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Großer Sport bei der Tour de France Femmes: Die Frauen fahren endlich nicht mehr ganz so weit hinterher

Дата публикации: 09-08-2026 16:59:45

Auch die fünfte Auflage der neuen Tour de France Femmes zeigt, wie spannend der Frauen-Radsport ist. Noch aber ist die Lücke zu den Männern gewaltig.

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Demi Vollering hat die Tour de France Femmes gewonnen – zum zweiten Mal nach 2023. Ein dritter Sieg blieb der Niederländerin nur hauchzart verwehrt, 2024 fehlten ihr vier Sekunden zu Platz eins auf Katarzyna Niewiadoma-Phinney.

In diesem Jahr feierte Vollering ihre ganz persönliche Revanche, im Duell mit ihrer polnischen Rivalin setzte sie sich am Sonntag im dramatischen Finale in Nizza eindrucksvoll durch und fuhr zu ihrem dritten Etappensieg bei dieser Tour. Am Ende hatte sie aus acht Sekunden Vorsprung in der Gesamtwertung über eine Minute gemacht.

Seit ihrem Neustart 2022 hat sich die Tour de France Femmes zu einem echten Spektakel entwickelt. Die Etappen sind oft turbulent, die Entscheidung über den Gesamtsieg regelmäßig eine Frage von Sekunden und sie fällt oft tatsächlich erst auf der Schlussetappe.

Dazu kommen die legendären Zielankünfte, wie man sie von der Frankreich-Rundfahrt der Männer kennt. In diesem Jahr durften die Frauen erstmals den Mont Ventoux in Angriff nehmen. Auf dem Anstieg wurden sie von tausenden Fans gefeiert.

Dazu mischen bei den Radsportlerinnen Deutsche vorne mit, auch wenn es 2026 nicht für einen Etappensieg gereicht hat. Aber das Weiße Trikot der besten Nachwuchsfahrerin und Gesamtrang vier für Antonia Niedermaier sind aller Ehren wert.

Niedermaier wurde jüngst beim Giro d’Italia schon Zweite, ihre Landsfrau Franziska Koch hatte im Frühjahr sensationell den Klassiker Paris – Roubaix für sich entschieden. Es tut sich eine Menge, die Zeiten, als Etappen bei Frauenrennen noch an einer Bushaltestelle ohne Zuschauer endeten, scheinen endgültig vorbei.

250.000

Euro an Preisgeldern wurden bei der Tour de France Femmes 2026 ausgeschüttet – etwa ein Zehntel dessen, was die Männer bekommen haben.

Und doch bleibt noch viel zu tun. Was nach Jahren des Stillstands kein Wunder ist. Allein der Blick auf den Preisgeldvergleich zu den Männern lässt aufhorchen: Tadej Pogacar allein verdiente in diesem Jahr mehr als 600.000 Euro bei der Tour de France – das ist doppelt so viel wie die Prämien für das gesamte (allerdings auch deutlich kürzere) Frauenrennen.

Immerhin beziehen die Fahrerinnen der UCI Women‘s World Teams inzwischen ein Mindestjahresgehalt von 38.000 Euro. Davon lässt sich der Sport mittlerweile ohne Existenzängste ausüben. Auch haben sich die Strukturen insgesamt deutlich verbessert, es gibt einen umfassenden Rennkalender und eine verbesserte Sponsorensituation.

A bystander raises a placard reading "Thank you, ladies, for this Tour" with the Mont Ventoux in the background during the 7th (out of 9) stage of the fifth edition of the Women's Tour de France cycling race, 146.8 km from Voulte-sur-Rhone to The Mont Ventoux, at The Mont Ventoux, southeastern France on August 7, 2026. (Photo by NICOLAS TUCAT / AFP)

Ein Dank an die Damen bei dieser Tour. Und im Hintergrund wartet der Gipfel des Mont Ventoux.

© AFP/NICOLAS TUCAT

Wobei auch das wieder vor allem für die großen Radsportnationen Frankreich, Niederlande, Belgien sowie Italien und mit Abstrichen Spanien gilt. Der Frauen-Radsport in Deutschland hinkt hier trotz großer Talente deutlich hinterher. Von den 26 Rennen der World Tour in diesem Jahr findet kein einziges hierzulande statt.

Immerhin haben zwei der 14 Profiteams bei den Frauen eine deutsche Lizenz, Möglichkeiten und Bereitschaft sind also grundsätzlich vorhanden. Darauf gilt es nun aufzubauen. Vielleicht auch einmal mit einem Startort der Tour in Deutschland?

Was bei den Männern bis hinauf ins Bundeskanzleramt Unterstützung erfährt, wäre für die Frauen genauso wünschenswert. Denn der gezeigte Sport ist es wert – das hat die Tour de France Femmes auch in diesem Jahr wieder gezeigt.

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Классификация: Спорт. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 8.09. Источник: www.tagesspiegel.de.