Kinder und Jugendliche erleben online sexuelle Belästigung. So können Eltern ihre Kinder schützen und sicher begleiten.
Das Internet ist für Kinder besonders gefährlich. So schützen Sie sie.
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Kinder und Jugendliche erleben online sexuelle Belästigung. So können Eltern ihre Kinder schützen und sicher begleiten.
Lea Peters ist Referentin bei
ECPAT Deutschland e.V., einem Netzwerk zur Bekämpfung sexueller Ausbeutung von Kindern. In diesem Ratgeber gibt Peters Tipps dazu, wie Eltern ihre Kinder vor sexueller Belästigung im Netz schützen können.
Bildschirme sind aus der Welt unserer Kinder nicht wegzudenken. Ob Tablet, Laptop oder Smartphone, der Wunsch, auch digital "dabei zu sein", entsteht spätestens, wenn die Klassenkameradinnen und Klassenkameraden die ersten Handys in die Schule bringen. Laut aktuellen Studien spielen 85 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen zehn und 18 Jahren zumindest gelegentlich Video-, Computer- oder Online-Spiele. Bei den jüngeren (zehn bis zwölf Jahre) sind es sogar 91 Prozent. Besonders Games wie "Roblox" haben dabei eine extreme Anziehungskraft, gut ein Drittel der Nutzerinnen und Nutzer sind hier 13 Jahre oder jünger.
Deshalb ist es heute längst nicht mehr nur der Schulweg, Spielplatz oder das soziale Umfeld, wo der Nachwuchs auf gefährliche Personen treffen kann. Straftäter und Straftäterinnen nutzen Gaming-Plattformen gezielt als ersten Kontaktpunkt zu Kindern und Jugendlichen. Welche Gefahren hier lauern und wie Eltern kleine Gamer schützen können, zeigt Lea Peters, Expertin für Kinderschutz und Referentin bei der Kinderrechtsorganisation ECPAT Deutschland.
Digitale Welten erschaffen, auf Abenteuermission gehen und gemeinsam gegen böse Gegner kämpfen. Klingt nach Fantasie, Teamwork und Spaß. Die meisten beliebten Online-Games wie "Roblox", "Fortnite" oder "Minecraft" haben aber auch eine Chat-Funktion, die das gemeinsame Spielen mit Freunden, aber eben auch fremden Playern ermöglicht.
"Game-Chats sind eine einfache Möglichkeit für Täter, mit Minderjährigen in Kontakt zu treten. Künstliche Intelligenz (KI) macht es ihnen leicht, sich als Gleichaltrige auszugeben und über das gemeinsame Interesse fürs Gaming Vertrauen aufzubauen", warnt Lea Peters. Sie ergänzt: "Erwachsene Täter nutzen die Anonymität von Online-Games für ihre Zwecke aus. Hinter witzigen User-Namen können sich gefährliche Personen verbergen." Was genau kann in virtuellen Gesprächen passieren?
Werden Kinder selbstständig und beginnen, alleine erste Schritte in der Welt zu machen, müssen sie wissen, welche Gefahren ihnen begegnen können. Gleiches gilt für die ersten virtuellen Erlebnisse. "Auch in Online-Games gibt es eindeutige Warnsignale, die Kinder und Jugendliche kennen sollten", so ECPAT-Referentin Peters. Bei diesem Verhalten sollten sie in Online-Games hellhörig werden:
"Verbote führen nur dazu, dass Kinder heimlich spielen und sich im Ernstfall nicht an ihre Eltern wenden", erklärt Peters. Besser ist es, sie aktiv zu begleiten und zu sensibilisieren:
"Haben Täter Kontakt zu einer oder einem Minderjährigen aufgenommen, ist es wichtig, dass Eltern die Situation gemeinsam mit ihrem Kind aufarbeiten, die Straftat anzeigen und sich Hilfe suchen", rät die Expertin für Kinderschutz. Die wichtigsten Schritte im Überblick:
Mit dem Schritt in Online-Games ergeben sich auch neue Gefahren für Kinder und Jugendliche. Anstatt jedoch sämtliche Spiele zu verbieten und den Nachwuchs damit schlimmstenfalls sozial auszugrenzen, sollten Eltern ihr Kind begleiten, aufmerksam bleiben und Vertrauen schaffen. "Um mehr Awareness zu schaffen, haben wir eine Kampagne über TikTok und Instagram ins Leben gerufen. Gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen verpacken wir das schützende Wissen hier genauso, wie sie es brauchen, um sich selbst sicherer im Netz zu bewegen", fasst Lea Peters zusammen.
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