Am Dienstag wurde entschieden, dass die Nordische Kombination zukünftig nicht mehr im Olympischen Programm zu finden ist. Während der Sport um seine Zukunft bangt, glaubt eine norwegische NoKo-Ikone, dass es bald auch dem Skispringen an den Kragen gehen könnte.

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Am Dienstag wurde entschieden, dass die Nordische Kombination zukünftig nicht mehr im Olympischen Programm zu finden ist. Während der Sport um seine Zukunft bangt, glaubt eine norwegische NoKo-Ikone, dass es bald auch dem Skispringen an den Kragen gehen könnte.
"Das sollte auch bei Skisprung-Chef Jan-Erik Aalbu einige Warnlampen aufleuchten lassen", kommentierte Ex-Kombinierer Jørgen Graabak die IOC-Entscheidung bei "TV2". Der Norweger verwies darauf, dass die Instandhaltung von Schanzen teuer ist und sich womöglich nicht mehr rechnet, wenn nur noch das Skispringen diese nutzen wird.
Dass nun auch dem Skispringen das Olympia-Aus droht, glaubt man in Norwegen aber nicht. "Bei uns blinken keine Warnleuchten", entgegnete Aalbu auf eine entsprechende Nachfrage des norwegischen TV-Senders: "Aber für den norwegischen Skiverband ist das unglaublich schade. Wenn sie es schaffen, die Nordische Kombination am Leben zu erhalten, ist das ja nicht das Ende der Welt. Wir sprechen hier von zwei Wochen alle vier Jahre."
Ähnlich sieht es auch Skisprung-Star Johann André Forfang. "Es ist nicht realistisch, dass sie uns aus dem Programm streichen", legte sich der 31-Jährige fest: "Bei den Olympischen Spielen gehört das Skispringen ja zu den Sportarten, die weltweit das größte Interesse wecken." Mit seinen Kollegen aus der Nordischen Kombination fühlt der Team-Olympiasieger von 2018 mit.
"Ich liebe den Nordischen Kombinationssport sehr. Es ist sehr schade und traurig, dass es so kommen sollte. Man hat es zwar kommen sehen, aber ich hätte nicht gedacht, dass es tatsächlich passieren würde. Das muss für sie schwer und brutal sein", sprach Forfang den Noko-Stars sein Mitgefühl aus. Die traditionsreiche Mischung aus Skispringen und Skilanglauf war seit der Winterolympia-Premiere 1924 in Chamonix immer dabei.
Zwar wurde die "Königsdisziplin" vor Jahren bereits heftig angezählt, dass sie nun aber tatsächlich gestrichen wurde, überrascht Aalbu. "Ich weiß, dass die FIS sich beim IOC stark dafür eingesetzt hat, die Nordische Kombination im Programm zu behalten. Es gibt zwar weiterhin den Weltcup und die Weltmeisterschaften, aber ich glaube leider, dass dies kommerzielle Auswirkungen haben könnte", erklärte er.
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