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Schluss mit Gau am Bau! Nach Krisen-Jahren schöpft die Branche wieder Hoffnung

Дата публикации: 31-01-2026 20:20:00

Bauwirtschaft vor der Kehrtwende: DIW erwartet 2026 wieder Wachstum. Warum der Wohnungsbau Hoffnung macht – und wo die größten Risiken liegen.

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Nach Jahren der Flaute meldet sich die Bauwirtschaft zurück. Neue DIW-Zahlen zeigen: 2026 könnte das Bauvolumen erstmals wieder wachsen – doch beim Wohnungsbau bleibt der Aufschwung fragil.

Nach Jahren stagnierender oder rückläufiger Bauaktivität zeichnet sich in der deutschen Bauwirtschaft erstmals wieder Wachstum ab. Laut einer aktuellen Auswertung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) dürfte das Bauvolumen 2026 erstmals seit fünf Jahren wieder steigen – sowohl im öffentlichen Bereich als auch im Wohnungsneubau. 

„Die Talsohle der Baukonjunktur scheint durchschritten“, kommentiert Studienautorin Laura Pagenhardt aus der Abteilung Makroökonomie des DIW Berlin. Neben einer Stabilisierung der Baupreise und Finanzierungsbedingungen sei vor allem das öffentliche Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität ein entscheidender Wachstumstreiber.  

Schleppende Bau-Jahre in Deutschland: Weit unter politischem Ziel

Die Entwicklung der vergangenen Jahre macht deutlich, wie tief die Baukrise den Wohnungssektor getroffen hat. Die große politische Zielmarke der Ampel-Koalition, jährlich 400.000 neue Wohnungen zu bauen, wurde in der ehemaligen Bundesregierung mehrfach betont – etwa im Koalitionsvertrag und von führenden Politikern. Doch die Realität blieb deutlich darunter.

2022 und 2023 wurden laut Destatis jeweils nur rund 294.000 neue Wohnungen fertiggestellt. 2024 sank die Zahl auf etwa 251.900 Wohnungen, ein Rückgang von 14,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr und der niedrigste Wert seit mehr als einem Jahrzehnt. 

Selbst in den Jahren vor der jüngsten Schwächephase lag der Wohnungsneubau beständig unter dem langfristigen Durchschnitt von rund 405.000 Wohneinheiten pro Jahr seit 1950.
Mehrere Analysen – darunter vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) – schätzen, dass Deutschland jährlich zwischen 320.000 und über 370.000 neue Wohnungen benötigt, um dem Bedarf gerecht zu werden. In der Praxis blieb der Output jedoch weit darunter, was auf die anhaltenden Kapazitäts- und Kostenprobleme im Bauwesen hindeutet.

Wohnungsneubau erholt sich langsam wieder

Trotz dieser Schwäche signalisieren die neuesten DIW-Prognosen eine vorsichtige Erholung: Nach einem Rückgang des Wohnungsneubaus um 6,4 Prozent im Jahr 2025 wird für 2026 ein Plus von 2,4 Prozent erwartet, gefolgt von einem deutlicheren Anstieg von 6,1 Prozent in 2027. Die Genehmigungszahlen zogen bereits in der zweiten Jahreshälfte 2025 an. Ein frühes, aber wichtiges Zeichen dafür, dass das Angebot wieder steigen könnte.

Anders als beim Wohnungsbau präsentiert sich der Tiefbau robuster: Dieser Bereich, der stark von öffentlichen Investitionen profitiert, verzeichnete bereits 2024 und 2025 stabile Zuwächse, und laut DIW-Prognose wird der Tiefbau auch 2026 deutlich wachsen. 

Risiken bleiben: Produktivität und Kapazitätsengpässe

Trotz der positiven Perspektive warnt das DIW vor anhaltenden Problemen: Die Produktivität im Bauwesen ist zuletzt gesunken, und es drohen Kapazitätsengpässe, wenn die Nachfrage aufgrund der vielen Investitionen plötzlich stark anzieht. 

Studienautor Martin Gornig mahnt: „So erfreulich die Entwicklung der Bauwirtschaft ist, gibt es noch keinen Grund zur Entwarnung. … Sollten durch die vielen Investitionen die sehr spezialisierten Baufirmen an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, könnte dies den Preisauftrieb erneut befeuern – und die Dynamik bremsen.“ 

Gornig schlägt daher eine koordinierte Taskforce vor, um die Effizienz öffentlicher Bauinvestitionen zu verbessern und Preissteigerungen zu dämpfen – eine zentrale Voraussetzung dafür, dass die Wachstumsimpulse nicht an Engpässen scheitern. 

Wohnraum bleibt drängendes Thema in Städten 

Wohnraum bleibt ein drängendes Thema in Städten und Ballungsräumen, wo Nachfrage, Mietpreise und Immobiliendruck seit Jahren steigen. Die schlechte Bauentwicklung der letzten Jahre hat diese Probleme verstärkt. Eine Stabilisierung der Baukonjunktur, wie sie das DIW prognostiziert, könnte daher nicht nur die Branche retten, sondern auch direkt spürbare Entlastung für den Wohnungsmarkt schaffen.

Im Alltag bedeutet das: mehr Baustellen, mehr Wohnungen, potenziell etwas weniger Druck auf Mieten und Immobilienpreise, wenn die Erholung substantiell wird. Doch dieser positive Trend steht auf einem schmalen Grat zwischen Investitionskraft und realen Kapazitäten der Bauwirtschaft.

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Классификация: Недвижимость. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 9. Тональность: 0. Информативность: 13.13. Источник: rss.focus.de.