Ein Erholungsgebiet in Belgien wird von Besucherströmen regelrecht überrannt. Müll, illegales Parken und gefährliche Situationen sorgen für massive Probleme.
Ein Erholungsgebiet in Belgien wird von Besucherströmen regelrecht überrannt. Müll, illegales Parken und gefährliche Situationen sorgen für massive Probleme.
In der belgischen Stadt Lommel sorgt ein Badesee bei sommerlichen Temperaturen für großen Andrang. Tausende Menschen aus Großstädten wie Brüssel und Lüttich suchen in dem Schutzgebiet Abkühlung. Der Ort wird über soziale Netzwerke verbreitet, obwohl die Stadt selbst keine Werbung dafür macht, berichtet die belgische Regionalzeitung „Het Belang van Limburg” („HBvL”).
Die Folgen seien deutlich sichtbar: Autos parken unerlaubt in Wohnstraßen, am Waldrand und entlang von Zufahrten. Besucher ignorieren Verbote zum Schwimmen und verursachen teils gefährliche Situationen im Gelände. Laut „HBvL” führen auch Grillstellen im Waldgebiet immer wieder zu Einsätzen der Feuerwehr. Zudem hinterlassen die Touristen viel Müll rund um den See.
Die Stadtverwaltung sei durch das Ganze stark belastet. „Wir räumen täglich bis zu 700 Kilo Abfall weg und schreiben mehr als hundert Strafzettel pro Tag”, beschreibt Bob Nijs, Bürgermeister von Lommel. „Dafür setzen wir jeden Tag fünf bis zehn Personen ein.”
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Die örtliche Polizei warnt laut Nijs über digitale Anzeigen vor Kontrollen. Zudem weisen Schilder an mehreren Stellen darauf hin, dass bei Fehlverhalten Bußgelder von bis zu 350 Euro drohen können. Zusätzlich plane die Stadt Lommel eine Kampagne, um Besucher für den besonderen Schutzstatus des Gebiets zu sensibilisieren.
Massentourismus sorgt in vielen Regionen zunehmend für Ärger bei Einheimischen. In einigen Städten kommt es deshalb bereits zu Protesten gegen Touristen. Reisende können durch ihr eigenes Verhalten viel zur Entlastung beitragen, erklärt der „Reisereporter”.
Wichtig sind das Einhalten lokaler Regeln, respektvoller Umgang mit Einheimischen und das Vermeiden von Müll in der Natur. Auch kleine Gesten wie die Wahl weniger überlaufener Reiseziele helfen, Konflikte zu reduzieren.
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