Oracle erweitert das AI Agent Studio für Fusion Applications um eine neue Builder Experience. Kern ist ein „AI Studio Skill“, mit dem Entwickler agentische Anwendungen künftig auch über vertraute Werkzeuge wie Visual Studio Code, Git und KI-Coding-Assistenten erstellen sollen. Der Hersteller adressiert damit die Lücke zwischen Prototyp und Produktivbetrieb.
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Oracle erweitert das AI Agent Studio für Fusion Applications um eine neue Builder Experience. Kern ist ein „AI Studio Skill“, mit dem Entwickler agentische Anwendungen künftig auch über vertraute Werkzeuge wie Visual Studio Code, Git und KI-Coding-Assistenten erstellen sollen. Der Hersteller adressiert damit die Lücke zwischen Prototyp und Produktivbetrieb.
Fusion Agentic Applications laufen nach Darstellung des Herstellers direkt innerhalb der Fusion Cloud Applications und übernehmen deren Freigabe- und Governance-Funktionen. (Bild: Oracle)
Oracle führt eine neue Builder Experience für AI Agent Studio for Fusion Applications ein. Damit sollen Kunden und Partner sogenannte Fusion Agentic Applications direkt in Oracle Fusion Cloud Applications entwickeln und ausführen können.
Oracle versteht darunter Geschäftsanwendungen, in denen Teams spezialisierter KI-Agenten Aufgaben analysieren, Arbeitsschritte koordinieren und Aktionen innerhalb von Geschäftsprozessen ausführen. Die Agenten greifen dabei auf Fusion-Geschäftsobjekte, Workflows, Richtlinien und Freigabeprozesse zu. Als Einsatzfelder nennt Oracle unter anderem Finanzabschluss, Forderungsmanagement, Kundenservice, Personaleinsatzplanung und Lieferkettenprozesse.
Die neue Entwicklungsumgebung verbindet No-Code-, Low-Code- und Pro-Code-Verfahren. Fachanwender können Anwendungen im Agentic Applications Builder über natürlichsprachliche Anweisungen zusammenstellen.
Professionelle Entwickler erhalten mit dem neuen AI Studio Skill Zugriff auf gewohnte Werkzeuge und Entwicklungsprozesse. Unterstützt werden sollen Visual Studio Code, Standard-CLIs, Git-basierte Versionsverwaltung, lokale Validierung, Debugging und CI/CD-Workflows. Zudem nennt Oracle die KI-Coding-Assistenten OpenAI Codex und Anthropic Claude Code.
Der AI Studio Skill bindet die Entwicklung von Fusion Agentic Applications in eine VS-Code- und CLI-Umgebung mit Git-Anbindung ein. Im Vordergrund ein damit erstelltes Manager-Coaching-Dashboard. (Bild: Oracle)
Eine Fusion Agentic Application kann mehrere Agenten, Benutzeroberflächen, Workflows, Werkzeuge und Freigabeschritte zu einer Anwendung verbinden. Laut Oracle ist dafür weder eine separate Laufzeitumgebung noch eine externe Orchestrierungsschicht erforderlich.
Als Vorteil der nativen Ausführung hebt Oracle die vorhandenen Sicherheits-, Governance- und Auditfunktionen von Fusion Applications hervor. Agentische Anwendungen sollen bestehende Zugriffsregeln und Freigabeprozesse übernehmen. Das kann den Übergang vom Prototyp in den produktiven Betrieb vereinfachen.
Oracle plant außerdem ein öffentliches GitHub-Repository mit Vorlagen, Starterprojekten, Beispielanwendungen und Referenzarchitekturen. Der AI Agent Marketplace soll neben einzelnen Agenten künftig auch vollständige agentische Anwendungen anbieten.
AI Agent Studio ist laut Oracle ohne separate Zusatzgebühr in Fusion-Abonnements enthalten. Abhängig von Sprachmodellen, Laufzeitverbrauch und Drittanbieterkomponenten können jedoch weitere Kosten entstehen. Einen detaillierten Zeitplan für die Bereitstellung der neuen Funktionen und des GitHub-Repositorys nennt Oracle in der Ankündigung nicht.
Zur Abgrenzung vom Wettbewerb betont Oracle wiederholt den Unterschied zu alleinstehenden Agenten, Copiloten und nicht vernetzten Automatisierungswerkzeugen. Chris Leone, Executive Vice President Applications Development bei Oracle, erklärt, Unternehmenssoftware entwickle sich von Systemen, die Arbeit dokumentierten, hin zu Systemen, die Ergebnisse aktiv umsetzten. Die neue Builder Experience unterscheide sich davon, „nicht vernetzte KI-Automatisierungen zu entwickeln und dann erst später zu versuchen, Kontrollmechanismen anzuschrauben“.
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