Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Unterhaltsvorschuss: Und die Schlupflöcher?

Дата публикации: 12-07-2026 14:45:00

Karin Prien will den Unterhaltsvorschuss reformieren. Das ist im Prinzip gut so – aber wichtige Stellschrauben lässt sie aus. mehr...

Основное содержимое страницы с новостью.

Unterhaltsvorschuss: Und die Schlupflöcher?

Tobias Schulze

Karin Prien will den Unterhaltsvorschuss reformieren. Das ist im Prinzip gut so – aber wichtige Stellschrauben lässt sie aus.

Ein Mann mit Bart und ein Baby Meistens sind es Väter, die sich der Unterhaltspflicht entziehen Foto: Sebastian Gollnow/dpa

D ie Bundesregierung bereitet das nächste Sparprogramm vor. Diesmal trifft es Trennungskinder und ihre Eltern: CDU-Familienministerin Karin Prien hat erste Details zur Reform des Unterhaltsvorschusses verkündet. Dabei geht es um Geld, das der Staat Alleinerziehenden (meist Frauen) vorstreckt, wenn der andere Elternteil (meist Männer) keinen Unterhalt zahlt. Theoretisch dürfen die Behörden die Beträge hinterher von Letzteren zurückholen, praktisch klappt das aber nicht mal in jedem fünften Fall. Knapp 3 Milliarden Euro fehlen dem Staat dadurch pro Jahr.

Das Problem anzugehen, ist richtig. Was Prien konkret ankündigt, ist aber unausgewogen: Sie dreht zwar an einer richtigen Stellschraube, aber auch an einer falschen – und zwei wichtige Faktoren erwähnt sie gar nicht erst.

Falsch ist, die Leistungen für die Alleinerziehenden und ihre Kinder einzuschränken. „Es darf nicht hingenommen werden, dass sie in Armut leben“, sagte 2017 die damalige Familienministerin Manuela Schwesig, als schon einmal eine schwarz-rote Koalition den Unterhaltsvorschuss reformierte. Damals wurde die Leistung ausgeweitet: Statt maximal 6 Jahre und nur bis zum 12. Geburtstag des Kindes gab es ihn fortan länger. Prien will das teilweise rückgängig machen, was frei nach ihrer Vorgängerin zehntausende Betroffene zurück in die Armut treiben wird.

Das Logo der taz: Weißer Schriftzung t a z und weiße Tatze auf rotem Grund.

="" div="">

Richtig ist dagegen, auch am anderen Ende anzusetzen. Zu Recht will Prien damit bei denen beginnen, die Unterhalt zahlen müssten, es aber nicht tun: Als Sanktion will Prien ihnen zum Beispiel den Führerschein wegnehmen.

Handlungsbedarf gäbe es aber auch bei denen, die zahlen könnten, es aber nicht müssen: Es gibt zu viele Schlupflöcher, mit denen Gut­ver­die­ne­r*in­nen ihre Unterhaltspflicht kleinrechnen können. Und zum kompletten Bild gehören schließlich noch die Fälle, in denen der Staat einspringen muss, weil der Unterhaltspflichtige wirklich nicht zahlen kann. Mieten runter, Mindestlohn hoch: Auch dadurch würde der Staat beim Unterhaltsvorschuss sparen.

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen

Tobias Schulze

Tobias Schulze Parlamentskorrespondent

Geboren 1988, arbeitet seit 2013 für die taz. Schreibt als Parlamentskorrespondent unter anderem über die Grünen sowie Sozial- und Arbeitspolitik. Leitete zuvor das Inlandsressort.

Mehr zum Thema

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Kürzung des Unterhaltsvorschusses: Als Nächstes spart die Bundesregierung bei Alleinerziehenden-5512-07-2026
2Elterngeld: Das will die Bundesregierung ändern – eine Analyse0707-07-2026
3Prekäre Arbeitsbedingungen an Unis: Jetzt verärgert Bär auch noch die For­sche­nden-5610-06-2026
4Weil Menschen keine Engel sind: Die Bürgergeldregeln zu ändern, war richtig0507-07-2026
5Bafög-Reform: „Bafög ist kein Almosen, sondern eine Investition“-5611-06-2026
6Gesundheitsreform: Wer zahlt für das Milliardenloch?0529-04-2026
7Warkens Gesundheits-Sparpaket: Welche Belastungen auf die Versicherten zukommen 0508-07-2026
8Ost-West-Gefälle: Die vererbte Mauer0512-07-2026
9Матвиенко попросила предусмотреть в бюджете рост детских выплат семьям с низкими доходами0005-10-2020
10Reform: Milliarden-Einsparungen bei Gesundheitsausgaben kommen0610-07-2026

Классификация: Мнения. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: -2. Информативность: 3. Источник: www.taz.de.