Eine neue Studie der IW Consult im Auftrag des eco – Verband der Internetwirtschaft beziffert den Umsatz aus KI-gestützten Produktinnovationen in Deutschland auf über 120 Milliarden Euro. Die Analyse verortet die Stärke des Standorts in industriellen Anwendungen. Mehr als jedes zweite KI-nutzende Unternehmen passt bestehende Modelle an, statt eigene Basismodelle zu entwickeln.
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Eine neue Studie der IW Consult im Auftrag des eco – Verband der Internetwirtschaft beziffert den Umsatz aus KI-gestützten Produktinnovationen in Deutschland auf über 120 Milliarden Euro. Die Analyse verortet die Stärke des Standorts in industriellen Anwendungen. Mehr als jedes zweite KI-nutzende Unternehmen passt bestehende Modelle an, statt eigene Basismodelle zu entwickeln.
Deutschlands Stärke liege dort, wo KI in Prozessen, Produkten und Wertschöpfungsketten der Industrie konkreten Mehrwert schaffe, so die eco-Studie. (Bild: eco)
Die IW Consult hat im Auftrag des eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. Nutzung, Wertschöpfung und Infrastruktur von Künstlicher Intelligenz (KI) in Deutschland untersucht. Nach Angaben der Studie* „Der Deutschland Case: Wie KI das industrielle Geschäftsmodell erneuert“ (Registrierung erforderlich) entstehen bereits heute über 120 Milliarden Euro Umsatz durch KI-gestützte Produktinnovationen und neue Dienstleistungsangebote. Die Autoren führen diesen Effekt auf eine Verbindung von Branchenwissen, Daten und Engineering-Kompetenz zurück.
Datengrundlage seien eine Unternehmensbefragung, eine gesonderte Befragung von KI-Start-ups, eine Analyse von Online-Stellenanzeigen sowie eine Literaturrecherche. Die Studie steht auf der eco-Website zum Download bereit.
54 Prozent der KI-nutzenden Unternehmen zählen laut Studie zu den sogenannten KI-Spezialisierern. Diese entwickeln bestehende Modelle weiter und überführen sie in industrielle Anwendungen. Statt eigene Basismodelle zu bauen, setzen sie auf Anpassung, Integration und Anwendungstiefe. Insgesamt nutzt jedes fünfte Unternehmen in Deutschland KI aktiv zur Innovation.
Der Start-up-Sektor bestätigt das Muster:
„Deutschland hat bei Industrial AI einen echten Wettbewerbsvorteil. Unsere Stärke liegt dort, wo KI echten Mehrwert schafft – in den Prozessen, Produkten und Wertschöpfungsketten der Industrie“, sagt eco-Vorstandsvorsitzender Oliver Süme.
Der KI-Einsatz entwickle sich zur breiten Basistechnologie. Parallel steige der Bedarf an KI-Kompetenzen deutlich, und zwar über klassische IT-Berufe hinaus. Die Technologie durchdringe zunehmend alle Branchen und Qualifikationsniveaus.
Die Studie beschreibt ein Umfeld mit hoher Wettbewerbsintensität sowohl bei KI-Modellen als auch bei Infrastrukturanbietern:
Hinweise auf Zugangsengpässe ergeben sich laut Studie nicht. Unternehmen wählten nach Leistungskriterien: Performance (58 Prozent), Anpassungsfähigkeit (43 Prozent) und Datenqualität (37 Prozent).
Dass sich Industrial AI entlang der gesamten Wertschöpfungskette einsetzen lässt, von der Produktionsoptimierung über Predictive Maintenance bis zur Qualitätskontrolle, deckt sich mit dem Bild der eco-Studie.
Trotz der Innovationsdynamik formulieren die Unternehmen laut Studie klare Anforderungen an die politischen Rahmenbedingungen. Verlässlichkeit und Investitionssicherheit seien entscheidend für Skalierung und Standortentscheidungen.
„Die Studie zeigt: Deutschland hat mit Industrial AI einen echten Wettbewerbsvorteil. Unternehmen haben Auswahl, KI-Start-ups treiben Innovation und technologische Offenheit ist gelebte Praxis. Was Unternehmen jetzt brauchen, ist Planungssicherheit und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen, um diesen Vorsprung auszubauen“, so Süme.
* Die Studie wurde von der IW Consult GmbH im Auftrag von eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. erstellt und analysiert die Nutzung, Wertschöpfung und Infrastruktur von Künstlicher Intelligenz in Deutschland auf Basis einer breiten Befragung von Unternehmen und KI-Start-ups, einer Analyse von Online-Stellenanzeigen sowie einer Literaturrecherche.
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