Auf dem Papier steht das neuere Samsung Galaxy A17 5G schon als Sieger fest. Aber so leicht gibt sich das Galaxy A16 5G nicht geschlagen. Der Vergleich zeigt, welches günstige Samsung-Handy die bessere Wahl ist.
Galaxy A16 5G oder A17 5G: Was ist der bessere Kauf unter 200 Euro?
Foto: Samsung / Michael Huch
Auf dem Papier steht das neuere Samsung Galaxy A17 5G schon als Sieger fest. Aber so leicht gibt sich das Galaxy A16 5G nicht geschlagen. Der Vergleich zeigt, welches günstige Samsung-Handy die bessere Wahl ist.
Das
Samsung Galaxy A17 5Gklingt zunächst nach dem logischen Fortschritt gegenüber dem
Samsung Galaxy A16 5G. Doch der direkte Vergleich zeigt ein anderes Bild. Zunächst bietet Samsung bei beiden günstigen Modellen ein OLED-Panel, gute Haupt- und Selfiekameras sowie ein in der Preisklasse vorbildliches Update-Versprechen. Aber es gibt auch Mankos bei Performance und Akkulaufzeit. Dass am Ende das ältere Galaxy A16 5G ganz leicht die Nase vorn hat, macht dieses Duell besonders interessant.
Samsung und der Handel sind bei den Modellbezeichnungen nicht immer konsequent. A16, A16 LTE, A16 4G, A16 5G, A17, A17 4G, A17 5G ... mal fehlt der Zusatz 5G, mal steht 4G dran, mal steht gar nichts dran. Da die 4G-Variante allerdings auch nicht so viel günstiger ist, empfehlen wir unbedingt das Modell mit dem schnelleren Übertragungsstandard 5G, der heutzutage auch schon in preiswerten
Prepaid-Tarifengenutzt wird. Selbst wenn Sie jetzt nur 4G nutzen, sind Sie mit 5G besser für die Zukunft gerüstet. Der Vergleich bezieht sich darum jeweils auf die 5G-Varianten.
Zwar können Sie mit den günstigen Galaxys fast alles machen, aber wer schnellere Geräte gewohnt ist, dem fällt auf, dass sich Apps oder die Galerie merklich langsamer öffnen und dass es ab und an zu Gedenksekunden nach Eingaben kommt. Selbst für einen Neustart brauchen Sie Geduld. Für das Arbeitstempo werden unter anderem Benchmarks verglichen. Hier waren die Ergebnisse vergleichbar. Der Grund ist einleuchtend: Samsung verbaut im A16 und im A17 den hauseigenen Einstiegs-Prozessor Exynos 1330. Einfache Spielchen, wo man Kärtchen umdreht oder Edelsteine sortiert, laufen zwar, aber anspruchsvolle Games machen aufgrund extremer Ruckler keinen Spaß. Verglichen mit anderen Geräten der Einstiegsklasse ist das Tempo aber angemessen. So ist das A17 flotter als ein
Redmi Note 14 5Goder ein
Motorola G56. Wenn Sie bei Samsung eine Etage höher zugreifen, sind praktisch alle Galaxys, ob A27, A37 oder gar A57, merklich schneller.

Samsung Galaxy A16 und Galaxy A17 bieten eine Diagonale von 6,7 Zoll.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
In beiden Galaxys kommt ein 6,7 Zoll (16,91 cm) großer OLED mit einer Auflösung von 2340x1080 Pixeln (FHD+) zum Einsatz. Während die Darstellung in Gebäuden hinreichend scharf und kontrastreich ist, geht den Günstig-Galaxys im Freien die Helligkeitspuste aus. Das Labor ermittelte für beide eine maximale Helligkeit von knapp über 1.000 Candela pro Quadratmeter (cd/m²). Heute bekommt man schon das Doppelte – und teurere Modelle knacken sogar locker 3.000 cd/m². Schon an einem bewölkten Tag wünscht man sich von den Einstiegs-Galaxys mehr Strahlkraft. HDR-Inhalte werden nicht unterstützt. Die Bildwechselfrequenz beträgt maximal 90 Hertz. Die teureren Geschwister schaffen zwar bis zu 120 Hertz, aber das sollte man nicht überbewerten. 60 Hertz war lange der Standard und wird von Apple noch im iPhone 16 genutzt. Bei aller Kritik können sich Käufer über ein großes, kontrastreiches OLED-Display freuen, das ein wesentlich knackigeres Bild liefert als etwa der LCD im Motorola G56. In der Preisklasse ist der Bildschirm eine echte Stärke.
Galaxy A16 und Galaxy A17 treten mit einer Kapazität von 5.000 Milliamperestunden an. Im Labor kam das A17 bei intensiver Dauernutzung nur auf eine Laufzeit von 9:15 Stunden. Das ist nicht nur im Vergleich zum A16 mager, das immerhin 9:40 Stunden durchhielt. Zum Vergleich: Motorolas Moto G56 hielt bei gleicher Nutzung 14:18 Stunden durch. DAS wäre ein starker Wert gewesen. Beim Laden sind sich beide einig: Im Test waren nach 15 Minuten 26 Prozent geladen. Die komplette Ladung dauerte bei beiden gut 1,5 Stunden.

Samsung Galaxy A16 (links) und Galaxy A17 kleiden sich in Kunststoff.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Galaxy A16 und A17 sind mit der gleichen Foto-Hardware bestückt. Standardmäßig verrechnet die Hauptkamera 4 Pixel zu einem, sodass ein Foto mit 12,5 Megapixeln (MP) statt 50 MP entsteht.
Eine Tele-Kamera fehlt, dafür gibt es eine gering auflösende Makrolinse. Maximal ermöglicht die Hauptkamera eine 10-fache Vergrößerung – das sollten Sie sich aber besser verkneifen. Die Qualität ist mager.

Ein 2-facher Zoom in der Standardauflösung ist ohne digitale Interpolation möglich. Maximal können A16 und A17 10-fach vergrößern.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Doch ohne Zoom und bei Tageslicht überzeugte die Fotoqualität durchaus. Das A17 stellte sich bei schlechter Beleuchtung merklich besser an und entscheidet das Kamerakapitel darum für sich. Die Frontkamera löst mit 13 Megapixeln auf und erledigt ihren Job in beiden Galaxys sowohl bei Tageslicht als auch bei schlechter Beleuchtung gut. Videos sind maximal in FHD-Auflösung mit 30 Bildern pro Sekunde möglich. Allerdings sollte man nicht auf die Idee kommen, sich mit dem Handy in der Hand zu bewegen. Es gibt keine wirkungsvolle Bildstabilisierung.
Während
Motorola bei seinen neuen Einstiegs-Smartphones gar keine Updates verspricht, gibt Samsung auch in der Einstiegsklasse Sicherheit: Schon für das Galaxy A16 sind sechs Jahre nach Erscheinen noch Updates vorgesehen. Das bedeutet: Auch 2030 wird es noch Aktualisierungen geben. Für das neuere Galaxy A17 gilt das Gleiche, aber der Supportzeitraum reicht mindestens bis 2031. Ob das Arbeitstempo der beiden dann noch glücklich macht, steht auf einem anderen Blatt, doch zumindest für Basisdienste werden Galaxy A16 und Galaxy A17 noch nutzbar sein und Sicherheitsupdates bekommen.
Samsung
179,00 EUR
Dem Samsung Galaxy A16 5G gelingt ein besonderer Coup: Es ist nicht nur schneller und besser als sein Vorgänger Galaxy A15, sondern es kann sich auch gegen seinem Nachfolger Galaxy A17 behaupten. Das A16 punktet mit besserem Bedientempo und etwas besserer Akkulaufzeit. In der Preisklasse sind der kontraststarke OLED und die gute Update-Perspektive hervorzuheben. Bei Tageslicht gelingen Standardfotos richtig gut. Achtung: Dieses Testurteil gilt für die 5G-Variante mit der Modellbezeichnung "Samsung SM-A166B". Der LTE-Variante SM-A165F fehlt nicht nur die aktuelle Mobilfunktechnik, auch der Prozessor ist langsamer. Allerdings ist auch das 5G-Modell nicht gerade eine Rakete.
Bestseller
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Samsung
149,00 EUR
Obwohl sich das A16 5G in der Bestenliste (hauchdünn) vordrängelt ist das Samsung Galaxy A17 5G um 200 Euro ein guter Kandidat. Es bietet ein großes und kontrastreiches Display, was vor ein paar Jahren zu dem Preis kaum vorstellbar war. Das Tempo ist einerseits die Achillesferse, sofern Sie flottere Smartphones gewohnt sind, andererseits muss sich der alte Exynos-Prozessor nicht hinter den ähnlich teuren Konkurrenten von Motorola, Poco und Redmi verstecken. Hier wie dort werden Zocker nicht glücklich und sollten mehr investieren. Die Ausdauer ist enttäuschend, dafür punkten die Haupt- und Selfiekamera mit erfreulich guten Fotos. Das schlichte Design ist zeitlos. Das langfristige Support-Versprechen ist in dieser Klasse eine positive Ausnahme.

Unter Laborbedingungen und mit zertifizierten, vergleichbaren Prüfmethoden blicken wir im Smartphone-Test besonders auf Kamera, Akku- und Ladeleistung, Arbeits- und Bedientempo, Ausstattung und den Bildschirm. Geht es etwa um die Kamera, schauen wir uns mehr als 1.000 Messwerte zu Auflösung, Bildschärfe und Farbtreue an. Ein Roboterarm beschäftigt das Testgerät über Stunden hinweg automatisch, um die Akkulaufzeit genau zu messen. Aufwendige 3D-Anwendungen bringen den Prozessor an die Grenzen, und ein Tauchgang in der Wasserröhre zeigt, wie wasserdicht das Gerät wirklich ist.
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