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Klimageräte und Co.: Coole Technik: Welches Gerät bringt die Kühlung ins Haus?

Дата публикации: 17-07-2026 09:46:25




Der Schweiß rinnt, die Hitze staut sich in der Wohnung? Helfen soll dann oft eines: kühlende Technik. Doch welches Gerät passt zu welcher Wohnung? Und wo kann man sparen? Ein Überblick.



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Klimageräte und Co. Coole Technik: Welches Gerät bringt die Kühlung ins Haus?

Berlin/Düsseldorf · Der Schweiß rinnt, die Hitze staut sich in der Wohnung? Helfen soll dann oft eines: kühlende Technik. Doch welches Gerät passt zu welcher Wohnung? Und wo kann man sparen? Ein Überblick.

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Coole Technik: Welches Gerät bringt die Kühlung ins Haus?

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Temperaturen über 30 Grad - und die Wohnung kocht gefühlt: Dann klingt es nach einer guten Idee schnell im Baumarkt ein mobiles Klimagerät zu besorgen. Die sind schließlich relativ preiswert. 

Und nicht nur das: „Ihre Vorteile bestehen darin, dass sie bei Bedarf in verschiedenen Räumen eingesetzt werden können und keine baulichen Veränderungen vor der Inbetriebnahme notwendig sind“, sagt Jörg Friemel von der Ingenieurkammer Bau Nordrhein-Westfalen. „Damit sind sie auch für Mieter geeignet.“

Monoblöcke sind Energiefresser?

Doch die kompakten Geräte, die frei im Raum stehen und die warme Luft über einen Schlauch aus dem Fenster nach außen pusten, haben so einige Nachteile. „Da das Fenster immer geöffnet sein muss, dringt natürlich auch permanent heiße Außenluft in den Innenraum“, sagt Jörg Friemel. „Außerdem sind diese Geräte mit 60 bis 65 Dezibel nicht gerade leise.“ Und die sogenannten Monoblock-Geräte verbrauchen sehr viel Energie.

„In der Vergangenheit kam kaum einer der von uns getesteten Monoblöcke über ein Ausreichend hinaus“, sagt Roman Schukies von der Stiftung Warentest. „In puncto Effizienz sind sie so schlecht, dass wir sie seit mehreren Jahren gar nicht mehr testen. Sie verbrauchen im Verhältnis zur Kühlleistung zu viel Strom.“ 

Das Umweltbundesamt rät dann auch von solchen ineffizienten Klimageräten dann ab. Sie sollten, wenn überhaupt, nur ausnahmsweise genutzt werden.

Split-Geräte kann man nicht selbst einbauen

„Besser als Monoblöcke sind Split-Klimageräte“, sagt Jörg Friemel. Sie bestehen aus zwei Komponenten: einer Kompressoreinheit, die außen am Haus angebracht wird, und einem Gebläse, das innen installiert wird. Sie sind leiser als mobile Geräte. Und: „Splitgeräte arbeiten laut unseren Berechnungen bis zu siebenmal effizienter als Monogeräte“, so Roman Schukies.

Ein ideales Paar sind Klimagerät und Solaranlage auf dem Dach. „Der Strom wird produziert, wenn die Sonne scheint und die Klimaanlage kann ihn sofort verwerten“, so Martin Brandis von der Energieberatung der Verbraucherzentralen. 

Doch auch hier gibt es ein Aber: „Split-Geräte sind in der Anschaffung deutlich teurer als mobile Anlagen und dürfen ausschließlich von Fachbetrieben installiert werden“, sagt Martin Brandis. „Denn die Geräte enthalten Kältemittel, die nicht infolge nicht fachgerechter Installation in die Umwelt gelangen dürfen.“ 

Wer als Mieter oder Mitglied einer Wohnungseigentümergemeinschaft ein Splitgerät einbauen möchte, muss zudem die Zustimmung des Vermieters oder der Eigentümergemeinschaft einholen. Schließlich werden bei der Installation in der Regel Wände durchbohrt und das äußere Erscheinungsbild des Hauses verändert. Zumindest Wohnungseigentümer haben aber grundsätzlich ein Recht darauf, ein solches Gerät fest einbauen zu lassen. Miteigentümer müssen dem Vorhaben generell zustimmen, entschied kürzlich der Bundesgerichtshof (Az. V ZR 162/25).

Kältemittel und Energielabel im Blick

Sie denken über ein Splitgerät nach? Brandis empfiehlt dann Geräte, die mit einem klimafreundlichen Kältemittel arbeiten. „Gut ist das Kältemittel R 290, ein farb- und geruchsloses ungiftiges Gas, das die Umwelt kaum belastet“, so der Verbraucherschützer. Noch bis Ende dieses Jahres sei zwar auch das Kältemittel R 32 zugelassen. Das verursache aber einen höheren Treibhauseffekt und sei nicht zu empfehlen.

Achtet man beim Kauf eines Split-Klimagerätes auf das Energielabel, liegt der Unterschied übrigens im Detail: „Die höchste Stufe A+++ ist wesentlich effizienter als die nächstbeste Stufe A++“, sagt Martin Brandis. Ein wichtiger Parameter ist außerdem die Kühlleistung der Anlage. „Nicht jedes Modell leistet gleich viel. Die Kühlleistung sollte der Raumgröße angepasst sein und sich bei Bedarf drosseln lassen.“

Kühlen mit der Wärmepumpe: nur mit passender Heizung

Ein weiteres Stichwort rund ums Kühlen: die Wärmepumpe. Denn der Name sollte einen hier nicht abschrecken. Einige können auch kühlen, sagt Jörg Friemel. Vor allem Luft-Wasser-Wärmepumpen kommen dafür infrage. Sie kehren den Kreislauf vom Heizen um und leiten kaltes Wasser durch die Rohre. „So bekommen sie die Räume drei bis vier Grad kühler“, sagt Jörg Friemel. „Tiefer sollte man nicht gehen, sonst kann sich Kondenswasser im Fußbodenaufbau oder auf dem Fußboden bilden.“

Wichtig ist: Die Kühlung mit einer Wärmepumpe funktioniert nur mit Flächenheizungen wie Fußboden-, Decken- oder Wandheizungen. Und da Wärmepumpen Strom verbrauchen, fährt man am besten, wenn man den Strom selbst mit Hilfe einer Photovoltaikanlage erzeugt - oder einen sehr günstigen Stromtarif hat. „Dann sind Wärmepumpen eine günstige Möglichkeit, die Räume im Sommer kühl zu halten“, so Jörg Friemel. 

Nicht sehr weit verbreitet, aber auch ein Weg, die Wohnung im Sommer kühl zu halten: eine Lüftungsanlage. „Möglich ist das durch eine Bypass-Funktion“, erklärt Jörg Friemel. „Dabei wird kalte Außenluft nachts ins Gebäude eingeführt und kühlt es so um einige Grad Celsius ab.“

Für wen welche technische Lösung zum Kühlen der Wohnung letztlich infrage kommt, hängt stark vom energetischen Zustand des Gebäudes und vom sommerlichen Wärmeschutz ab. Grundsätzlich gilt laut Jörg Friemel: „Je weniger Wärme ins Haus gelangt, umso weniger muss es gekühlt werden“.

© dpa-infocom, dpa:260619-930-247352/2

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