Russland droht mit Angriffen auf „feindliche“ Handelsschiffe +++ Ukraine: Anzahl einlaufender Schiffe im Hafen von Odessa halbiert +++ Der Newsblog.

Noworossiysk: Ein Öltanker liegt im Hafen von Noworossijsk. (Archivbild) Foto: ---/AP/dpa
Ukrainische Streitkräfte greifen nach Angaben des Inlandsgeheimdienstes SBU den russischen Schwarzmeer-Marinestützpunkt Noworossijsk mit Drohnen und Raketen an und treffen dabei drei Kriegsschiffe sowie weitere Anlagen. Bei zwei der Schiffe handele es sich um die mit Kalibr-Raketen ausgestatteten Fregatten „Admiral Essen“ und „Admiral Makarow“, teilt der SBU auf dem Messengerdienst Telegram mit. Das dritte sei ein Patrouillenboot. Der Schlag gegen den Stützpunkt sei von strategischer Bedeutung, heißt es in der Mitteilung weiter. Der SBU schränke systematisch die Fähigkeit Russlands ein, das Schwarze Meer zu kontrollieren und seine Seestreitkräfte für den Krieg gegen die Ukraine einzusetzen.
Das russische Landwirtschaftsministerium arbeitet nach eigenen Angaben daran, Exportströme angesichts „aktueller logistischer Einschränkungen“ auf alternative Routen umzuleiten. Dazu zählen demnach russische Häfen an der Ostsee, am Kaspischen Meer und im Fernen Osten sowie Überlandrouten. Zuletzt hatte die Ukraine den russischen Schwarzmeer-Hafen Noworossijsk massiv angegriffen. In der Folge stellten dort große Getreideterminals ihren Betrieb ein.
Die Ukraine und die Republik Moldau einigen sich auf einen Tarifnachlass von 50 Prozent für den Schienengüterverkehr bis zum Jahresende. Damit sollen ukrainische Getreideexporte erleichtert werden, da russische Angriffe auf die Schwarzmeerhäfen die traditionellen Routen blockieren, teilt der ukrainische Ministerpräsident Serhij Korezkyj auf dem Messengerdienst Telegram mit. Das moldauische Infrastrukturministerium bestätigt die Vereinbarung und erhofft sich dadurch für den Rest des Jahres ein Transportvolumen von bis zu 600.000 Tonnen Getreide. Dies entspreche etwa zehn Prozent der geschätzten ukrainischen Ausfuhren und sichere der staatlichen moldauischen Eisenbahn trotz der niedrigeren Tarife Einnahmen.
Ukrainische Truppen haben nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj in diesem Jahr 745 Quadratkilometer russisch besetztes Gebiet im Südosten des Landes befreit. Dies entspricht etwa der Fläche Hamburgs. Dabei seien 26 Ortschaften in den Regionen Dnipropetrowsk, Donezk und Saporischschja wieder unter die Kontrolle Kiews gebracht worden, teilt Selenskyj auf der Plattform X mit. Die Offensive sei genau nach Plan verlaufen. Der ukrainischen Beobachtergruppe DeepState zufolge befindet sich ein Großteil des Areals jedoch in einem Niemandsland, das von keiner Seite vollständig kontrolliert wird. Die Angaben können von der Nachrichtenagentur Reuters nicht unabhängig überprüft werden.
Russland droht nach dem Festsetzen mehrerer Schiffe seiner sogenannten Schattenflotte dem Westen mit „spiegelbildlichen Maßnahmen“. Es gehe nicht nur um Gewässer, in denen russische Schiffe überfallen würden, „sondern dort, wo wir es für notwendig und zielgerichtet erachten“, sagte der russische Präsident Wladimir Putin. Er trat in Uniform auf einem Kriegsschiff bei einem Manöver der Pazifikflotte vor der Insel Sachalin auf. Moskau reagiere damit auf das Vorgehen der Europäischen Union.
Die Festsetzung seiner Schiffe ärgert Russland schon lange. Moskau spricht von Piraterie und hat auch schon wiederholt damit gedroht, seine Kriegsschiffe zum Schutz seiner Handelsschiffe einzusetzen.

Wladimir Putin Imago
Der russische Ex-Präsident und jetzige Vizechef des nationalen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, wurde noch konkreter. „Russland hat das Recht, jedes Handelsschiff feindlicher Staaten anzugreifen, die sich sowohl in unseren als auch in neutralen Gewässern befinden, wenn es ausreichenden Verdacht gibt, dass es Fracht im Interesse des Gegners transportiert“, schrieb Medwedew in seinem Telegram-Kanal. Mit Gegner dürfte er die Ukraine meinen. Das betreffe jede Fracht und jedes Schiff auch außerhalb des Schwarzen Meeres.
Der Betrieb am Hafen von Odessa hat ukrainischen Angaben zufolge wegen verstärkter russischer Angriffe deutlich nachgelassen. Im Juli hätten 159 Schiffe den Schwarzmeerhafen Hafen angelaufen, verglichen mit 400 im Vorjahresmonat, teilt der stellvertretende ukrainische Infrastrukturminister Andrij Kaschuba der Nachrichtenagentur Reuters mit. Er beruft sich auf Daten der ukrainischen Hafenbehörde. „Einige Schiffseigner und Verlader warten darauf, dass sich die Sicherheitslage verbessert“, ergänzt Kaschuba.
Russland wirft der Ukraine vor, mit Angriffen auf die russische Agrarinfrastruktur die weltweiten Lebensmittelpreise in die Höhe zu treiben. Die ukrainischen Angriffe verschärften den Mangel an Getreide sowie Düngemitteln und dienten den Interessen bestimmter westlicher Staaten, sagt die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa. Die Ukraine hatte den russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk angegriffen, worafhin Getreideterminals den Betrieb einstellten. Beide Länder gehören zu den weltweit größten Getreideexporteuren und greifen regelmäßig ihre jeweiligen Hafenanlagen an. Nach den Angriffen auf Noworossijsk stiegen die Getreidepreise an den Rohstoffmärkten deutlich.
In der südrussischen Ural-Region Orenburg wird nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf eine Raffinerie der Kraftstoff rationiert. Die Lage vor Ort sei „schwierig“, teilt Gouverneur Jewgeni Solnzew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Er führe deshalb Beschränkungen für den Verkauf von Benzin ein. Dazu gehören ein Verbot des Befüllens von Kanistern, Begrenzungen der Verkaufsmenge sowie ein System, das den Verkauf je nach Kennzeichen auf ungerade oder gerade Tage beschränkt. In Russland kam es infolge ukrainischer Angriffe auf Ölraffinerien zuletzt immer wieder zu Engpässen bei der Treibstoffversorgung. Auch andere Regionen haben ähnliche Beschränkungen wie die in Orenburg erlassen.
Die Botschafter der Nato-Staaten haben über die jüngsten Luftraumverletzungen in Polen und Rumänien sowie über Drohnen-Zwischenfälle beraten. Dies teilt das Bündnis mit. Die Nato-Mitglieder sichern den betroffenen Verbündeten ihre volle Solidarität und Unterstützung zu. Russland trage die volle Verantwortung für die Luftraumverletzungen. Diese seien gefährlich und inakzeptabel und zeigten eine zunehmende Risikobereitschaft Russlands. Die Nato baue ihre integrierte Luft- und Raketenabwehr im gesamten Bündnisgebiet weiter aus. Die Alliierten unterstreichen zudem ihre Maßnahmen zur Stärkung der Verteidigung an der Ostflanke von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer. Die Nato sei bereit, jede Aggression abzuschrecken und abzuwehren.
Die Ölraffinerie Orsknefteorgsintez im russischen Orsk hat nach einem ukrainischen Drohnenangriff ihre Produktion eingestellt. Die Verarbeitung sei am 11. August nach einem Brand gestoppt worden, verlautet aus Branchenkreisen. Die Anlage wurde von Drohnen teilweise beschädigt, das ukrainische Militär bestätigte einen Angriff. Die Ukraine hat ihre Drohnenangriffe auf die russische Energie-Infrastruktur verstärkt, was in Russland zu einer Kraftstoffkrise führte.
Die nun getroffene Anlage liegt rund 1900 Kilometer östlich der Grenze zur Ukraine. Ihre Kapazität beträgt 5,76 Millionen Tonnen pro Jahr, das sind etwa 115.200 Barrel pro Tag. Den Insidern zufolge verarbeitete die Raffinerie 2024 rund 4,2 Millionen Tonnen Rohöl. Daraus wurden 1,8 Millionen Tonnen Diesel, 600.000 Tonnen Benzin, 500.000 Tonnen Bitumen und 200.000 Tonnen Heizöl hergestellt.
Die Ukraine hat nach Angaben ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj den russischen Marinestützpunkt Noworossijsk angegriffen. In der Nacht seien Drohnen, Raketen und unbemannte Boote zum Einsatz gekommen, teilt Selenskyj auf Telegram mit. Noworossijsk liegt in Krasnodar am Schwarzen Meer.
Der Betrieb des Getreideterminals im russischen Hafen Noworossijsk ist Insidern zufolge aufgrund ukrainischer Drohnenangriffe in der Nacht eingestellt worden. Die Demetra Holding, die Eigentümerin des Terminals am Schwarzen Meer ist, bestätigt, dass das Terminal bei dem Angriff beschädigt wurde. „Der Terminalbetrieb wurde eingestellt, und die Schadensbewertung ist im Gange“, sagt der Insider, der anonym bleiben wollte. Ein Sprecher der Demetra Holding erklärt lediglich, dass das Terminal einen nicht näher spezifizierten Schaden erlitten habe, und lehnt weitere Kommentare ab.
Auch hat Selenskyj Putin erneut vorgeworfen, eine groß angelegte Mobilmachung zu planen. Die massenhafte Rekrutierung von Soldaten werde für den Herbst vorbereitet, gleich nach der Parlamentswahl im September. Bis zum Jahresende gehe es um mehrere Hunderttausend Russen und noch einmal ungefähr so viele für das nächste Jahr, behauptete er und berief sich auf Geheimdienstinformationen und russische Dokumente.
Selenskyjs Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen. Auch in der Vergangenheit hatte Kiew Moskau mehrfach vorgehalten, eine weitere Mobilisierung vorzubereiten, ohne dass es dazu kam. Die Frage, ob es in diesem Herbst zu einer neuen Mobilisierungswelle kommt, wird aber auch von Beobachtern viel diskutiert. Bei der großen Mobilisierungswelle im Herbst 2022 waren rund 300.000 Männer eingezogen worden.
Selenskyj legt USA neuen Friedensplan für die Ukraine vor
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben vom Dienstag den USA Vorschläge für einen Plan zur Beendigung des Krieges mit Moskau übergeben. Die Ankündigung neuer Vorschläge für die weitgehend ins Stocken geratenen Friedensgespräche erfolgt vor dem Hintergrund von Andeutungen beider Seiten über einen baldigen Besuch von US-Unterhändlern in beiden Ländern.
„Wir haben unsere Vorschläge der amerikanischen Seite übermittelt“, sagte Selenskyj in seiner nächtlichen Videoansprache. Die USA könnten helfen, die Verteidigung der Ukraine zu stärken, vor allem bei der Flugabwehr. Zudem könnten sie Druck auf Russland ausüben, damit dessen Pläne auf ein Ende des Krieges anstatt auf eine Verlängerung abzielten. Details zu den Vorschlägen nannte Selenskyj nicht.
Russland hat nach eigenen Angaben den Hafen von Odessa im Süden der Ukraine angegriffen. Dort sei ein Treibstofflager getroffen worden, das der Versorgung der ukrainischen Armee gedient habe, teilt das russische Verteidigungsministerium mit. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben zum Kampfgeschehen nicht.
Außerdem teilte das russische Verteidigungsministerium mit, dass die Streitkräfte in der Nacht 502 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört haben. Betroffen gewesen seien mehrere russische Regionen.
Die Ukraine hat einem Medienbericht zufolge auf Bitten der USA ihre Angriffe auf Öltanker eingestellt, die den russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk nutzen. Ende Juli habe US-Vizepräsident JD Vance die Regierung in Kiew darum gebeten,
berichtet die „Financial Times“unter Berufung auf Regierungskreise in Kiew. Die US-Regierung sei alarmiert gewesen, dass die Ukraine durch den Beschuss die Ölmärkte weiter destabilisiere und US-Firmen schädige.
Die Angriffe hatten Tankern gegolten, die über ein Terminal des Caspian Pipeline Consortiums (CPC) im Hafen Noworossijsk Rohöl aus Kasachstan an Bord nehmen. Die Nachrichtenagentur Reuters kann den Bericht zunächst nicht bestätigen.
Die Ukraine hat US-Unterhändlern nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj Vorschläge zur Beendigung des mehr als vierjährigen Krieges mit Russland übergeben. „Wir haben der amerikanischen Seite unsere Vorschläge übermittelt“, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Die USA könnten helfen, die ukrainische Verteidigung vor allem durch Flugabwehr zu stärken und Druck auf Russland auszuüben. Ziel sei es, dass sich Moskau auf ein Ende des Krieges vorbereite, anstatt ihn in die Länge zu ziehen.
Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben eine Ölraffinerie in der russischen Stadt Orsk angegriffen. Ziel sei die Raffinerie Orsknefteorgsintez gewesen, teilt das Militär auf Telegram mit. „Es wurde ein Brand festgestellt, das Ausmaß der Schäden wird ermittelt.“ Die Raffinerie hat eine Verarbeitungskapazität von sechs Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr. Sie produziert Benzin, Diesel und Flugbenzin, Heizöl, Bitumen und andere Erdölprodukte.
Die Ukraine hat bei neuen massiven Drohnenangriffen im russischen Hinterland mindestens eine Ölraffinerie und Lagerhallen des landesweit größten Online-Versandhändlers Wildberries in Brand gesetzt. Im Gebiet Woronesch brannten Zehntausende Quadratmeter Lagerfläche, wie Gouverneur Alexander Gussew mitteilte. Bei dem Angriff sei ein 49 Jahre alter Mann tödlich verletzt worden, es gebe auch zwei Verletzte, sagte er.
Die Anlagen des Logistikzentrums seien evakuiert worden, teilte Wildberries am Morgen mit. Nach Angaben des Gouverneurs hatte es in der Nacht einen Angriff gegeben, die russische Flugabwehr habe 15 Drohnen abgeschossen. Er sagte nicht, wie viele Drohnen ihr Ziel trafen.
In Orsk im Gebiet Orenburg an der Grenze zu Kasachstan geriet nach Meldungen in den sozialen Netzwerken nach einem Drohnenangriff eine Ölraffinerie in Brand. Gouverneur Jewgeni Solnezew bestätigte lediglich, dass ein Feuer in einem Industrieobjekt nach der Attacke ausgebrochen sei. Er sagte nicht, dass es sich um eine Raffinerie gehandelt habe. Verletzte gab es demnach keine. Von ukrainischer Seite gab es zunächst keine Angaben zu den Angriffen.
Einen weiteren Brand in einer Ölraffinerie meldete die russische Staatsagentur Tass aus Komsomolsk am Amur - im äußersten Osten des Landes. Zur Ursache für das Feuer oder Drohnenangriffen in der Region gab es zunächst keine Angaben.
Russland hat ukrainischen Angaben zufolge Kiew und andere Großstädte des Landes in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen. Dabei wurden allein in der im Süden des Landes gelegenen Stadt Saporischschja mindestens fünf Menschen getötet und weitere 20 verletzt, wie Militärgouverneur Iwan Fedorow auf Telegram schrieb. Es seien Industrieanlagen und Infrastruktur angegriffen worden.
Aus der Hauptstadt Kiew wurde zunächst ein Verletzter gemeldet. Bürgermeister Vitali Klitschko schrieb auf der Plattform Telegram: „Explosionen in der Hauptstadt. Die Stadt steht unter Beschuss. Bleiben Sie in den Schutzräumen.“ Die Rettungsteams seien unterwegs.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat weitere Gegenangriffe im russischen Hinterland angekündigt. In seiner abendlichen Videobotschaft verwies er auf einen zuvor schon vom Generalstab bestätigten Schlag gegen die russische Ölindustrie in Tobolsk in Sibirien. Es werde weitere ukrainische Angriffe im russischen Hinterland geben, um Russland zu zeigen, dass Frieden notwendig sei.
Selenskyj warnte auch erneut vor Nordkorea. Moskau habe zusätzliche ballistische Raketen von Pjöngjang erhalten und bereite sich auf die Ankunft eines weiteren Kontingents nordkoreanischer Soldaten auf russischem Territorium vor, sagte Selenskyj ohne Belege zu nennen. Nordkoreas Waffen seien in Zusammenarbeit mit Russland weiterentwickelt worden. Das sei eine Gefahr für die asiatischen Staaten.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj: Es werde weitere ukrainische Angriffe im russischen Hinterland geben, um Russland zu zeigen, dass Frieden notwendig sei. Imago
Der schwedische Inlandsgeheimdienst Sapo hat nach eigenen Angaben eine russische Spionageoperation gestoppt. Diese habe das Ziel gehabt, politische Entscheidungen zu beeinflussen und das Land sowie seine EU- und Nato-Verbündeten zu diskreditieren, teilt die Behörde mit. Gesteuert worden sei die Aktion vom russischen Auslandsgeheimdienst SVR unter Beteiligung von drei Personen, die im Schutz der diplomatischen Immunität agiert hätten. Die Verdächtigen befänden sich nicht mehr in Schweden, sagt ein Sapo-Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters. Die russische Botschaft in Stockholm äußert sich zunächst nicht zu den Vorwürfen.
Die russische Finanzaufsicht Rosfinmonitoring wirft der Antikriegspartei Jabloko vor, über Dritte finanzielle Mittel aus den USA und Deutschland erhalten zu haben. Dies meldet die staatliche Nachrichtenagentur Tass. Das Oberste Gericht Russlands befasst sich derzeit mit einer Klage auf Ausschluss Jablokos von der Parlamentswahl im September. Sie ist die einzige Partei im Land, die sich gegen den Krieg in der Ukraine ausspricht. Zudem fordert die Generalstaatsanwaltschaft bei einer Anhörung, die Registrierung der Jabloko-Kandidatenliste für die Wahl aufzuheben, wie Interfax berichtet.
Ukrainische Spezialkräfte haben nach eigenen Angaben die petrochemische Anlage SapSibNeftechim im russischen Gebiet Tjumen mit Drohnen angegriffen. Der Angriff löste laut einer Telegram-Mitteilung einen Brand aus und verursachte Zerstörungen. Der dortige Gouverneur berichtete ebenfalls von einem Feuer in einer Industrieanlage nach einer Drohnenattacke. Tjumen liegt gut 2000 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.
Russland treibt den Aufbau eines eigenen Satelliten-Internetsystems nach ukrainischen Angaben schneller voran als geplant. Bis 2027 wolle Moskau knapp 300 Satelliten in der Umlaufbahn stationiert haben, sagt der stellvertretende Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes GUR, Wadym Skybyzkyj, in einem Interview mit dem Medienportal RBC-Ukraine.
Das System namens „Rasswet“ solle dem US-System Starlink von SpaceX Konkurrenz machen, das der Ukraine im Krieg Vorteile bei der Drohnensteuerung und Kommunikation verschafft. Derzeit habe Russland erst 16 Satelliten im Orbit, weshalb das System über der Ukraine nur lückenhaft arbeite. Bis 2027 seien 292 Satelliten geplant, bis 2035 solle das Satelliten-Netzwerk auf 924 anwachsen. Sobald das System vollständig einsatzbereit sei, werde es eine ähnliche Abdeckung wie Starlink bieten.
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