KI-Pionier Geoffrey Hinton warnt vor den Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf den Arbeitsmarkt. Er sieht eine drastische Verschiebung zu Gunsten der Reichen und zu Lasten der Beschäftigten.
KI-Pionier Geoffrey Hinton warnt vor den Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf den Arbeitsmarkt. Er sieht eine drastische Verschiebung zu Gunsten der Reichen und zu Lasten der Beschäftigten.
Geoffrey Hinton, ein prominenter Computerwissenschaftler und Nobelpreisträger, äußerte sich in einem Interview mit der "Financial Times" über seine Befürchtungen bezüglich der Auswirkungen von künstlicher Intelligenz (KI) auf die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt.
Der ehemalige Wissenschaftler von Google zog eine düstere Prognose und betonte: „Es wird massive Arbeitslosigkeit und einen enormen Anstieg der Profite geben.“ Ihm zufolge liegt die Verantwortung dafür weniger bei der KI selbst, als beim bestehenden kapitalistischen System.
Hinton warnte, dass die Einführung von KI vor allem Niedriglohnjobs bedroht und eine massive Verschiebung zugunsten der Wohlhabenden bewirken könnte. Nach einer Umfrage der New York Fed tendieren Unternehmen dazu, Mitarbeiter umzuschulen statt zu entlassen.
Trotzdem könnten in Zukunft mehr Kündigungen erwartet werden. Er sieht jedoch den Gesundheitssektor als weitgehend sicher vor einem post-KI-Zeitalter: „Wenn Ärzte fünf Mal so effizient wären, könnten wir alle fünf Mal so viel Gesundheitsversorgung zu den gleichen Kosten erhalten,“ so Hinton.
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Auch die Risiken der KI sind für Hinton ein großes Thema. Er betont die Bedrohung, die von der künstlichen Intelligenz für die Menschheit ausgeht, insbesondere durch die möglichen Manipulationen böswilliger Akteure. Besondere Besorgnis äußerte er über den Mangel an Regulierung in einigen westlichen Ländern, während China den Bedrohungen durch KI ernster begegnet.
Gleichzeitig sieht Hinton auch die positiven Möglichkeiten der Technologie, wie er der "Financial Times" erklärte: „Wir sind an einem Punkt in der Geschichte angelangt, an dem etwas Erstaunliches passiert. Es könnte sowohl sehr gut als auch sehr schlecht sein.“
In Bezug auf seine persönliche Nutzung der KI erklärte Hinton, dass er OpenAI’s ChatGPT bevorzugt. Die Technologie dient ihm primär zu Recherchezwecken, wurde jedoch auch in persönlichen Angelegenheiten verwendet.
Auf die Medienberichte über seinen Austritt bei Google reagierte er mit Ironie und machte deutlich, dass es nicht die AI-Risiken waren, die ihn zum Rücktritt bewegt haben: „Ich hörte auf, weil ich 75 war und nicht mehr so gut programmieren konnte. Und es gibt noch viele Sachen auf Netflix, die ich nicht gesehen habe,“ stellte Hinton klar.
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