Ein Landwirt aus den Niederlanden hat auf einen neuen Traktor verzichtet und stattdessen ein Pferd erworben. Er lobt die Nachhaltigkeit, klagt aber über einen Nachteil.
Ein Landwirt aus den Niederlanden hat auf einen neuen Traktor verzichtet und stattdessen ein Pferd erworben. Er lobt die Nachhaltigkeit, klagt aber über einen Nachteil.
Während andere Landwirte auf Traktoren setzen, hat sich Bauer John Arink aus Lievelde im niederländischen Achterhoek ein Pferd gekauft – nicht aus romantischen Gründen, sondern als Arbeitskraft für seine ökologische Landwirtschaft. Das Tier soll künftig pflügen, Heu wenden und andere landwirtschaftliche Arbeiten ausführen.
Moderne, fossil betriebene Maschinen hätten die Landwirtschaft nicht unbedingt nachhaltiger gemacht, kritisierte er gegenüber der niederländischen Zeitung „De Gelderlander“. Unter Einbeziehung des Energieaufwands für die Gewinnung der Rohstoffe verbrauche die Landwirtschaft teilweise mehr Energie, als sie in Form von Nahrung produziere. Und zudem sei „die Verbindung, die die Landwirte zu ihrem Land haben, durch Mechanisierung und Automatisierung weitgehend verschwunden.“
Das Thema Energie beschäftige ihn schon seit einiger Zeit. So weide er auf seinem Hof die Kühe maximal, denn jeder Bissen, den die Kuh fresse, müsse nicht gemäht werden. Und jetzt ist da das Pferd. Ein Werkzeug, das keine fossile Energie kostet. „Ein Pferd ist ein vollständig regeneratives Produkt. Du musst mit einem Pferd nicht tanken. Ein Pferd zeugt sein eigenes Pferd. Ich sehe noch keinen Traktor, der das macht“, so der Landwirt gegenüber „De Gelderlander“. Einen Nachteil allerdings gebe es: Die Arbeit sei hart. Als er einen Tag lang mit einem Pferd gearbeitet habe, habe er seinen Rücken gespürt.
Und ganz auf einen Traktor verzichten kann er auch nicht. Hinten im Hof in der Scheune steht noch einer. „Wenn wir unsere gesamte fossile Traktion ersetzen wollen, werden wir zehn Pferde brauchen.“
Ein neuer Traktor geht ins Geld, es gibt mittlerweile Modelle, die so viel kosten, wie ein Luxusauto. Diese drei gehören zu den teuersten:
Für den 93-jährigen rumänische Landwirt Neculai Comăneciu sind die modernen Traktoren keine Option: Er arbeitet immer noch mit seinem Uralt-Traktor auf dem Feld. „Er wollte immer alles alleine machen. Er reparierte seine Maschinen, modifizierte die Geräte und fand Lösungen für technische Probleme“, erzählt seine Enkeltochter Gabriela Comăneci der rumänischen Zeitung „Revista Ferma“.