Irans wichtigste U-Boote sind offenbar zerstört. Damit verliert das Land wohl seine gefährlichste Waffe für Einsätze rund um die Straße von Hormus.
Irans wichtigste U-Boote sind offenbar zerstört. Damit verliert das Land wohl seine gefährlichste Waffe für Einsätze rund um die Straße von Hormus.
Irans U-Boote der Kilo-Klasse sind offenbar weitgehend zerstört. Mindestens eines der Boote sank im März nach US-Angriffen sichtbar in Bandar Abbas. Bei den anderen beiden gibt es widersprüchliche Angaben.
Wie „19FortyFive“ berichtet, war die Flotte schon vor Kriegsbeginn in schlechtem Zustand. Laut dem Fachmagazin waren die Kilo-U-Boote Irans einzige echte Fähigkeit für längere konventionelle Einsätze unter Wasser.
Laut dem Fachportal „National Security Journal“ war die Kilo-Klasse zwar eines der erfolgreichsten sowjetischen Exportmodelle zur See. Dort heißt es aber auch, der Ruf völliger Unsichtbarkeit sei übertrieben. Im Gegensatz zu modernen westlichen U-Booten sei die Klasse mittlerweile mangelhaft. „19FortyFive“ berichtet von langen Reparaturzeiten, fehlenden Teilen und begrenzten Kapazitäten.
Schon 2021 zeigten Satellitenbilder alle drei Boote außerhalb des Wassers, eines davon seit 2019 im Trockendock. Kurz vor Kriegsbeginn befanden sich demnach zwei Kilo-U-Boote in Reparatur, ein drittes war nicht aktiv. Laut „The War Zone“ zeigten Satellitenbilder dann eines der drei Boote am 2. März noch weitgehend intakt. Am 4. März lag es bereits gesunken an seinem Liegeplatz.
Später hieß es aus Washington, Iran habe überhaupt keine U-Boote mehr. Ob damit auch die beiden anderen Kilo-Boote tatsächlich zerstört wurden, ist öffentlich bislang nicht eindeutig belegt.
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Die Kilo-Klasse wurde für den Einsatz in küstennahen und engeren Seegebieten geschaffen. Die U-Boote fahren mit Diesel und Strom und können für begrenzte Zeit besonders leise unter Wasser operieren. Das brachte ihnen den Ruf ein, nur schwer aufzuspüren zu sein. In Fachkreisen bekamen sie deshalb den Beinamen „Schwarzes Loch“.
Iran kaufte seine drei Kilo-U-Boote in den 1990er Jahren aus Russland. Das Land wollte nach dem Krieg mit dem Irak seine geschwächte Marine modernisieren. Die Boote lagen vor allem in Bandar Abbas in der Nähe der Straße von Hormus.
Damit hatte Iran erstmals ein Unterwasserwaffensystem, das nicht nur der Küstenverteidigung diente. Schon die Möglichkeit, dass sich eines dieser Boote unbemerkt nahe der Straße von Hormus bewegen könnte, zwang Gegner zu aufwendiger Jagd mit Flugzeugen, Hubschraubern, Sonarschiffen und eigenen U-Booten.
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