Sie haben sich une Mühe gegeben, um den Langläufern etwas bieten zu können – doch immer wieder machen rücksichtslose Menschen die Arbeit des Skizentrums in Norditalien nahe dem Gardasee zunichte.
Verzweifelter Appell aus Italien: Spaziergänger zerstören Langlaufloipen und gefährden Sportler. Betreiber bitten inständig um Rücksicht.
Der Appell klingt verzweifelt: „Wir bitten Sie inständig“, schreiben Betreiber des italienischen Skizentrums Centro Fondo Alpe Coe bei Social Media und hoffen auf eine Besserung des Benehmens der Gäste.
Was sorgt für Missstimmung? Offenbar halten sich Spaziergänger in dem Gebiet auf etwa 1600 Metern Höhe nicht an Regeln. Die eindringliche Forderung der Skizentrumsbetreiber: „Begeben Sie sich nicht auf Schuhen oder Schneeschuhen auf Langlaufpisten.“
Der Appell bei Facebook löst zum Teil heftige Reaktionen in den Kommentaren aus: „Wie traurig. Die Menschen werden immer unhöflicher“, schreibt zum Beispiel einer.
Jene Langläufer, die etwas professioneller unterwegs sind, kommen offenbar die einfachen Spaziergänger oder Schneeschuhwanderer in die Quere. „Wir haben mit der Pistenraupe Wege für Fußgänger präpariert und mit Schneeschuhen und Motorschlitten weitere Wege präpariert“, beschreibt das Skizentrum seine Bemühungen, komfortable Bedingungen für die Besucher zu schaffen.
„Bitte meiden Sie die Langlaufloipen, das sind die Spuren im Schnee“, so die eindringliche Bitte des Zentrums, das danach das Problem deutlich beschreibt. „Es tut wirklich weh, den ganzen Abend lang die Loipen zu präparieren, den Langläufern Eintrittsgeld zu berechnen und dann von unhöflichen und unaufmerksamen Fußgängern überrascht zu werden, die die Loipen ruinieren und eine Gefahr für die Langläufer darstellen.“
Fast schon flehentlich endet der Eintrag: „BITTE!!!“ Fast 300 Likes erhielt das Skizentrum für seinen Aufruf – und Tipps, wie dem Problem zu begegnen sei.
„Die Staatspolizei, die im Pistenrettungsdienst eingesetzt ist, sollte mindestens einmal morgens und einmal nachmittags mit dem Schneemobil eine Runde auf den Loipen drehen“, empfiehlt ein Nutzer, „man muss etwas unternehmen, sonst wird früher oder später etwas Unangenehmes passieren“, kommentiert ein anderer.
Mit dem Problem steht das Skizentrum nicht allein da. Auch in anderen Wintersportregionen kennt man unbeabsichtigt oder mutwillig zertrampelte Loipen.
Vor zwei Jahren etwa gab es Ärger im Allgäu, erst vor wenigen Tagen im Thüringer Wald, im Böhmerwald in Oberösterreich regte man sich 2024 darüber auf, dass fast täglich Fußgänger auf den Loipen unterwegs seien und damit sich und andere in Gefahr brächten.
Und vor wenigen Tagen wurden in der Oberpfalz Loipen durch ein Fahrzeug beschädigt. „Unhöfliche“ Menschen scheint es also nicht nur im Trentino zu geben.
Von Martina Scheffler
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