Marcel aus den Niederlanden arbeitet in einer Finanzabteilung. Er fiel auf eine täuschend echte Scam-E-Mail herein und überwies knapp 5000 Euro.
Marcel aus den Niederlanden arbeitet in einer Finanzabteilung. Er fiel auf eine täuschend echte Scam-E-Mail herein und überwies knapp 5000 Euro.
Im Berufsalltag gehen bei vielen Beschäftigten ständig wichtige Nachrichten ein. Manche E-Mails müssen besonders schnell bearbeitet werden. Genau das wurde einem 41-jährigen Mitarbeiter aus den Niederlanden zum Verhängnis. Marcel arbeitet in einer Finanzabteilung und ist dort unter anderem dafür zuständig, Rechnungen zu begleichen und Zahlungen zu kontrollieren. Gegenüber dem Portal „Metro Nieuws” schilderte er, wie er auf eine täuschend echte Phishing-Mail hereinfiel.
„Man könnte denken, dass ich niemals darauf hereinfallen würde, aber es ist passiert”, sagte Marcel gegenüber „Metro Nieuws”. Die Nachricht wirkte glaubwürdig: Sie schien von seinem Vorgesetzten zu stammen. In der E-Mail wurde er aufgefordert, eine Rechnung „so schnell wie möglich” zu bezahlen.
Auch der Name und die Signatur wirkten auf den ersten Blick korrekt. Die Rechnung belief sich auf 4950 Euro. Für Marcel gab es zunächst keinen Grund, misstrauisch zu werden – deshalb überwies er den Betrag.
Erst zwei Wochen später bemerkten Marcel und sein Vorgesetzter den Irrtum, als sie die angebliche Nachricht überprüften. Dabei stellte sich heraus, dass sich die E-Mail-Adresse minimal von der echten Adresse unterschied: Zwischen Vor- und Nachnamen war lediglich ein Punkt anders gesetzt.
Für den Vorfall erhielt Marcel eine offizielle Verwarnung. Laut „Metro Nieuws” handelt es sich dabei um ein übliches Vorgehen des Unternehmens in einem solchen Fall.
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Die Verbraucherzentrale berichtet, dass Phishing-Mails häufig täuschend echt aussehen. Sollte man sich nicht sicher sein, ob es sich um eine echte Nachricht handelt, ist es ratsam, beim vermeintlichen Absender nachzufragen – ohne vorab Anhänge herunterzuladen oder auf Links in der E-Mail zu klicken. Achtsam sollte man auf jeden Fall werden, wenn dringender Handlungsbedarf bestehen soll und eine knappe Frist in E-Mails gesetzt wird.
Für typische Fehler, die im Arbeitsalltag passieren können, trägt der Arbeitgeber das Risiko, informiert die Industrie- und Handelskammer Ostthüringen zu Gera (IHK). Bei Phishing-Verdacht muss der Arbeitgeber weiterhin nachweisen, dass der Link die Ursache war und nicht etwa eine veraltete IT-Sicherheitsstruktur. Wenn Arbeitnehmer sich allerdings „unverantwortlich oder absichtlich falsch verhalten”, haften diese voll. Bei „üblicher Unachtsamkeit” teilen sich beide Seiten den Schaden auf, so die IHK.
Weiterhin seien allerdings arbeitsrechtliche Konsequenzen möglich – von einer Abmahnung bis zur fristlosen Kündigung.
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