Die Barockstadt Blieskastel hat viel zu bieten, sagt die neue Citymanagerin Heike Muys. Im Gespräch mit der SZ verrät sie, wo sie trotzdem Handlungsbedarf sieht.
Blieskastel · Die Barockstadt Blieskastel hat viel zu bieten, sagt die neue Citymanagerin Heike Muys. Im Gespräch mit der SZ verrät sie, wo sie trotzdem Handlungsbedarf sieht.
Seit ungefähr vier Wochen hat die Stadt Blieskastel eine Citymanagerin. Die aus Niederwürzbach stammende Heike Muys ist dabei in der Verwaltung keine Unbekannte, war sie doch bereits vor einigen Jahren auch SPD-Stadtratsmitglied. Seit Juni ist die gelernte Steuerfachgehilfin und Verwaltungsfachwirtin in ihrer neuen Funktion tätig.
Das Ambiente sei nahezu einmalig im Saarland, sagt die Citymanagerin
Sie kommt aus der Verwaltung des Saarpfalz-Kreises, wo sie im Sozialbereich tätig war. „Ich bin noch relativ frisch in meiner neuen Funktion, deshalb bin ich derzeit noch damit beschäftigt, mir einen Überblick über die Situation und meinen Aufgabenbereich zu verschaffen“, erläutert die neue Stadtbedienstete im Gespräch mit der SZ. Ihr Schreibtisch steht im Haus des Bürgers am Luitpoltplatz, unmittelbar bei der Tourist-Information. Und das ist auch kein Zufall, wie Heike Muys bemerkt, schließlich griffen ja beide Bereiche an vielen Stellen ineinander über oder überlappten sich. Zunächst sei die Barockstadt Blieskastel mit ihrem Ambiente einmalig im Saarland, vergleichbar vielleicht nur noch mit Ottweiler. Auch seien zum Beispiel die innerstädtischen Märkte und Veranstaltungen wie der Frühlingsmarkt, der Wein- und Käsemarkt, der Mondscheinmarkt oder das Halloween-Shopping vor Allerheiligen wichtige Magnete, um Besucher anzulocken.
Blieskastel habe auch darüber hinaus einiges zu bieten, den Gollenstein etwa oder den Wanderweg Bliessteig und die Schlosskirche. Auch der Beitritt zum „Cittaslow-Netzwerk“ und Blieskastel als Stadt mitten in der Biosphäre Bliesgau passten sehr gut zusammen. Zudem könnten sich auch die Blieskasteler Geschäfte sehen lassen. Hier habe die Barockstadt, die sich ja in diesem Jahr auch Deutschlands Waldhauptstadt nennen darf, eine große Vielfalt anzubieten: „Da gibt es für jeden Bedarf ein passendes Angebot“. Beispielhaft nannte die Citymanagerin die Gollenstein-Buchhandlung mit ihrer großen Literaturauswahl oder auch die Blieskasteler Kaffeerösterei.
Sie sucht den Kontakt zu den Gewerbetreibenden
Gleichwohl gelte es, die Innenstadt weiterzubeleben, sagt Muys. Sie werde sich nach und nach bei den Gewerbetreibenden vorstellen und nach Wünschen und Bedürfnissen fragen. Dies sei mitunter schwierig, weil die Öffnungszeiten vieler Geschäfte sehr unterschiedlich seien. Auch wolle sie das Gespräch mit jenen jungen Gewerbetreibenden suchen, die sich im vergangenen Jahr locker zusammengeschlossen hatten und mit dem ersten Blieskasteler Weihnachtsdorf und einem eigenen Neujahrsempfang an die Öffentlichkeit gegangen waren. Hier sollen alle Beteiligten an einen Tisch, um sich über Ideen und Aktionen austauschen.
Kampf gegen die Leerstände
Ein weiterer Schwerpunkt ist für Muys die Bekämpfung der Leerstände. Aber hier habe sie bereits die schmerzliche Erfahrung machen müssen, dass sich diese Aufgabe mitunter schwierig gestaltet: „Oft müssen wir nach den eigentlichen Eigentümern der Ladengeschäfte forschen. Denn diese sind mitunter über die ganze Republik verstreut“, hat Heike Muys zwischenzeitlich schon erfahren müssen.
Die Zeit der Einarbeitung sei kurz gewesen: „Es wird eine neue Herausforderung werden. Aber ich konnte bisher schon sehr gute Eindrücke sammeln und freue mich sehr auf die neue Aufgabe“. Und die Citymanagerin betont, dass sie selbstverständlich auch Ansprechpartnerin für alle Anliegen oder Geschäftseröffnungen in jedem der Blieskasteler Stadtteile sei. (sm/me)