Mit „Talk to Spotify“ lässt sich per Chat Musik steuern und die eigene Hörhistorie erfragen. Die Beta läuft ohne deutsche Nutzer.
Spotify veröffentlicht seit Monaten neue KI-Features praktisch im Wochentakt. Nun testet der schwedische Streaming-Dienst einen neuen KI-Chatbot namens „Talk to Spotify“, mit dem sich Musik direkt im Gespräch steuern lässt. Nutzer sollen per Text oder Sprache Playlists anpassen und Fragen zu ihrer Hörhistorie stellen können, teilt das Unternehmen mit.
Die Testphase ist bislang auf Premium-Abonnenten ab 18 Jahren in den USA, Irland und Schweden beschränkt und läuft ausschließlich auf Englisch, schreibt Spotify in einer Mitteilung. In Deutschland ist „Talk to Spotify“ vorerst nicht verfügbar.
Die Chatfunktion taucht in der mobilen App auf der Startseite und in der „Wird gerade abgespielt“-Ansicht auf. Nutzer können etwa nach Künstlern fragen, die sie noch nicht kennen, und die Auswahl im Dialog verfeinern, indem sie mehr von einem bestimmten Künstler oder dessen neuere Stücke nachfordern. Gefällt dem User ein Song, lässt er sich per Zuruf speichern und in die Playlist integrieren. Der Chatbot beantwortet zudem Detailfragen zu dem, was gerade läuft, etwa zur Inspiration hinter einem Song oder dazu, welche Bücher ein Podcast-Gast geschrieben hat. Auch die eigene Hörhistorie lässt sich abfragen, etwa welche Genres man zuletzt bevorzugt hat.
Wie „Talk to Spotify“ technisch funktioniert, verrät das Unternehmen nur in Grundzügen. So ist unklar, welches LLM die Gespräche führt. Wie schon bei anderen Betafunktionen weist Spotify darauf hin, dass Antworten nicht immer korrekt sein werden und Nutzer-Feedback in die Weiterentwicklung einfließen soll.
„Talk to Spotify“ reiht sich in eine Serie von KI-gestützten Funktionen ein: den KI-DJ, per Prompt erstellte Playlists und eine Desktop-App für personalisierte KI-Podcasts, die Kalender- und Notizinhalte in gesprochene Briefings verwandelt. Allen diesen Funktionen ist gemeinsam, dass sie beim Umgang mit bereits vorhandener Musik, Podcasts und Hörbüchern helfen. KI-Musik wird dabei nicht erzeugt.
Gemeinsam mit großen Musiklabels wie Sony, Universal und Warner will Spotify den Einsatz von KI bei der Entstehung neuer Songs koordinieren – inklusive eines Forschungslabors für Musik-KI.
(dahe)
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