Nach sieben Jahren als Bundestrainer der deutschen Skispringer legte Stefan Horngacher sein Amt zum Abschluss der vergangenen Weltcup-Saison nieder. Um wieder mehr Zeit für sich und seine Familie zu haben, entschied sich der Österreicher dazu, in einer Koordinator-Rolle nach Polen zurückzukehren, wo er bereits drei Jahre als Nationalcoach arbeitete. Seine Entscheidung erklärte der 56-Jährige nun.

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Nach sieben Jahren als Bundestrainer der deutschen Skispringer legte Stefan Horngacher sein Amt zum Abschluss der vergangenen Weltcup-Saison nieder. Um wieder mehr Zeit für sich und seine Familie zu haben, entschied sich der Österreicher dazu, in einer Koordinator-Rolle nach Polen zurückzukehren, wo er bereits drei Jahre als Nationalcoach arbeitete. Seine Entscheidung erklärte der 56-Jährige nun.
"Nach den Olympischen Spielen war mir klar, dass ich mein Amt als Trainer in Deutschland niederlegen würde", sagte Stefan Horngacher in einem Interview mit "Skijumping.pl". Dass er dem Deutschen Skiverband als Bundestrainer nicht erhalten bleiben wird, hatte der Österreicher bereits im Oktober 2025 verkündet. Auch andere Positionen innerhalb des DSV kamen für ihn nicht infrage.
Ihm haben "auch Angebote aus Deutschland" vorgelegen, verriet der Trainer-Routinier: "Ich habe mich aber nach den Spielen intensiv mit Adam Małysz ausgetauscht, und wir haben verschiedene Möglichkeiten besprochen, was ich in Polen tun könnte. Letztendlich habe ich mich entschieden, nach Polen zurückzukehren. Und jetzt bin ich hier." In Polen, wo er als Nationalcoach schon 2016 bis 2019 arbeitete, übernimmt er eine Rolle als Koordinator.
Zum Ende seiner Trainertätigkeit in Deutschland habe er gemerkt, dass "ich eine kleine Pause brauchte. Von dieser Arbeit. Und dann bekam ich das Angebot hier in Polen. Es ist eine etwas andere Arbeit, und es ist wirklich etwas, das ich machen möchte, das ich gerne mache. Deshalb habe ich mich entschieden, hierher zurückzukehren und diese neue Arbeit anzunehmen. Und ja, ich fühle mich damit ganz wohl", betonte er.
Obwohl die Zeit des Österreichers in Deutschland ohne den erhofften Coup bei der Vierschanzentournee endete, war Horngacher mit den DSV-Adler durchaus erfolgreich. Die Zusammenarbeit fand mit dem Olympiagold von Phillip Raimund bei den Olympischen Winterspielen 2026 einen krönenden Abschluss. Für den Österreicher stand aber fest, dass die deutsche Skisprung-Elite frischen Wind braucht.
Beim Polnischen Ski-Verband übernimmt Horngacher nun die Rolle als Trainingskoordinator. "Wir haben versucht, eine Art Schnittstelle zwischen Trainer und Sportdirektor zu schaffen. Das ist eine ziemlich neue Rolle, und wir haben noch nicht einmal eine passende Bezeichnung dafür gefunden, deshalb nennen wir es jetzt 'Koordinator', weil ich viele Dinge koordiniere", erklärte Horngacher.
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