Historisch angemessen: Unsere Leserin hält Sport, Begegnung und Erholung auf einem unbebauten früheren Flughafen-Areal für die beste Lösung. Und wie sehen Sie’s?
Als Bürgerin, die in den 1960-er Jahren im amerikanischen Sektor von West-Berlin aufgewachsen ist, beobachte ich die aktuelle Debatte um das Tempelhofer Feld mit wachsendem Unverständnis. Für mich – wie auch für viele andere Berliner, die seinerzeit für die Erhaltung dieses Freiraums gestimmt haben – wirkt der politische Umgang mit dieser Fläche mittlerweile wie eine Farce.
Dieses Feld ist weit mehr als nur ein Stück Land in der Stadtmitte. Es ist ein geschichtsträchtiger Ort. Hier sind die „Rosinenbomber“ gelandet, die West-Berlin im Kalten Krieg versorgten (siehe Bild oben) und den Bürgern durch den persönlichen, gefährlichen Einsatz der amerikanischen Zivilbevölkerung und der Alliierten Hoffnung gaben.