Die Entscheidung, ob Dynamo Dresden weiter gegen das Randale-Urteil des DFB vorgeht, ist gefallen.
Pyro-Schlacht auf dem Rasen: Dynamo-Chaoten rannten auf die im Innenraum stehenden Hertha-Ultras los
Die Entscheidung ist gefallen! Dynamo Dresden gibt nicht auf und geht weiter juristisch gegen das Randale-Urteil des DFB vor. Ob am Sonntag (13.30 Uhr) gegen Darmstadt 98 die komplette Stehplatz-Tribüne – der sogenannte K-Block – gesperrt wird, ist damit weiter offen.
Das DFB-Sportgericht hatte den Zweitligisten zunächst zu einem Spiel mit Blocksperre und 91.000 Euro Strafe verdonnert. Das bestätigte nach dem Einspruch der Dresdner auch das DFB-Bundesgericht.
Dass Dynamo Dresden jetzt in letzter Instanz auch vor das Ständige Schiedsgericht zieht, ist angesichts der nicht gerade rosigen Erfolgsaussichten ein mutiger Schritt. Zu deutlich hatte der Verband bisher klargestellt, dass in der Randale-Nacht im vergangenen April rote Linien auf nicht hinnehmbare Art und Weise überschritten wurden.
Nachdem Hertha-Fans damals in den Innenraum sprangen, Pyros in den Heimbereich abfeuerten und Prügeleien anzettelten, stürmten auch Dutzende Dresdner Fans über das Spielfeld in Richtung Gästeblock und schossen Pyros auf die Berlin-Anhänger. Das Spiel musste für 19 Minuten unterbrochen werden, die Polizei marschierte auf, mindestens 17 Menschen wurden verletzt.
Die Polizei trieb damals die Randalierer beider Teams zurück in ihre Blöcke
„Wir haben uns bewusst die Zeit nach der Urteilsverkündung genommen, um die weiteren Schritte sinnvoll abzuwägen“, erklärt Dynamo-Geschäftsführer Stephan Zimmermann die Entscheidung, Klage gegen das Urteil des DFB-Bundesgerichts einzureichen. „Wir verfolgen nunmehr im ersten Schritt die Aussetzung der Vollstreckung der ausgesprochenen Strafe bis zum Abschluss des Schiedsverfahrens, um ordnungsgemäß vor dem Ständigen Schiedsgericht das Urteil des DFB-Bundesgerichts und unsere Rechte überprüft zu bekommen.“
Bereits am Dienstag soll eine Entscheidung darüber fallen, ob die vom DFB-Bundesgericht ausgesprochene Strafe tatsächlich vorerst ausgesetzt wird. Erst dann herrscht Klarheit, ob der K-Block gegen Darmstadt genutzt werden darf oder nicht. Der Verein wird anschließend darüber informieren, ob bereits erworbene Tickets in den Blöcken K1 bis K5 ihre Gültigkeit behalten oder notfalls etwaige Rückgabemöglichkeiten anbieten.
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