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Wohnungen: Mieten in Deutschland steigen um 4 Prozent laut IW und stärker als die Inflation

Дата публикации: 20-07-2026 13:51:00

Die Wohnungsmieten in Deutschland sind im Frühjahr im Schnitt um 4 Prozent gestiegen. Das liegt deutlich über der Inflationsrate und bereitet nicht nur Mietern mit durchschnittlichem Einkommen Sorgen.

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Die Wohnungsmieten in Deutschland sind im Frühjahr im Schnitt um 4 Prozent gestiegen. Das liegt deutlich über der Inflationsrate und bereitet nicht nur Mietern mit durchschnittlichem Einkommen Sorgen.

20.07.2026, 15.51 Uhr

Wohnungsschlüssel: Die Mieten in Deutschland steigen stärker als die Inflation
Wohnungsschlüssel: Die Mieten in Deutschland steigen stärker als die Inflation

Wohnungsschlüssel: Die Mieten in Deutschland steigen stärker als die Inflation

Foto: Sebastian Kahnert / dpa-tmn / dpa

Die Wohnungsmieten sind einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zufolge im Frühjahrsquartal deutlich gestiegen. Die Angebotsmieten zogen bundesweit um 4,0 Prozent im Vergleich ​zum Vorjahreszeitraum an, wie aus den Berechnungen hervorgeht. Zum Vergleich: Die allgemeine Inflationsrate lag trotz infolge des Irankriegs stark gestiegener Energiepreise mit ‌rund 2,6 Prozent deutlich niedriger. Allein zum Vorquartal zogen die Mieten von April bis Juni um 1,3 Prozent an.

„Die Zahlen zeigen erneut: Die Mietpreiskrise verschärft sich“, sagte der Bundesdirektor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Florian Becker. „Dass die Angebotsmieten deutlich stärker steigen als die Inflation und Lohnentwicklung, ist für Wohnungssuchende nicht nur der unteren Einkommensgruppen dramatisch.“ Der Druck auf dem Wohnungsmarkt betreffe längst nicht mehr nur die Metropolen, sondern auch viele Großstädte und ihr Umland. Die Bundesregierung müsse Maßnahmen ergreifen, um Mietsteigerungen gesetzlich zu begrenzen sowie ​den Bau bezahlbarer Wohnungen voranzubringen.

Angebotsmieten in Köln steigen um knapp 8 Prozent

„Besonders kräftig fällt die Entwicklung derzeit in den Großstädten außerhalb der größten Metropolen aus“, erklärten die IW-Autoren Pekka Sagner und Michael Voigtländer. ⁠Hier habe der Zuwachs bei 4,9 ⁠Prozent gelegen. Im Umland dieser Städte fiel das Plus mit 3,9 Prozent ebenfalls kräftig aus. In den Top-7-Städten Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf fiel das Plus mit 2,9 Prozent geringer aus.

Die Angebotsmieten stiegen in nahezu allen Großstädten deutlich. Den stärksten Zuwachs verzeichnet Köln mit 7,9 Prozent. Auch Hamburg mit 5,5 Prozent, Leipzig ‌mit 5,4 Prozent und Essen mit 5,0 Prozent wiesen eine hohe Dynamik auf. In Dortmund legten die Mieten um 4,7 ​Prozent zu, in Düsseldorf und München ‌um 3,8 und 3,7 Prozent. Moderater fielen die Zuwächse in Frankfurt am Main mit 2,9 Prozent aus. Stuttgart und Berlin liegen mit 0,9 und 1,0 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt der übrigen Städte.

Kaufmarkt: Viele Angebote treffen auf begrenzte Nachfrage

Gestiegen sind auch die Kaufpreise. Eigentumswohnungen und Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich bundesweit jeweils um 0,8 Prozent zum Vorjahresquartal. Im Vergleich zum Vorquartal legten die Preise um 0,2 und 1,0 Prozent zu.

Regional nimmt die Differenzierung zu. Bei den Kaufpreisen zeigen sich leichte Rückgänge in den Top-7-Städten, während die übrigen Großstädte und ihr Umland moderate Zuwächse verzeichnen. Bei den Kaufpreisen reicht die Jahresentwicklung von einem Plus von 5,0 Prozent in Dortmund bis zu einem Rückgang von 1,9 Prozent in ‌München.

Das Kaufangebot ist zuletzt deutlich gestiegen, fanden die Forscher außerdem heraus: ​Verglichen mit dem ersten Quartal 2022 werden bundesweit nahezu doppelt so viele Eigentumswohnungen und rund ‌140 Prozent mehr Ein- und Zweifamilienhäuser inseriert. „Das ist Ausdruck gesunkener Nachfrage und längerer Vermarktungszeiten, ‌nicht einer entsprechend starken Zunahme des Wohnungsbestands“, ​hieß es.

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Insgesamt zeigt sich ein Wohnungsmarkt mit zwei unterschiedlichen Engpässen: Auf dem Kaufmarkt treffen viele Angebote auf eine durch die Finanzierungskosten begrenzte Nachfrage. Auf dem Mietmarkt dagegen stößt eine anhaltend hohe Nachfrage auf ein weiterhin knappes und ‌regional sehr unterschiedlich ‌verfügbares Angebot, so das Institut.

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