Von Bill Evans über Nina Simone bis David Bowie und Prince: Das Montreux Jazzfestival hat einige der bedeutendsten Live-Aufnahmen der Musikgeschichte hervorgebracht. Zehn Alben und Konzertmitschnitte, die den Mythos Montreux bis heute prägen.

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Das Montreux Jazzfestival hat im Laufe seiner 60-jährigen Geschichte für unzählige unvergessliche Momente gesorgt. In den Archiven des Jazzfestivals lagert ein unermesslicher historischer Schatz. Und vieles davon ist noch unveröffentlicht und wartet darauf, gehoben zu werden. Wie das Konzert von Queen 1986, Aretha Franklin 1971, die Konzerte von Keith Jarrett oder Radiohead 2003. Die Live-Aufnahmen aus Montreux bedeuteten für Künstlerinnen und Künstler einen Karriereschritt. Alben wie «Live at Montreux» hatten Gewicht, war ein Qualitätssiegel und verbreiteten den exzellenten Ruf «Montreux» in der ganzen Welt. Das sind meine zehn Favoriten aus 60 Jahren Festivalgeschichte.
Charles Lloyd – Charles Lloyd Quartet (1967)
Charles Lloyd war 1967 der Headliner der ersten Festivalausgabe und legte im Quartett mit den jungen Keith Jarrett und Jack DeJohnette den Grundstein zum Mythos von Montreux.
Bill Evans – At the Montreux Jazz Festival (1968)
Das erste Livealbum von Pianist Bill Evans wurde mit einem Grammy ausgezeichnet und machte Montreux weltweit bekannt. Ein lyrisches Meisterwerk des Trio-Jazz mit Eddie Gomez und Jack DeJohnette.
Les McCann & Eddie Harris – Swiss Movement (1969)
Mit dem Hit «Compared to What» wurde dieses elektrisierende Livealbum aus Montreux zum Millionenseller. Soul, Jazz und Protestgeist verschmelzen zu einem Festival-Klassiker.
Nina Simone – Live at Montreux (1976)
Nina Simone zwischen Verletzlichkeit und explosiver Intensität. Ein Meilenstein voller Soul, Wut und berührender Intimität.
Marvin Gaye – Live in Montreux (1980)
Marvin Gaye auf dem Höhepunkt seines Könnens. Einer seiner letzten grossen Konzertmitschnitte vor seinem tragischen Tod 1984.
Stevie Ray Vaughan – Live at Montreux (1982 & 1985)
1982 ausgebuht, drei Jahre später gefeiert. Die beiden Konzerte dokumentieren den kometenhaften Aufstieg eines der grössten Bluesgitarristen seiner Generation.
Miles Davis & Quincy Jones – Miles & Quincy Live at Montreux (1991)
Miles’ letztes Konzert in Montreux. Mit Quincy Jones und der George Gruntz Concert Jazz Band interpretiert er erstmals wieder Arrangements der Gil-Evans-Ära – ein historischer Abschied.
Ray Charles – Live at Montreux (1997)
Einer der stärksten Konzertmitschnitte seiner späten Jahre. Mit ungebrochener Stimme, grosser Band und den legendären Backgroundsängerinnen den Raelettes.
David Bowie – Live at Montreux (2002)
Bowies einziger Auftritt in Montreux – fast drei Stunden Musik. Ein würdiger Schlusspunkt seiner langen Beziehung zum Festival und zu Claude Nobs.
Prince – Live at Montreux (2009)
Kein offizielles Livealbum, sondern ein legendärer Konzertfilm. Zwei ausverkaufte Auftritte zeigen Prince in Höchstform – einer der grossen Montreux-Momente.