Annalena Arend ist seit Januar Generationengestalterin in Marpingen und Nonnweiler. Sie will bestehende Angebote für die Generation 55 Plus sichtbarer machen und neue Formate entwickeln. Ein Blick auf ihre Pläne.
Marpingen/Nonnweiler · Annalena Arend ist seit Januar Generationengestalterin in Marpingen und Nonnweiler. Sie will bestehende Angebote für die Generation 55 Plus sichtbarer machen und neue Formate entwickeln. Ein Blick auf ihre Pläne.
Annalena Arend ist 27 Jahre alt, Sozialarbeiterin, und sie soll sich nun um die Belange der „Babyboomer“ kümmern.
Foto: Frank FaberSeit Januar kümmert sich die Generationengestalterin Annalena Arend vom Programm Saar 66 in den Gemeinden Marpingen und Nonnweiler um die Belange der Generation 55 Plus. Das landesweite Programm Saar 66 richtet sich speziell an diese Generation und zielt darauf ab, gemeinsam mit den Kommunen Strukturen zu schaffen und weiterzuentwickeln, die ein gutes, selbstbestimmtes und vernetztes Älterwerden ermöglichen.
„Ich bin dabei, ein Netzwerk aufzubauen und dabei ein Gefühl dafür zu bekommen, was die Menschen in Marpingen und Nonnweiler bewegt“, erklärt die 27-jährige Sozialarbeiterin. In Marpingen hat sie erste Gespräche mit dem Bürgermeister und den Ortsvorstehern geführt und Kontakte zum Seniorenbüro des Landkreises St. Wendel, zum Pflegestützpunkt und der Stabsstelle Ehrenamt geknüpft. „Das Wichtigste ist mir zu wissen, wie kann ich die Menschen vor Ort erreichen?“, sagt Arend.
In Marpingen hat sie dafür in der Alten Mühle eine Informationsveranstaltung organisiert. „Die Menschen sollten mich zunächst einmal kennenlernen und es sind rund 50 Leute gekommen“, berichtet sie. Bei der Veranstaltung sind Themen gesammelt worden, die die Generation 55 plus betreffen. „Wichtig waren den Besuchern besonders die Themen Mobilität und Gemeinschaft“, berichtet Arend.
Beim Thema Freizeit und Bewegung schwebt ihr vor, beispielsweise die „Babyboomer“ für eine Spaziergruppe zu aktivieren. Als „Babyboomer“ werden die Menschen bezeichnet, die in etwa zwischen den Jahren 1956 bis 1964 geboren sind. „Auch ein Kochprojekt ist bei der Veranstaltung angesprochen worden“, ergänzt sie. Eine Doppelstruktur will Arend wegen bereits bestehender Angebote, vermeiden. „Ich will sehen, wo ist eine Lösung möglich und wo kann ich die Menschen mit offenen Angeboten zusammenbringen“, erklärt die 27-Jährige.
In Marpingen umfasst das Projekt mehrere Schwerpunkte: Bestehende Angebote, Vereine, Kurse und Treffpunkte für die Generation 55 plus sollen gebündelt und leichter zugänglich gemacht werden. Gemeinsam mit den Ortsteilen will Arend moderne Formate entwickeln in den Bereichen Bewegung, Kultur, Austausch, Weiterbildung und bürgerschaftliches Engagement, die zu den Interessen der Babyboomer passen.
Zudem sollen Akteure aus Ehrenamt, Vereinen, sozialen Einrichtungen und der Verwaltung vernetzt werden, um Ideen schnell und unkompliziert umsetzen zu können. „Ein zentraler Aspekt des Projekts ist die aktive Einbeziehung der Zielgruppe selbst. Sie soll ihre Erfahrungen und Perspektiven in die Planung einbringen, weil ihr Wissen sehr wertvoll ist, um so ein lebenswertes Marpingen mitzugestalten. Viele Menschen dieser Altersgruppe stehen heute mitten im Leben, sind aktiv, engagiert und beruflich erfahren und diese Potenziale will das Programm nutzen und fördern“, erklärt Arend.
Auch in der Gemeinde Nonnweiler sollen die Angebote sichtbarer gemacht werden. „Viele Angebote richten sich bereits an die Generation 55 plus. Dabei gilt es auch neue Formate zu entwickeln: Ob Bewegung, Kultur, Austausch, Weiterbildung oder Engagement“, so die Generationengestalterin, die dabei zudem als Vermittlerin und Ansprechpartnerin fungieren will.
Gemeinsam mit den Bürgern will sie in Ortsteilen moderne Angebote entwickeln, die zu den Interessen der Babyboomer passen. Parallel soll eine Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus in Nonnweiler entstehen.
Kontakt: Generationengestalterin Annalena Arend ist in den Jugendbüros in Marpingen und Nonnweiler erreichbar: E-Mail a.arend@ideeon.de oder Tel. (01 55) 65 47 14 01