Betrüger nutzen immer häufiger Werbung bei Facebook, Instagram & Co. Eine neue Studie zeigt, wie gravierend das Problem inzwischen ist.
Werbung in sozialen Medien wird immer häufiger zur Betrugsfalle.
Foto: Chesnot/GettyImages
Betrüger nutzen immer häufiger Werbung bei Facebook, Instagram & Co. Eine neue Studie zeigt, wie gravierend das Problem inzwischen ist.
Werbung in sozialen Netzwerken gilt bei vielen Nutzerinnen und Nutzern als seriös. Doch genau das machen sich zunehmend Betrüger zunutze. Eine neue Studie von Bitdefender zeigt, dass Social-Media-Betrug inzwischen zu den größten Scam-Kategorien weltweit gehört. Besonders problematisch: Viele
Betrugsversuchewerden über bezahlte Anzeigen verbreitet.
Für den
"Global Scam Intelligence Report 2026"analysierte Bitdefender Milliarden von Betrugsversuchen aus dem Jahr 2025. Das Ergebnis: Social-Media-Scams machen mittlerweile sieben Prozent aller erfassten Fälle aus und gehören damit zu den weltweit größten Betrugsmaschen.
Anders als klassische Phishing-Mails oder SMS-Betrugsversuche erscheinen viele dieser Scams direkt zwischen legitimen Beiträgen und Werbeanzeigen. Für User ist deshalb oft nur schwer erkennbar, ob es sich um ein seriöses Angebot oder eine Falle handelt.
Laut Bitdefender nutzen die Gauner gezielt die Glaubwürdigkeit großer Plattformen aus. Nutzerinnen und Nutzer begegnen den Anzeigen in einer vertrauten Umgebung und hinterfragen deren Echtheit häufig nicht. "Social-Media-Werbung ist zu einem der effizientesten Verbreitungswege für Betrug geworden. Kriminelle können Reichweite einkaufen, gezielt bestimmte Zielgruppen ansprechen und betrügerische Angebote direkt neben legitimen Inhalten platzieren. Dadurch landen Betrugsversuche nicht mehr im Spam-Ordner, sondern erscheinen im selben Feed wie Nachrichten von Freunden, bekannten Marken oder Medien", sagt Bogdan Botezatu, Senior Director Threat Research bei Bitdefender.
Die Täter werben dabei etwa mit extrem günstigen Produkten, vermeintlichen Gewinnspielen, gefälschten Markenangeboten oder lukrativen Investitionsmöglichkeiten. Wer auf die Anzeigen klickt, landet häufig auf manipulierten Webseiten oder wird zur Preisgabe persönlicher Daten aufgefordert.
Besonders häufig führen die Anzeigen zu
Fake Shops, die bekannte Marken imitieren oder mit unrealistischen Rabatten locken. Nach der Bestellung erhalten Opfer entweder minderwertige Ware oder gar keine Lieferung.
Experten raten dazu, Werbeanzeigen in sozialen Netzwerken grundsätzlich kritisch zu prüfen. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn:
Wer unsicher ist, sollte Angebote direkt über die offizielle Website eines Unternehmens prüfen und nicht ausschließlich auf Links aus Werbeanzeigen vertrauen.
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