Am Rande des Großen Preis von Katalonien in Barcelona gab die FIA die Entscheidung bekannt, dass Alpine-Pilot Pierre Gasly seinen dritten Platz vom Formel-1-Rennen in Monaco doch behalten kann. Doch: Mindestens F1-Team wird die Entscheidung nicht kampflos hinnehmen. Wird das Ergebnis aus Monte Carlo noch einmal durcheinandergewirbelt?

sport.de
Am Rande des Großen Preis von Katalonien in Barcelona gab die FIA die Entscheidung bekannt, dass Alpine-Pilot Pierre Gasly seinen dritten Platz vom Formel-1-Rennen in Monaco doch behalten kann. Doch: Mindestens F1-Team wird die Entscheidung nicht kampflos hinnehmen. Wird das Ergebnis aus Monte Carlo noch einmal durcheinandergewirbelt?
McLaren hat am Dienstag bestätigt, gegen die Entscheidung der FIA, die Strafen wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen in der Boxengasse gegen Pierre Gasly beim Großen Preis von Monaco aufzuheben, Berufung einzulegen. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wird auch Red Bull diese Entscheidung treffen, offiziell bestätigt ist das aber bislang nicht.
"Wir respektieren zwar uneingeschränkt die gerichtlichen Verfahren der FIA und die Rolle der Rennkommissare, sind jedoch der Ansicht, dass dieser Fall wichtige Fragen hinsichtlich der sportlichen Fairness, der Einheitlichkeit der Vorschriften und der Integrität des Wettbewerbs aufwirft", begründete McLaren den Einspruch gegen die FIA-Entscheidung in einer Stellungnahme.
McLaren-Pilot Oscar Piastri, der vom vierten auf den fünften Platz versetzt wurde, zählte zu den vielen Fahrern, die in der Boxengasse zu schnell gefahren sein sollen und dadurch Zeitstrafen erhalten hatten. Aber: Anders als Gasly verbüßten die Konkurrenten ihre Strafen bereits während des Rennens. Dies ermöglichte Alpine den unverzüglichen Protest gegen seine Versetzung auf den siebten Rang, dem stattgegeben wurde.
"Unserer Ansicht nach führt die anschließende Aufhebung der Strafen zu einer Situation, in der einige Teilnehmer benachteiligt werden, weil sie sich an die Regeln und die Entscheidungen der Rennkommissare gehalten haben", legte Papaya mit Blick nach: "Ein solches Ergebnis birgt die Gefahr, sportliche Ungleichheit zu schaffen und das Vertrauen in die einheitliche Anwendung der FIA-Sportvorschriften zu untergraben."
Bei Red Bull ist Isack Hadjar der Leidtragende, der das zweite Podium seiner Formel-1-Karriere an Pierre Gasly abgeben muss. Der Einspruch seines Rennstalls wird ebenfalls zeitnah erwartet. Auch Mercedes will das Rennergebnis nicht tatenlos hinnehmen. Das Silberpfeil-Team lässt auf demselben sportjuristischen Weg wie Alpine die ursprüngliche Wertung vom Rennsonntag überprüfen. George Russell war wegen einer Durchfahrtstrafe nur Zwölfter geworden.
Wie der Motorsport-Weltverband FIA eingeräumt hat, war die offizielle Messzone in der Boxengasse wegen veränderter Streckenbegrenzungen um 77 Zentimeter zu lang berechnet. Legt man diese Distanz Gaslys beiden strittigen Fällen zugrunde, lag er mit 58,7 km/h und 58,8 km/h stets im regelkonformen Bereich.
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