Wochenlang wurde im polnischen Ski-Verband darüber verhandelt, ob Stefan Horngacher erneut für die stolze Skisprung-Nation tätig sein soll. Schlussendlich entschloss sich der PZN dafür, den langjährigen Bundestrainer zum Trainingskoordinator zu machen. Restzweifel bezüglich der Anstellung des Österreichers bei einigen Vorstandsmitgliedern bestehen aber weiterhin.

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Wochenlang wurde im polnischen Ski-Verband darüber verhandelt, ob Stefan Horngacher erneut für die stolze Skisprung-Nation tätig sein soll. Schlussendlich entschloss sich der PZN dafür, den langjährigen Bundestrainer zum Trainingskoordinator zu machen. Restzweifel bezüglich der Anstellung des Österreichers bei einigen Vorstandsmitgliedern bestehen aber weiterhin.
PZN-Funktionär Wojciech Adam Fickowski machte im Interview mit "Interia" deutlich, dass er mit der Rückkehr von Stefan Horngacher überhaupt nicht einverstanden ist. "Ich hatte eine andere Meinung als alle meine Kollegen im Vorstand, die sich für Stefan Horngacher aussprachen. Nur deshalb habe ich seiner Rückkehr zugestimmt. Ich traue dem Kerl einfach nicht, das ist alles."
Während seiner dreijährigen Amtszeit als Nationaltrainer habe der Österreicher seine Rückendeckung verspielt, erklärte der Pole: "Er hat einfach vier unserer Leute aus dem Trainerstab genommen. Deshalb vertraue ich ihm nicht mehr. Ich sage nicht, dass er kein Fachmann ist. Ich sage nur, dass ich ihm nicht vertraue und, um es ganz offen zu sagen, ich glaube an unsere polnischen Trainer."
Trotz seiner immensen Zweifel hat sich der Vorstand fast einstimmig für die Rückkehr des 56-Jährigen ausgesprochen, erklärte er. "Und wenn sich alle um mich herum dazu entschließen, dass ein Gewinn für uns ist, dann akzeptiere ich das auch", erklärte Fickowski, der die Arbeit des ehemaligen DSV-Coaches zwischen 2016 und 2019 als "mittelmäßig" einstuft.
"Meine Kollegen haben mich überzeugt, dass es für uns alle nur von Vorteil wäre. 'Okay, machen wir’s, kriegen wir’s hin' – so habe ich reagiert. Denn ich bin der Meinung, dass man jedem eine Chance geben sollte", legte Fickowski nach, der betonte, Horngacher werde in Polen "keinen hochdotierten Vertrag bekommen". Bei den Rahmenbedingungen des Deals sei es zuvor zu "Missverständnissen gekommen".
Wie das Portal "Interia"zu Wochenbeginn unter Berufung auf eigene Informationen vermeldete, sei dem Verband gelungen, Horngachers Gehalt etwas zu reduzieren. Das hohe Salär des langjährigen DSV-Coaches soll zuvor noch ein Knackpunkt für die Verantwortlichen in Polen gewesen sein. Das dementiert Fickowski jedoch deutlich: "Es ging nicht ums Geld an sich, sondern hauptsächlich um den Aktionsplan."
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