Deepfakes: KI-generierte Videos und Stimmen wirken täuschend echt. Die Technologie birgt erhebliche Risiken – und jeder kann zum Opfer werden.
Deepfakes: Wie gefährlich sind die KI-erzeugten Bilder, Videos und Stimmen?
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Deepfakes: KI-generierte Videos und Stimmen wirken täuschend echt. Die Technologie birgt erhebliche Risiken – und jeder kann zum Opfer werden.
Deepfakes sind täuschend echte Fälschungen von Stimmen, Bildern oder Videos. Sie können für Betrug, Desinformation oder persönliche Angriffe missbraucht werden – oft mit erheblichen Folgen für die Betroffenen. COMPUTER BILD erklärt die Risiken und zeigt, wie Sie sich schützen können.
"Deepfakes" bezeichnete ursprünglich Videos, die mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) erstellt worden sind und eine Person komplett imitieren. Sie wurden in Hollywood eingesetzt, um etwa gefährliche Szenen darzustellen. Seit dem KI-Boom sind Deepfake-PC-Tools im Internet frei erhältlich. Die legalen Angebote unterliegen starken Einschränkungen, aber es gibt auch illegale Angebote: im
Darknetund in anderen zwielichtigen Bereichen. Mit solchen Tools lassen sich schon aus einem sehr kleinen Fundus an Bildern oder Filmaufnahmen KI-Videos erstellen, die sehr realistisch aussehen. Auch täuschend echte Bilder und Stimmen lassen sich mit KI-Werkzeugen schnell aus sehr wenig Ausgangsmaterial erzeugen. Für eine Stimme reicht zum Beispiel oft schon eine dreisekündige Audioaufnahme.
Deepfake-Tools richten nicht generell Schaden an. Beispielsweise können Sie damit ein Foto von sich und Ihrem Partner in ein kleines Video umwandeln, das zeigt, wie Sie sich küssen. Oder Sie generieren mit den Werkzeugen zum Spaß ein Video, das Sie als Superheld präsentiert. Leider gibt es aber auch eine ganze Reihe von Beispielen, die Werkzeuge gefährlich einzusetzen:
Der Schutz vor Deepfakes ist nicht einfach. Es gibt leider kein Tool und keinen Dienst dafür, das Erstellen von Deepfakes zu verhindern. Mittlerweile existieren Gesetze, die Deepfakes aus Ton- und Bildmaterial verbieten, wenn sie ohne Einwilligung der aufgenommenen Personen erzeugt wurden – aber daran halten sich nicht alle. Der beste Schutz besteht aus diesem Grund darin, so wenig Ausgangsmaterial wie möglich im Internet frei zugänglich bereitzustellen – das heißt Fotos, Videos und Audioaufzeichnungen. Zum Beispiel sollten User sozialer Netzwerke einstellen, dass eigene Inhalte nur von Kontakten zu sehen sind. Zudem sollten Sie in Ihrem engsten Kreis ein geheimes Kennwort ausmachen, mit dem Sie echte Notfälle bestätigen. Das kennen die Deepfake-Kriminellen nicht. Diese Schritte minimieren das Risiko, Opfer von Deepfakes zu werden. Und auch Antivirenprogramme wie der
Testsieger Norton 360 Advancedkönnen Sie schützen. Die Softwareprodukte erkennen Deepfake-Videos anhand von minimalen Bildfehlern oder von Verhalten, das typisch für Betrug ist.
Was Sie unternehmen können, wenn Sie Opfer eines Deepfakes geworden sind, hängt davon ab, welcher Art von Deepfake-Angriff Sie ausgesetzt sind:
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