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+++ Ukraine-Krieg +++: Rumänische Jets zerstören Drohne vor Gasprojekt im Schwarzen Meer

Дата публикации: 20-08-2026 16:19:00

Zwölf Tote nach russischen Angriffen auf Kiew +++ Russland meldet Einnahme zweier Ortschaften in Region Donezk +++ Korruptionsvorwürfe gegen ukrainische Bankenvertreter +++ Der Newsblog.

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Ukraine-Krieg: Rumänische Jets zerstören Drohne vor Gasprojekt im Schwarzen Meer Live-Blog Zwölf Tote nach russischen Angriffen auf Kiew +++ Russland meldet Einnahme zweier Ortschaften in Region Donezk +++ Korruptionsvorwürfe gegen ukrainische Bankenvertreter +++ Der Newsblog.

F-16-Kampfjets der rumänischen Luftwaffe haben eine Drohne zerstört, die in Rumäniens Sonderwirtschaftszone im Schwarzen Meer unterwegs war. Foto: Mindaugas Kulbis/AP/dpa

Russland greift Ukraine auch am Tag weiter an

Nach massiven Angriffen Russlands auf die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht ist bei einer neuen Attacke am Tag mindestens ein weiterer Mensch getötet worden. Drohnentrümmer seien auf ein Geschäftszentrum gestürzt, schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram. Ein Toter und zwei Verletzte seien gefunden worden, Rettungskräfte setzten die Suche in dem Gebäude fort.

Klitschko sprach von einem gezielten Angriff auf die kritische Infrastruktur. In zwei Stadtteilen könne es zu Unterbrechungen der Warmwasserversorgung kommen. Auch Kramatorsk in der Ostukraine wurde nach Behördenangaben tagsüber angegriffen. Dabei seien elf Menschen verletzt worden, teilte der Militärverwalter des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, bei Telegram mit.

Kürzlich über Lettland abgeschossene Drohen war offenbar ukrainisch

Eine am 14. August im lettischen Luftraum abgeschossene Drohne ist ukrainischen Ursprungs. Dies teilen die lettischen Streitkräfte mit. Ein im Baltikum stationierter italienischer Kampfjet hatte das Fluggerät abgeschossen, das während ukrainischer Angriffe auf russische Häfen die Grenze des Nato- und EU-Mitgliedstaats verletzt hatte. 

Dem Militär zufolge flog die Drohne von Belarus aus ein, was höchstwahrscheinlich auf russische Störsignale zurückzuführen sei. Ukrainische Drohnen auf dem Weg zu Zielen in Russland sind in diesem Jahr bereits wiederholt vom Kurs abgekommen und in den baltischen Luftraum eingedrungen.

Rumänische Kampfjets zerstören Drohne vor Schwarzmeer-Gasprojekt

Rumänische F-16-Kampfjets zerstören nach Angaben von Verteidigungsminister Radu Miruta eine Seedrohne, die auf das Erdgasprojekt Neptun Deep im Schwarzen Meer zugesteuert sei. Die Ukraine habe bestätigt, dass die Drohne nicht zu ihren Streitkräften gehöre, teilt der Minister auf Facebook mit.  

Russland meldet Einnahme zweier Ortschaften in Region Donezk

Russische Truppen nehmen in der ostukrainischen Region Donezk die Ortschaften Mykolajipillja und Matjaschewe ein. Dies meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau. Die Nachrichtenagentur Reuters kann die Berichte aus dem Kampfgebiet nicht unabhängig überprüfen.

Klitschko: Zwölf Tote nach russischen Angriffen auf Kiew

Bei massiven russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko mindestens zwölf Menschen getötet worden. Klitschko nannte am Morgen nach den nächtlichen Attacken mehrfach eine höhere Zahl der Toten. Die Beseitigung der Folgen dauere an, sagte er. Der Zivilschutz sprach von 34 Verletzten. Russland setzte bei den Luftschlägen zuletzt verstärkt ballistische Raketen ein - in dem Wissen, dass die Ukraine täglich einen Mangel an Flugabwehrraketen beklagt.

„Der morgige Tag, der 21. August, wird in Kiew zum Tag der Trauer erklärt. Zum Gedenken an die Opfer des massiven Angriffs des Feindes auf die Hauptstadt“, teilte der Bürgermeister bei Telegram mit. An diesem Tag sollen die Flaggen an allen kommunalen Gebäuden der Stadt auf halbmast gesetzt werden. Außerdem empfahl Klitschko, in der Hauptstadt mit den Flaggen an staatlichen und privaten Gebäuden ebenso zu verfahren.

Korruptionsvorwürfe: Ukraine geht gegen Bankenvertreter vor

Vor dem Hintergrund neuer Ermittlungen der ukrainischen Anti-Korruptionsbehörden will die Regierung in Kiew den Aufsichtsratsvorsitzenden und den Vorstandschef einer staatlichen Bank von ihren Aufgaben entbinden. Das teilte Ministerpräsident Serhij Korezkyj am Abend bei Telegram mit. Die von den Anti-Korruptionsbehörden veröffentlichten Fakten bräuchten eine angemessene Bewertung und dürften nicht ohne Reaktion bleiben, erklärte er.

Die Anti-Korruptionsbehörden des Landes hatten zuletzt Durchsuchungen bei Verdächtigen durchgeführt und am Mittwochmorgen über eine „Spezialoperation“ informiert. Bei den Vorwürfen der Ermittler geht es um Geldwäsche in Millionenhöhe.

Im Fokus stand dabei auch die bisherige Vizechefin des Präsidialamtes in Kiew, Iryna Mudra, die Präsident Wolodymyr Selenskyj wenige Stunden später entließ. Zu den Gründen machte er keine Angaben. Mudra bestätigte am Abend bei Facebook, dass es am Morgen eine Durchsuchung bei ihr gegeben habe und sie mit den Behörden kooperiere. In der Stellungnahme hieß es außerdem, dass sie ihren Rücktritt eingereicht habe.

Kiew unter russischem Beschuss

Russland hat die Ukraine in der Nacht mit Dutzenden ballistischen Raketen, Marschflugkörpern, Hyperschallraketen sowie 168 Drohnen angegriffen. Dies teilt die ukrainische Luftwaffe auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die Luftabwehr fing demnach 145 Drohnen und die meisten Marschflugkörper ab. Keine der ballistischen Raketen konnte jedoch abgefangen werden. Hauptziel des Angriffs war den Angaben zufolge die Region Kiew.

Putin zu Kiews Angriffen: Schaden uns, aber keine kritischen Folgen

Kremlchef Wladimir Putin hat eingeräumt, dass ukrainische Drohnenangriffe Russland schaden, aber keine kritischen Folgen hätten. Logistik- und Lagerkapazitäten müssten wiederhergestellt werden - auch unter Beteiligung des Staats, sagte er bei einer Sitzung des Rats für strategische Entwicklung und nationale Projekte und wies die Regierung an, ein entsprechendes Programm zum Wiederaufbau zu verabschieden.

Eine Reihe von Faktoren wirke sich auf das Wirtschaftstempo aus, darunter auch äußerer Druck und „Terrorangriffe auf Industrie- und Infrastrukturobjekte“, sagte er. Die Dynamik der russischen Wirtschaft bezeichnete er als „bescheiden, aber positiv“. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts liege im Jahr 2026 bei etwa einem Prozent.

Russland überzieht die Ukraine seit knapp viereinhalb Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. Als Teil seines Abwehrkampfes hat Kiew zuletzt seine Gegenangriffe im russischen Hinterland vor allem mit Drohnen ausgeweitet. Seit Wochen treffen ukrainische Drohnenangriffe immer wieder Logistikzentren des größten russischen Online-Versandhändlers Wildberries. Laut Experten sind dabei Milliardenschäden entstanden.

Bundesregierung will 50 Millionen Euro für Reparatur von Tschernobyl-Hülle beisteuern

Die Bundesregierung will 50 Millionen Euro für die Reparatur der durch einen Drohneneinschlag Anfang 2025 beschädigten Schutzhülle um die Atomruine Tschernobyl bereitstellen. Deutschland werde Teil einer dafür notwendigen internationalen Lösung sein, sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) einer Mitteilung seines Ministeriums zufolge bei einem Besuch am zerstörten Atomreaktor. Er sei zuversichtlich, dass der Bundestag dem zustimmen werde, erwarte aber auch, dass weitere Staaten einen Beitrag zur Reparatur leisten.

Nach einem Drohneneinschlag vor rund anderthalb Jahren braucht die Schutzhülle eine umfassende Sanierung. Die Kosten werden nach Angaben der Kraftwerksleitung auf etwa 500 Millionen Euro geschätzt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte gesagt, es habe sich um eine russische Drohne gehandelt. 

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Ein Blick auf den Sicherheitsbehälter, der die Überreste des Reaktors Nummer vier im ehemaligen Atomkraftwerks Tschernobyl im Jahr 2025 schützt.  dpa

Russland: Haben mit Import von Kraftstoff begonnen

Das ölreiche Russland hat nach den Worten von Vize-Ministerpräsident Alexander Nowak mit dem Import von Kraftstoff begonnen. Zu den Mengen oder Herkunftsländern habe Nowak aber keine Angaben gemacht, meldet die Agentur Tass. Der Politiker wird zudem mit den Worten zitiert, die Regierung gehe davon aus, dass mehrere Ölraffinerien nach planmäßigen Wartungsarbeiten in naher Zukunft den Betrieb wieder aufnehmen würden, was das Angebot verbessern dürfte. 

Russland ist eigentlich Netto-Exporteur von Kraftstoffen. Zahlreiche ukrainische Angriffe auf Energieanlagen in Russland haben den vergangenen Monaten aber zu einem Rückgang der Raffinerieproduktion geführt. Dies löste landesweit Engpässe aus. Warum sich Nowak jetzt dazu äußert, ist unklar. Normalerweise werden solche sensiblen Informationen nicht öffentlich.

Umweltminister Schneider sagt Hilfe für Reparatur der Tschernobyl-Schutzhülle zu

Bundesumweltminister Carsten Schneider sagt bei einem Besuch des zerstörten Atomreaktors in Tschernobyl Hilfe zu. „Die beschädigte Schutzhülle muss dringend repariert werden, um langfristig die Freisetzung radioaktiven Materials zu verhindern“, so der SPD-Politiker. „Deutschland wird Teil einer hierfür notwendigen internationalen Lösung sein, wie schon bei der Errichtung der Schutzhülle.“ Die Bundesregierung plane, dafür 50 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass der Bundestag dem zustimmen wird. Zugleich erwarte ich, dass weitere Staaten ebenfalls ihren Beitrag leisten werden, um die Reparatur zu ermöglichen.“ Der Schutzmantel wurde bei einem Drohneneinschlag Anfang 2025 beschädigt und damit in ihrer Funktionalität eingeschränkt.

Kiew: Ermittler und Ex-Minister setzen Selenskyj unter Druck

In der Ukraine sind Anti-Korruptionsermittler mit einer neuen Razzia gegen das Umfeld von Präsident Wolodymyr Selenskyj vorgegangen. Im Fokus stand dabei auch die Vizechefin des Präsidialamtes in Kiew, die Selenskyj wenige Stunden später feuerte. Zu den Gründen der Entlassung seiner Vertrauten Iryna Mudra machte er in seinem Dekret aber keine Angaben. Bei den Vorwürfen der Ermittler geht es um Geldwäsche in Millionenhöhe.

Kurz vor der Razzia hatte auch der von Selenskyj gefeuerte Ex-Verteidigungsminister Mychailo Fedorow in einer Videobotschaft einen mangelnden Kampf gegen Korruption in der Ukraine beklagt. Der populäre und von Demonstranten unterstützte Politiker forderte zudem Wahlen. Er gilt als möglicher Konkurrent für Selenskyj bei einer Präsidentenwahl - und ist nach Meinung zahlreicher Kommentatoren deshalb vom Präsidenten kaltgestellt worden.

Ukraine attackiert Ölraffinerie in Ufa

Die Ukraine hat erneut russische Ölanlagen im Hinterland attackiert. Eine Drohne habe eine Ölraffinerie in Ufa getroffen, teilte der Gouverneur der Region Baschkortostan, Radij Chabirow, am Mittwoch mit. Ufa liegt etwa 1.300 Kilometer östlich der Grenze zur Ukraine. Die drei Ölraffinerien dort sind bereits mehrfach attackiert worden.

Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, die Flugabwehr habe in der Nacht 453 ukrainische Drohnen über russischen Regionen, der besetzten Krim und dem Schwarzen Meer abgefangen. Die eigenen Streitkräfte hätten Lager für Kraftstoff und Schmiermittel der ukrainischen Streitkräfte im Hafen von Tschornomorsk südlich von Odessa angegriffen. Am Dienstagabend hätten sie einen Massengutfrachter im Schwarzen Meer südöstlich von Odessa getroffen.

In der Ukraine berichtete der Leiter der Militärverwaltung von Cherson von russischen Drohnenangriffen. Eine Frau sei getötet worden, vier weitere Frauen hätten Verletzungen erlitten, erklärte Oleksandr Prokudin.

Ukraine: Parlament stimmt Ernennung von Chmara zum Verteidigungsminister zu

Das ukrainische Parlament stimmt der Ernennung von Jewhenij Chmara zum neuen Verteidigungsminister zu. Für den von Präsident Wolodymyr Selenskyj nominierten Kandidaten stimmen 312 Abgeordnete, notwendig sind mindestens 226 Stimmen. Selenskyj hatte Chmara zuvor zum kommissarischen Minister ernannt, nachdem er im Juli den bisherigen Amtsinhaber Mychailo Fedorow entlassen hatte.

Ukraine: Selenskyj entlässt Vize-Präsidialamtschefin Mudra

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj entlässt die Vize-Chefin des Präsidialamtes, Iryna Mudra. Das auf der Website des Präsidenten veröffentlichte Dekret nennt keinen Grund für den Schritt. Kurz zuvor hatten die Antikorruptionsbehörden des Landes mitgeteilt, dass sie Ermittlungen wegen des Verdachts der Geldwäsche gegen eine Gruppe führen, der auch ein stellvertretender Leiter des Präsidialamtes angehört.

Nord-Stream-Anschläge: Verdächtiger in Kroatien festgenommen

Im Fall der Anschläge auf die Nord-Stream-Erdgaspipelines ist ein zweiter Verdächtiger festgenommen worden. Der ukrainische Staatsbürger Vladimir Z. sei am Mittwoch in der kroatischen Stadt Pula gefasst worden, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Ihm werden gemeinschaftliches Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, verfassungsfeindliche Sabotage sowie die Zerstörung von Bauwerken vorgeworfen. Der Beschuldigte solle nach seiner Überstellung aus Kroatien dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt kündigte eine konsequente Strafverfolgung und weitere Schritte an. „Das war sicherlich nicht die letzte Maßnahme, die wir gerade gesehen haben“, sagte der Minister am Mittwoch. Es handle sich um eine von mehreren Operationen, die zurzeit verfolgt würden. Die Ermittlungen liefen im europäischen Verbund weiter. „Alle diejenigen, die damit in Verbindung stehen, die wir identifizieren, die wollen wir auch zur Rechenschaft ziehen“, erklärte Dobrindt. Es sei die Erwartung an einen Rechtsstaat, bei Anschlägen dieser Art die Urheber zur Rechenschaft zu ziehen.

Bei dem Festgenommenen handelt es sich den Ermittlern zufolge um einen ausgebildeten Taucher. Er soll zu einer Gruppe um den Ukrainer Serhii K. gehört haben, die im September 2022 nahe der dänischen Insel Bornholm Sprengsätze an den Gasleitungen „Nord Stream 1“ und „Nord Stream 2“ platzierten. Gegen Serhii K. wurde bereits Anklage erhoben. Die Sprengsätze detonierten am 26. September 2022 und verursachten schwere Schäden an beiden Pipelines.

Russland und Ukraine tauschen jeweils 103 Kriegsgefangene aus

Russland und die Ukraine haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau erneut Kriegsgefangene ausgetauscht. Aus ukrainischer Gefangenschaft seien 103 russische Soldaten zurückgekehrt, teilte das Ministerium in Moskau mit. Russland habe im Gegenzug 103 ukrainischen Soldaten übergeben. Eine Bestätigung von ukrainischer Seite gab es zunächst nicht. Die Kriegsparteien haben bereits mehrfach Gefangene und die Leichen von Gefallenen ausgetauscht.

Die freigelassenen Russen seien derzeit im benachbarten Belarus, wo schon früher die medizinische und psychologische Erstversorgung ausgetauschter Soldaten erfolgte. Bei der humanitären Aktion seien die Vereinigten Arabischen Emirate erneut als Vermittler aufgetreten, gab das Ministerium in Moskau bekannt.

Korruptionsermittlungen in Ukraine vor Votum zu Verteidigungsminister

In der Ukraine haben die Antikorruptionsbehörden am Mittwoch eine Großrazzia gegen Abgeordnete sowie Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj gestartet. Dies geschah wenige Stunden vor einer entscheidenden Abstimmung im Parlament über den neuen Verteidigungsminister. Mit dem Votum will Selenskyj einen Umbau seines Sicherheitskabinetts abschließen. Die Antikorruptionsbehörde Nabu und die spezialisierte Staatsanwaltschaft Sapo nannten zunächst keine Details zu den Ermittlungen. Die Razzien erhöhen jedoch den politischen Druck auf Selenskyj.

Russische Drohnen greifen Bus an: Vier Menschen tot

In der südukrainischen Stadt Cherson ist nach Angaben der dortigen Behörden ein Bus zum Ziel eines russischen Drohnenangriffs geworden. Dabei wurden am Morgen vier Menschen getötet, wie Regionalgouverneur Olexandr Prokudin auf Telegram mitteilt. Vier weitere Personen seien verletzt ins Krankenhaus gebracht worden. Prokudin veröffentlicht zudem verschwommene Fotos, die einen gelben Bus mit blutverschmierten Stufen und zerbrochenen Fenstern zeigen.

Ukrainischer Ex-Minister Fedorow ruft zu Wahlen im Krieg auf

Der kürzlich entlassene ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow fordert in einer aufsehenerregenden Ansprache Wahlen während des Krieges. Die Nation befinde sich in einer Regierungskrise und die Korruption in Kriegszeiten müsse enden, sagt der 35-Jährige in einer auf YouTube veröffentlichten Videoansprache. 

Es ist die erste derartige Forderung einer bedeutenden ukrainischen politischen Persönlichkeit seit Beginn des russischen Angriffskrieges. Das Gesetz in der Ukraine verbietet die Abhaltung von Wahlen während des Krieges. Fedorow war im Juli entlassen worden und hatte es danach abgelehnt, als Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj weiterzuarbeiten.

Selenskyj empfängt neuen deutschen Botschafter in Kiew

Der neue deutsche Botschafter in der Ukraine, Boris Ruge, hat nach seinem Dienstantritt Präsident Wolodymyr Selenskyj sein Beglaubigungsschreiben überreicht. „Wir sind sehr stolz darauf, so starke Freunde zu haben“, sagte der Staatschef gemäß einer Mitteilung. Selenskyj dankte dabei Deutschland für die gewährte Hilfe. 

„Ihre Unterstützung ist die größte in Europa. Wir wissen das und erinnern uns daran“, sagte das Staatsoberhaupt. Bei dem Empfang in der historischen Sophienkathedrale in der ukrainischen Hauptstadt Kiew sei auch der Ausbau der gemeinsamen Rüstungsproduktion besprochen worden.

Lawrow: Könnten Großbritannien als Kriegspartei in der Ukraine betrachten

Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagt der Agentur Interfax zufolge, Russland habe das Recht, die direkte Beteiligung Großbritanniens an Angriffen auf russisches Territorium als Beteiligung am Krieg in der Ukraine zu betrachten. Seine Äußerungen folgten auf einen Bericht der britischen Zeitung „The Times“ vom Samstag, wonach erstmals in Großbritannien hergestellte Drohnen für Fernangriffe gegen Russland eingesetzt worden sein sollen. 

Die Ukraine wird ebenso wie auch Russland von anderen Ländern in dem Krieg unterstützt. Erst am Montag hatte Lawrow von Soldaten aus Nordkorea gesprochen, die Russland unterstützten.

Russische Firmen spenden offenbar Milliarden für Krieg

Angesichts immer höherer Kosten für den Angriffskrieg gegen die Ukraine sind russische Geldgeber laut einem Medienbericht einem Spendenaufruf gefolgt und haben Milliarden in die Staatskasse gepumpt. Bis Mitte August seien 383,69 Milliarden Rubel (rund 3,9 Milliarden Euro) an freiwilligen Abgaben in den Haushalt geflossen, berichtete die russische Wirtschaftszeitung „Wedomosti“. Das sei anderthalbmal so viel wie für das gesamte Jahr 2025. Die Summe übertraf demnach alle Erwartungen.

Der Großteil der Mittel sei geflossen, nachdem es im März einen Aufruf gegeben hatte an die Unternehmer, meldete die Zeitung unter Berufung auf das Finanzministerium. Für solche Überweisungen kämen nicht nur große Konzerne infrage, sondern auch Einzelpersonen, Unternehmens- oder Familienstiftungen, erklärte der Chef des russischen Industriellen- und Unternehmerverbandes, Alexander Schochin, der Zeitung. Jeder Großspender entscheide selbst über die freiwillige Abgabe mit Blick auf die eigene finanzielle Situation.

Wofür das Geld genau ausgegeben wird, ist nicht klar. Allerdings klafft im russischen Haushalt ein hohes Defizit wegen der immer höheren Ausgaben für Putins seit viereinhalb Jahren tobenden Angriffskrieg gegen die Ukraine. Laut „Wedomosti“ könnte die Regierung im Herbst noch eine Übergewinnsteuer für den Finanzsektor einführen, um noch mehr Geld einzunehmen. Zur Finanzierung des Krieges hatte Putin schon die Einkommens- und auch die Mehrwertsteuer erhöhen lassen.

HB Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige

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