Wenn die nächste CPU-Generation noch etwas auf sich warten lässt, kann man die vorhandene Plattform zumindest an anderer Stelle beschleunigen. Genau diesen Weg geht Intel derzeit bei Xeon 6. Ausgewählte Xeon-6700P-Systeme sollen künftig RDIMMs mit 8.000 MT/s unterstützen. Möglich wird das über Plattform- und BIOS-Updates, die bereits im Zeitraum August bis September 2026 verfügbar werden […]
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Wenn die nächste CPU-Generation noch etwas auf sich warten lässt, kann man die vorhandene Plattform zumindest an anderer Stelle beschleunigen. Genau diesen Weg geht Intel derzeit bei Xeon 6. Ausgewählte Xeon-6700P-Systeme sollen künftig RDIMMs mit 8.000 MT/s unterstützen. Möglich wird das über Plattform- und BIOS-Updates, die bereits im Zeitraum August bis September 2026 verfügbar werden sollen.
Symbolbild
Von 6.400 auf 8.000 MT/s
Aktuelle Xeon-6700P-Plattformen arbeiten typischerweise mit DDR5-RDIMMs bis 6.400 MT/s. Intel will ausgewählten Modellen künftig eine 1DPC-Konfiguration mit 8.000 MT/s ermöglichen. 1DPC bedeutet dabei „One DIMM Per Channel“, also ein Speichermodul pro Speicherkanal. Rein anhand der Datenrate entspricht der Sprung von 6.400 auf 8.000 MT/s einem Plus von 25 Prozent. Intel gibt für entsprechende Konfigurationen außerdem eine rund sechs Prozent niedrigere Speicherlatenz an. In eigenen Messungen spricht der Hersteller von bis zu 20 Prozent mehr tatsächlich erreichbarer Gesamtspeicherbandbreite. Wie üblich gilt allerdings: Der reale Vorteil hängt stark davon ab, wie speicherintensiv der jeweilige Workload arbeitet. Besonders Datenbanken, Analytics, HPC-Anwendungen und Systeme mit mehreren KI-Beschleunigern können von höherer Speicherbandbreite profitieren. Die Unterstützung soll laut Intel über sogenannte UPLR- beziehungsweise BIOS-Updates auf entsprechenden Plattformen bereitgestellt werden. Die Produktionsverfügbarkeit für DDR5-8000-Unterstützung ist derzeit für August bis September 2026 vorgesehen. Intel positioniert Xeon 6 und Xeon 6+ damit als erste Mainstream-Serverplattformen mit Unterstützung für RDIMMs mit 8.000 MT/s. Für Kunden bedeutet dies möglicherweise, dass bestehende Plattformen weiterverwendet werden können, sofern Mainboard beziehungsweise Serverhersteller die notwendigen BIOS-Aktualisierungen bereitstellen und das jeweilige Xeon-Modell unterstützt wird. Gleichzeitig gibt Intel bereits einen Ausblick auf die weitere Speicher-Roadmap. Für die Xeon-6900P-Serie soll im ersten Quartal 2027 Unterstützung für MRDIMMs der zweiten Generation folgen. Obwohl Gen-2-MRDIMMs grundsätzlich deutlich höhere Datenraten ermöglichen können, plant Intel bei Xeon 6900P zunächst eine Unterstützung von bis zu 8.800 MT/s. Damit bleibt die maximale Geschwindigkeit dort zunächst auf dem Niveau der aktuellen MRDIMM-8800-Konfigurationen.
FazitMehr Speicherbandbreite per BIOS-Update nimmt man natürlich gerne mit. Vor allem weil Speicher bei modernen Servern längst wieder zu einem der entscheidenden Flaschenhälse wird. Hunderte CPU-Kerne und ganze Reihen von KI-Beschleunigern bringen wenig, wenn anschließend alle gemeinsam auf Daten warten. Interessant wird deshalb vor allem sein, wie groß der reale Vorteil von DDR5-8000 außerhalb der Intel-eigenen Messungen ausfällt. Auf dem Papier ist der Schritt jedenfalls sinnvoll – und deutlich günstiger als gleich den kompletten Server auszutauschen.