“

Diese Strategie sei äußerst effektiv, ergänzte er und verwies auf die berühmte Wette von Warren Buffett gegen eine Gruppe von Hedgefonds. Der Milliardär hatte darauf gesetzt, dass ein Indexfonds auf den S&P 500 über einen Zeitraum von zehn Jahren besser abschneiden würde als mehrere aktiv gemanagte Fonds. „Nicht nur ich sage, dass Indexfonds die einfachere Wahl sind. Sie funktionieren tatsächlich auch.“

Bei Immobilien setzt er inzwischen auf passive Beteiligungsmodelle statt auf klassische Mietobjekte.

Bei Immobilien setzt er inzwischen auf passive Beteiligungsmodelle statt auf klassische Mietobjekte.

Courtesy of Cody Berman

Außerdem verwies Berman auf eine häufig zitierte Anekdote des Vermögensverwalters Fidelity. Demnach erzielten ausgerechnet diejenigen Anleger die besten Renditen, die ihre Depots schlicht vergaßen – ein Hinweis darauf, dass ständiges Eingreifen der Wertentwicklung eher schaden kann.

„Für 99,9 Prozent der Menschen dürfte es die richtige Lösung sein, das Geld einfach in einen günstigen Indexfonds zu investieren und dann laufen zu lassen“, sagte er. „Das ist keine Raketenwissenschaft. Wenn man einmal weiß, welche Indexfonds man kaufen möchte, kann das System praktisch auf Autopilot laufen.“

Gerade das gefiel ihm, weil er sich dadurch nicht ständig selbst disziplinieren müsse.

„Ich denke in Systemen“, sagte Berman. Jeden Monat überweist er automatisch einen festen Betrag von seinem Girokonto in einen bestimmten Indexfonds. „Systeme schlagen Willenskraft jedes Mal.“

Berman erklärte, dass er während seiner kurzen Zeit in einem klassischen Angestelltenverhältnis kaum in einen betrieblichen Altersvorsorgeplan investiert habe. Seit er Unternehmer ist, nutze er jedoch gezielt die in den USA steuerlich begünstigte Anlagekonten.

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Immobilien: Weg von Mietobjekten, hin zu Beteiligungen

Nachdem Berman und seine Frau zunächst mit einem sogenannten House Hack (unter „House Hack“ versteht man, eine Immobilie so zu kaufen und zu nutzen, dass die eigenen Wohnkosten ganz oder weitgehend durch Mieteinnahmen gedeckt werden) ihre eigenen Wohnkosten eliminiert hatten, kauften sie zwischen Ende 2020 und Mitte 2021 insgesamt elf Mietobjekte. Dafür investierten sie nach eigenen Angaben rund 200.000 Dollar (etwa 170.000 Euro) Eigenkapital. Die Mieteinnahmen reichten aus, um einen großen Teil ihres Lebensunterhalts zu finanzieren.

Besonders schätzte er die regelmäßigen Einnahmen.

„An der Börse verkaufe ich nicht jeden Monat Wertpapiere, um davon zu leben. Bei Immobilien fließt dagegen jeden Monat Miete auf unser Konto.“

Inzwischen entfernt er sich jedoch zunehmend von klassischen Mietobjekten. Grund dafür sind der hohe Aufwand für Instandhaltung und die Verwaltung der Mieter. Stattdessen setzt er verstärkt auf Immobilien-Syndikate. Dabei beteiligen sich Investoren gemeinsam an größeren Immobilienprojekten, ohne die Objekte selbst kaufen oder verwalten zu müssen.

„Ich möchte weiterhin in Immobilien investiert sein. Aber ich möchte nicht selbst ein Mehrfamilienhaus mit 20 Wohnungen kaufen, Mieter suchen und mich anschließend um die gesamte Instandhaltung kümmern müssen.“

Diese Form der Beteiligung beschreibt er als „Mietimmobilien besitzen, ohne sie tatsächlich selbst besitzen zu müssen“.

Ob Indexfonds oder Immobilien-Syndikate – Berman verfolgt mit beiden Anlageformen dasselbe Ziel: Investments, die langfristig im Hintergrund Vermögen aufbauen, während er sich auf andere Dinge konzentrieren kann.

Lest den Originalartikel auf Business Insider US.

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