Die Galaxy Watch 7 ist inzwischen eine der günstigsten Samsung-Uhren. Ob die Uhr überzeugt, klärt der Test von COMPUTER BILD.
Die Galaxy Watch 7 ist inzwischen eine der günstigsten Samsung-Uhren. Ob die Uhr überzeugt, klärt der Test von COMPUTER BILD.
Auf den ersten Blick hat sich bei der Galaxy Watch 7 nicht viel getan im Vergleich zum Vorgänger. Das Display strahlt weiterhin hell und das bekannte Design ist bewährt. Der neue BioActive-Sensor bringt zwar neue Gesundheitswerte, die allerdings nicht für eine richtige Analyse taugen. Dafür erwies sich die Uhr im Test als genau bei der Herzfrequenzmessung und der Schlafanalyse. Auch im Sportbereich ist die Smartwatch weiterhin gut dabei. Bei den smarten Funktionen gibt es mit dem Doppeltipp und der ersten KI-Funktion interessanten Zuwachs. Schade, dass noch nicht alle KI-Features für alle gekoppelten Smartphones freigegeben sind – das schmälert den positiven Eindruck. Die Akkulaufzeit bleibt bei der Watch 7 auf einen Tag beschränkt.
Pro
Kontra
Die Samsung Galaxy Watch 7 ist seit Juli 2024 auf dem Markt und inzwischen ein Schnäppchen: Bei einigen Händlern gibt es die Smartwatch bereits ab 139 Euro. Doch lohnt sich der Kauf knapp zwei Jahre nach Erscheinen noch? COMPUTER BILD hat die Samsung Galaxy Watch 7 im Test auf die Probe gestellt – von Display und Akkulaufzeit über Gesundheitssensoren bis hin zu den neuen KI-Funktionen.
Wer die Galaxy Watch 6 und die Galaxy Watch 7 nebeneinanderhält, stellt auf den ersten Blick kaum Abweichungen fest. Lediglich das Display erscheint minimal größer. Auch im Hinblick auf die Größen gibt es keine Unterschiede zu den Vorgängern: 40 Millimeter und 44 Millimeter stehen zur Auswahl. Dazu gibt es wieder diverse Armbänder im
Shop. Neu bei ihnen ist die Integration eines kleinen Farbhighlights in Orange und Blau – das bot auch schon die
Galaxy Watch FE. Der mit der Galaxy Watch 6 eingeführte einfachere Wechselmechanismus der Armbänder ist hier ebenfalls an Bord. Damit entfällt das lästige Fummeln mit den Schiebereglern – sehr komfortabel. Bei den Farben ist gewissermaßen alles im grünen Bereich: Beide Größen der Galaxy Watch 7 gibt es in Grün – dazu kommen Versionen in Creme (40 Millimeter) und in Silber (44 Millimeter). Selbstverständlich soll die Smartwatch wasserdicht bis 5 ATM sein und auch über einen Staubschutz verfügen. Dem Test im COMPUTER BILD-Labor hielt sie im Hinblick auf das Wasser stand: Der Tauchgang stellte kein Problem dar. Allerdings zeigte sie an anderer Stelle Schwächen. Wieder einmal erwies sich das Material des Gehäuses als nicht besonders widerstandsfähig. Immerhin: Das Display ist besser vor Kratzern geschützt.

So sieht das komplette Line-up der Galaxy Watch 7 aus.
Foto: Samsung
Abseits des minimalen Wachstums hat das Display keine besonderen Neuheiten zu bieten. Der Bildschirm strahlt gewohnt hell und auch die Reaktionszeit ist wieder gut. Große Unterschiede bei Letzterer und in der Bediengeschwindigkeit sind vor allem im Alltag nicht feststellbar. Schließlich überzeugte Samsung auch in den Vorjahren bereits mit einer guten Reaktionszeit.
Seit einigen Jahren setzt der Hersteller bei den Smartwatches auf Googles Betriebssystem Wear OS. Damit gehen nicht nur Vorteile einher: iPhones sind dadurch von der Verbindung mit den Uhren ausgeschlossen. Gut hingegen: Es wartet ein großes App-Angebot – aus allen Bereichen ist was dabei. Auch die Einrichtung ist einfach: Zum Start ist die Galaxy-Wearable-App notwendig. Hier erfolgt die Einrichtung mit einer guten Führung. Wer eine alte Uhr hat, kann die Sicherung direkt auf die neue Uhr überspielen. Hierfür ist jedoch stets ein Samsung-Konto erforderlich – das ist aber bei einem Smartphone des Herstellers ohnehin vorhanden. Nach der erfolgreichen Einrichtung lassen sich die Einstellungen zu Uhren-Funktionen wahlweise direkt auf der Uhr vornehmen oder in der Galaxy-Wearable-App. Geht es um Fitnessdaten, ist die Samsung-Health-App die richtige Anwendung. Die Aufteilung in zwei Apps ist zwar etwas umständlich, aber im Alltag ist die Fitness-Applikation meist wichtiger. Zusätzlicher Bonus: Mit einem Samsung-Smartphone landet die Uhr direkt bei Samsung Find. Damit lässt sie sich im Falle eines Verlustes schnell und einfach orten. Obendrein klingelt das Gerät damit auf Wunschin in den eigenen vier Wänden.

In der Galaxy-Wearable-App lässt sich unter anderem das Watchface ändern.
Foto: COMPUTER BILD / Janina Carlsen
Frühere Uhren mussten vor einem Wechsel auf ein neues Smartphone erst zurückgesetzt werden. Wer dann die Sicherung vergisst, verliert im Zweifelsfall wichtige Daten. Inzwischen ist Samsung weiter: In der Galaxy-Wearable-App gibt es einen eigenen Menüpunkt für den Umzug. Dieser findet sich unter dem Punkt Allgemein in den Uhreneinstellungen der App. Wichtig beim Umzug ist, dass das Google-Konto auf dem alten Smartphone mit dem auf dem neuen Gerät übereinstimmt. Außerdem verwendet die Smartwatch nach der Übertragung auf das neue Telefon direkt das dort eingerichtete Samsung-Konto. Übrigens: Der Hersteller schreibt, dass eine Rückkehr auf das alte Smartphone nach dem Umzug nicht mehr möglich ist – hier hilft dann nur das Zurücksetzen. Vor dem Umzug ist in jedem Fall eine Uhrensicherung ratsam – falls doch etwas schiefgeht. In unserem Fall funktionierte der Transfer reibungslos. Alle Apps, die Anordnung und das Watchface zogen ohne Probleme um. Lediglich bei WhatsApp war eine erneute Kopplung mit der App nötig.
Die Galaxy Watch 6 hatte von Samsung einen neuen Chip erhalten. Mit dem Exynos W1000 erhält auch die Watch 7 wieder einen frischen Prozessor. Der wird im 3-Nanometer-Verfahren produziert und soll damit eine erneute Leistungssteigerung bieten. Wie erwartet, fällt diese Verbesserung jedoch – wie bereits erwähnt – nicht merklich aus. Anders sieht das beim internen Speicherplatz aus: Bislang stattete Samsung seine Smartwatches mit 16 Gigabyte (GB) Speicher aus. Doch die Samsung Galaxy Watch 7 bietet 32 GB. Dadurch erhöht sich selbstverständlich auch der frei verfügbare Speicherplatz – mehr Volumen für Song-Downloads und Apps auf der Uhr. Das ermöglicht eine noch bessere autarke Nutzung der Uhr – beispielsweise beim Sport. Der Arbeitsspeicher hingegen misst weiterhin 2 GB.

Die Samsung-Health-App ist einer der besten Kompagnons für die Galaxy Watch 7.
Foto: COMPUTER BILD / Alena Zielinski
Diverse Gesundheitsdaten erfasst bei der Galaxy Watch der BioActive-Sensor. Mit den neuen Watch-Modellen bekommt er ein Update: Ein
Video von Samsungzeigt, was sich getan hat. Nach eigenen Angaben hat der Hersteller die Fotodioden vergrößert, damit sie mehr Licht aufnehmen. Dazu gibt es mehr LEDs, die an neuen Plätzen platziert sind. Außerdem haben einige davon neue Farben: Blau, Violett, Gelb und Ultraviolett. Einer dieser neuen Sensoren ist offenbar für das Erfassen des AGEs-Index zuständig. AGEs steht für Glykationsendprodukte. Anscheinend ist der erste Schritt in Richtung nicht invasiver Messung des Blutzuckers getan. Bislang befindet sich diese Erfassung jedoch in einer Betaphase und ist nicht medizinisch nutzbar. Samsung zeigt sich überzeugt, dass es sich um eine deutliche Verbesserung handelt.

Bisher nur in einer Beta-Version verfügbar und nicht besonders aussagekräftig: die Analyse der AGEs.
Foto: COMPUTER BILD / Janina Carlsen
Ebenfalls ein Upgrade gibt es für das GPS der Galaxy Watch: In der 7er-Uhr ist jetzt ein Dualfrequenz-GPS-System eingebaut, das eine noch präzisere Standortbestimmung ermöglichen soll. Ein derartiges System hat Apple bereits bei der
Apple Watch Ultraverbaut. Die Ortung soll mittels mehr Frequenzen vor allem in Gegenden mit vielen Hochhäusern oder anderen Einschränkungen leichter werden.

Die Galaxy Watch 7 ermöglicht Schlaftracking in der Nacht.
Foto: Samsung
Der Fokus von Samsung auf die Gesundheitsfunktionen zeigt sich bei der Galaxy Watch 7 vor allem in Form von einem frischen Wert: Mit dem AGEs-Index sollen Nutzerinnen und Nutzer noch mehr Informationen zu ihrem Gesundheitszustand bekommen. Allerdings gibt es dabei bislang noch keine tiefgehende Analyse – lediglich eine Skala von grün über gelb zu rot zeigt den Wert an. Es bleibt abzuwarten, wie sich das entwickelt, wenn die Beta-Phase beendet ist. Allerdings gibt es auch jetzt bereits bei Samsung weitere Werte wie die Körperanalyse, die lediglich als grobe Orientierung nutzbar sind. Anders sieht das zum Glück bei der Herzfrequenz aus: Hier schafft es der Hersteller auch bei der Galaxy Watch 7, eine genaue Erfassung zu bieten. Selbst bei starker Bewegung der Arme stimmten im Test die Werte mit dem Referenzgerät überein. Auch im Hinblick auf die Schlafanalyse zeigt sich die Uhr im Test von ihrer besten Seite – die Erfassung der Schlafphasen registriert sogar kleine Wachphasen in der Nacht. Obendrauf verfügt Samsung Health über weitere Daten, die während der Nacht erfasst werden: Schnarchen, Atemfrequenz und Blutsauerstoff. Allerdings handelt es sich auch bei dem letzten Punkt wieder einmal nur um eine Schätzung.

Die Kurzfassung der Schlafanalyse gibt es auf der Uhr – mehr Infos bietet die Samsung-Health-App.
Foto: COMPUTER BILD / Janina Carlsen
Zudem ermöglicht Samsung endlich einen Energiewert. Dieser setzt sich aus den Schlafdaten und der Bewegung über den Tag zusammen. Positiv wirken sich etwa eine regelmäßige Schlafenszeit und ein moderat intensives Training aus. Eine genaue Analyse des Energiewertes mit Erklärungen gibt es in der Samsung-Health-App – eine knappe Analyse finden Sie auch auf der Uhr. Wer die Schlafwerte verbessern möchte, nutzt das Schlafcoaching. Hierbei analysiert die App das Schlafverhalten und ordnet es einem Schlaftier zu. Im Anschluss folgt eine acht Wochen andauernde Coaching-Phase. Dabei gibt die App Tipps, wie sich der Schlaf verbessern lässt. Dazu zählen unter anderem die Zeiten für Nickerchen, Essen und Koffein. Das Coaching lässt sich zu einem späteren Zeitpunkt wiederholen.

Der Energiewert ist eine der neuen Kennziffern, die Samsung integriert hat.
Foto: COMPUTER BILD / Janina Carlsen
Exklusiv für User mit einem Samsung-Smartphone ist weiterhin die Nutzung des EKGs und der Blutdruckmessung vorgesehen. Hierfür ist mit dem "Samsung Health Monitor" eine weitere App nötig. Die Blutdruckmessung läuft nicht ohne eine Blutdruckmanschette. Menstruierende Personen können zudem weiterhin auf die Zykluserkennung zugreifen. Dort lässt sich in der Health-App nicht nur die letzte Periode eintragen. Wer die Uhr nachts trägt, soll nach Angaben von Samsung zudem eine genauere Analyse zum Zyklus erhalten. Denn die Temperatur steigt etwa rund um den Eisprung an – das wiederum erfasst der Sensor, der für die Messung der Hauttemperatur zuständig ist.
Auch der Sport darf bei der Galaxy Watch 7 nicht zu kurz kommen: Über 100 Sportmodi stehen inzwischen auf der Uhr bereit. Dazu finden sich einige Neuheiten für einzelne Sportarten. Beim Laufen und Radfahren im Freien gibt es jetzt einen sogenannten Race-Modus. Damit ist es möglich, gegen frühere Zeiten anzutreten und damit die eigene Leistungssteigerung festzustellen. Das ergänzt den ohnehin vorhandenen Lauf- und Tempocoach der Uhr. Die erfassten Daten umfassen nicht nur die Dauer und die Distanz, sondern zudem die Route per GPS und die Höhe mit dem Barometer. Die automatische Pausenerkennung stoppt, wenn die Unterbrechung zu lange dauert, und beendet automatisch erkannte Trainingseinheiten. Im Vergleich zu anderen Herstellern springt die Trainingserkennung schnell an und erfasst dadurch die Strecken besonders gut. Beim Schwimmen macht die Uhr ebenfalls eine gute Figur: Zum Start aktiviert sich ein Wassersperrmodus und die Smartwatch erfasst die wichtigsten Daten. Dazu gehören der Schwimmstil, die Schwimmzüge und SWOLF (Wert berechnet sich aus der Zeit plus der Anzahl an Zügen, die ein Schwimmer für eine Bahn benötigt). Wer das Training wieder beenden will, muss erst den Sperrmodus aufheben und die Hände abtrocknen, andernfalls ist die Bedienung sehr unkomfortabel. Auch im Fitnessstudio stehen viele Modi zur Verfügung. Die Uhr erfasst die Wiederholungen beispielsweise bei Kniebeugen.

Auch auf der Smartwatch lassen sich die wichtigsten Werte jederzeit abrufen.
Foto: COMPUTER BILD / Alena Zielinski
Wenn die Ideen für ein Training fehlen, gibt es unter dem Reiter "Fitness" in der Health-App zahlreiche Trainingspläne. Außerdem ist es möglich, sich mit Freunden zu messen: Unter dem Reiter "Community" ist die Verknüpfung möglich. Dann lässt sich beispielsweise eine Bestenliste erstellen. Aber auch international ist eine Herausforderung möglich – jeden Monat gibt es eine neue Schritt-Herausforderung, die gemeinsam bezwungen werden muss.
Samsung verpasst den Uhren mit One UI Watch stets einen etwas eigenen Look. So ist es auch bei der Galaxy Watch 7: Sie ist eine der ersten Uhren mit Watch OS 5 und dem neuen One UI Watch 6. Mit der frischen Version landet erstmals KI auf der Smartwatch. Galaxy AI unterstützt Nutzerinnen und Nutzer bei der Beantwortung von Nachrichten. Bislang gab es bei den Standardantworten nur eine schmale Auswahl, doch die Galaxy AI soll das ändern: Jetzt finden sich passende Vorschläge auf der Basis des Chatverlaufs. Allerdings ist diese Funktion nur mit mindestens One UI 6.1.1 verfügbar.
Was außerdem funktioniert: die Transkription von Sprachaufnahmen mit dem Diktiergerät auf der Uhr. Im Test war es möglich, einen zuvor eingesprochenen Text zuerst in Schriftform zu überführen und im Anschluss sogar mit der Galaxy AI auf dem Smartphone zusammenfassen zu lassen. Dabei fielen nur minimale Ungenauigkeiten bei der Transkription auf. Die Text-zu-Schrift-Funktion ist jedoch auf eine Laufzeit von maximal zehn Minuten pro Aufnahme beschränkt.
Doch auch abseits von KI hat die Samsung Galaxy Watch 7 allerhand smarte Funktionen zu bieten. Neu ist dabei der Doppeltipp – hier hat sich Samsung klar bei Konkurrent Apple inspirieren lassen. Durch das zweimalige Zusammendrücken von Daumen und Zeigefinger lassen sich ein Anruf annehmen und im Anschluss wieder auflegen, ein Alarm deaktivieren oder ein Foto mit dem Camera-Controller aufnehmen. Im Test funktionierte die Geste zuverlässig. Sie ist eine sinnvolle Ergänzung, wenn gerade einmal keine zweite Hand frei ist. Wichtig zu wissen: Der Doppeltipp ist ab Werk zunächst deaktiviert. Er lässt sich jedoch schnell in den Einstellungen auf der Uhr unter dem Punkt "Tasten und Gesten" aktivieren. Fast schon offensichtlich ist die Verfügbarkeit von Google Play mit einem stetig wachsenden Angebot unterschiedlichster Anwendungen für die Smartwatch. Dazu zählen selbstverständlich auch diverse Musik-Streaming-Dienste. Mit unserem Testgerät funktioniert das Bedienen sogar autark: Möglich macht das das LTE-Modul in der Uhr. Mit dem passenden eSIM-Tarif lässt sich die Uhr auch unabhängig von dem Telefon nutzen.

Mit dem Doppeltipp und anderen Gesten lässt sich die Uhr auch ohne eine zweite freie Hand (teilweise) steuern.
Foto: COMPUTER BILD / Janina Carlsen
Die Daten, die Nutzerinnen und Nutzer in den Fitness-Apps teilen, sind hochsensibel. Deswegen ist ein Schutz dieser Informationen umso wichtiger. So lässt COMPUTER BILD die Datenschutzbedingungen regelmäßig von einer unabhängigen Anwaltskanzlei prüfen. Diese Bewertung fließt in die Testnote ein. Samsung bekleckert sich in dieser Kategorie nicht mit Ruhm, denn die Anwälte machten einige verbraucherunfreundliche Bedingungen ausfindig. Sie kritisieren unter anderem eine intransparente Haftungsklausel und die Nutzung von Daten zu Werbezwecken. In diesem Punkt herrscht Nachholbedarf.
Der
Galaxy Watch 6hatte Samsung einen größeren Akku spendiert – die versprochene deutlich längere Akkulaufzeit ließ sich im COMPUTER BILD-Test nicht feststellen. Trotzdem kommt auch die Galaxy Watch 7 mit diesem Stromspender: Die kleinere Version hat wieder 300 und die größere Version 425 Milliamperestunden. Bei der Akkulaufzeit bleibt es wie bei den Vorgängern bei einem Tag – viel länger hält die Uhr nicht durch. Immerhin liegt das passende Ladekabel mit induktivem Ladefeld bei. Mit dem passenden Netzstecker lässt sich die Uhr schnell zwischenladen – etwa morgens beim Duschen.

Auf der Rückseite sitzt der BioActive-Sensor der Uhr.
Foto: COMPUTER BILD / Alena Zielinski
Im Sommer 2025 brachte Samsung mit der
Galaxy Watch 8eine Nachfolgerin auf den Markt. Der Preis der Galaxy Watch 7 ist deutlich gesunken. Wer sich jetzt eine neue Samsung-Uhr kaufen will, für den stellt sich die Frage, welche Uhr sinnvoller ist. Geht es rein nach der Testnote, hat die neuere Watch 8 natürlich die Nase vorn. Außerdem kommt sie in einem neuen Design. Nachteil: Das bringt zwar einen frischen Look, macht die Uhr aber mit alten Armbändern inkompatibel. Wer sein Armband von älteren Modellen gern weiterhin tragen möchte, sollte also zur Watch 7 greifen. Die Watch 8 bietet laut Hersteller ein noch helleres Display, aber der Unterschied fällt kaum auf. Auch beim Prozessor und beim Speicherplatz nehmen sich die Versionen nichts. Hinzu kommt: Mittlerweile hat die Galaxy Watch 7 das Update auf One UI Watch 8 und damit auch die frischen Funktionen erhalten. Dazu zählen der Laufcoach und die Messung der Gefäßbelastung. Ein Feature ist aber Watch-Ultra- und Watch-8-exklusiv: Der Antioxidantien-Index funktioniert nur mit den Sensoren der Ultra-Uhr und der neuen Watch 8. Mit dem Softwareupdate gehen nicht nur ein neues Design, sondern auch die Verfügbarkeit von Google Gemini als schlauem Sprachassistenten einher. Wer auf diese Features nicht unbedingt angewiesen ist, kann getrost noch zur Watch 7 greifen. Bei der Akkulaufzeit nehmen sich beide Modelle ohnehin nichts.
Samsung stellte die Galaxy Watch 7 am 10. Juli 2024 vor. Zum selben Zeitpunkt startete auch der Vorverkauf. Preislich tat sich nichts im Vergleich zum Vorgänger: Die Uhr startete in der Bluetooth-Version mit 40 Millimetern bei 319 Euro – die LTE-Variante kostete 369 Euro. Die größere Uhr ist etwas teurer: Für das Bluetooth-Modell verlangte Samsung 349 Euro und für die LTE-Ausführung 399 Euro. Im Juli 2026 ist der Preis deutlich gesunken: Los geht es bei einigen Händlern schon bei 139 Euro.
Samsung
139,00 EUR
Auf den ersten Blick hat sich bei der Galaxy Watch 7 nicht viel getan im Vergleich zum Vorgänger. Das Display strahlt weiterhin hell und das bekannte Design ist bewährt. Der neue BioActive-Sensor bringt zwar neue Gesundheitswerte, die allerdings nicht für eine richtige Analyse taugen. Dafür erwies sich die Uhr im Test als genau bei der Herzfrequenzmessung und der Schlafanalyse. Auch im Sportbereich ist die Smartwatch weiterhin gut dabei. Bei den smarten Funktionen gibt es mit dem Doppeltipp und der ersten KI-Funktion interessanten Zuwachs. Schade, dass noch nicht sämtliche KI-Features für alle gekoppelten Smartphones freigegeben sind – das schmälert den positiven Eindruck. Die Akkulaufzeit bleibt bei der Watch 7 auf einen Tag beschränkt. Wer hier mehr will, muss im Samsung-Kosmos zur Galaxy Watch Ultra greifen.
Mit der Galaxy Watch 7 und einem
Samsung-Smartphonelässt sich der Blutdruck messen. Nötig ist dann auf dem Smartphone die Samsung Health Monitor-App. Hier müssen Sie regelmäßig mit einem herkömmlichen
Blutdruckmessgerätdie Messung Kalibrieren.
Der größte Unterschied zwischen der Galaxy Watch 7 und ihrer Vorgängerversion Watch 6 ist der neue Prozessor, der für eine noch bessere Leistungsfähigkeit sorgt. Auch verfügt die Galaxy Watch 7 über KI-Funktionen und den Doppeltipp an Bord. Außerdem hat die Galaxy Watch 7 mehr Speicherplatz als die Galaxy Watch 6.
Nein, die Galaxy Watch 7 unterstützt keine Messung des Blutzuckers. Eine solche Technologie ist zwar in der Entwicklung, aber bislang nicht in den Samsung-Uhren verbaut.

Im Prüfverfahren von COMPUTER BILD zeigen Wearables und Smartwatches, was sie im Alltag leisten. Grundlage der Bewertung ist ein Notensystem, das alle relevanten Disziplinen einzeln bewertet und zu einer Gesamtnote bündelt. Die Wertung bestimmen unter anderem die Fitness- und Gesundheitsfunktionen, die unsere Experten in verschiedenen Sportarten überprüfen. Die Displayqualität wird in einer speziellen Lichtbox im Labor geprüft. Auch die Akkulaufzeit ist ein wichtiger Teil der Note. Zusatzpunkte gibt es für weitere Features wie Musik, Messenger und Apps.
Die Teilnahme an der Reise zum Event wurde von Samsung unterstützt. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit finden Sie unter www.axelspringer.de/unabhaengigkeit.
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