Seit Montagnachmittag steht fest, dass Stefan Horngacher nach sieben Jahren als Skisprung-Bundestrainer erneut für den polnischen Ski-Verband arbeiten wird. Bei der stolzen Skisprung-Nation soll der Österreicher nicht nur eine wichtige Rolle in der Ausbildung übernehmen, sondern auch den Übungsleitern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Maciej Maciusiak findet das gut.

Polens Nationaltrainer Maciej Maciusiak glaubt an eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Stefan Horngacher.
Foto: © IMAGO/Marcin Golba
05. Mai 2026, 07:47

sport.de
Seit Montagnachmittag steht fest, dass Stefan Horngacher nach sieben Jahren als Skisprung-Bundestrainer erneut für den polnischen Ski-Verband arbeiten wird. Bei der stolzen Skisprung-Nation soll der Österreicher nicht nur eine wichtige Rolle in der Ausbildung übernehmen, sondern auch den Übungsleitern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Maciej Maciusiak findet das gut.
"Natürlich wollte ich, dass Stefan zu uns kommt. Mir ist bewusst, dass er ein Trainer mit sehr viel Erfahrung und großen Erfolgen ist. Er kann uns wirklich sehr helfen. Vor allem in Sachen Ausrüstung. Außerdem ist er ein hervorragender Mensch. Stefan ist beim ersten Trainingslager dabei und ich hoffe, dass er lange bei uns bleibt", kommentierte Polens angezählter Nationalcoach die Verpflichtung bei "Interia".
Nach einer Horror-Saison, die nur Supertalent Kacper Tomasiak mit seinen Olympia-Erfolgen etwas aufhübschen konnte, stand der 44-Jährige massiv in der Kritik, auch über eine Entlassung war spekuliert worden. Polnischen Medienberichten zufolge wurde die Zusammenarbeit mit Horngacher auch angestrebt, um im Falle einer Trennung von Maciusiak einen passenden Nachfolger bereits in der Hinterhand zu haben.
Insgesamt wird dem Ex-Skispringer und dem Österreichers ein belastetes Verhältnis nachgesagt, das aus Unstimmigkeiten des Duos während Horngachers Amtszeit als Nationalcoach zwischen 2016 und 2019 herrühren soll. Auf Nachfrage, ob das "angespannte Verhältnis" die Zusammenarbeit nicht erschweren würde, hatte Maciusiak eine deutliche Antwort parat.
"Ich möchte keinen Hehl daraus machen, dass es Moment gab, wo wir verschiedene Meinungen vertraten", erklärte er, schob aber hinterher: "Stefan ist ein toller Mensch, der viel Energie in sich trägt. Er will alles geben. Und ich freue mich sehr, dass seine Ideen gerade in Polen umgesetzt werden und nicht in einem anderen Land. Er ist genau die Person, die wir gebraucht haben."
Horngacher werde, da ist sich Maciusiak sicher, "frischen Wind bringen: "Stefan will ganz sicher kein Sportdirektor sein, auch wenn ihm alle genau diese Rolle zuschreiben. Er wird einfach ein Trainer sein, der alle unsere Teams berät. Er wird sozusagen das Bindeglied zwischen allen Gruppen sein. Wir wollen uns weiterentwickeln, und Stefan ist der Garant dafür."
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