Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

SERIE - Freddie Mercury kam nach Montreux, um zu arbeiten. Er blieb, um sich zurückzuziehen. Und er ging, um zu sterben

Дата публикации: 09-11-2025 04:30:00

Der Sänger von Queen hat immer wieder in Montreux gewohnt. Das lag zunächst an den Mountain Studios, in denen Queen die neuen Alben einspielte. Später wurde die Stadt am Lac Léman zum letzten Rückzugsort des erkrankten Rockstars.

Основное содержимое страницы с новостью.

Freddie Mercury kam nach Montreux, um zu arbeiten. Er blieb, um sich zurückzuziehen. Und er ging, um zu sterben

Der Sänger von Queen hat immer wieder in Montreux gewohnt. Das lag zunächst an den Mountain Studios, in denen Queen die neuen Alben einspielte. Später wurde die Stadt am Lac Léman zum letzten Rückzugsort des erkrankten Rockstars.

Freddie Mercury und das legendäre Duck House in Clarens.

Freddie Mercury und das legendäre Duck House in Clarens.

Illustration Anja Lemcke / NZZ

In Montreux führt eine kilometerlange Promenade dem Ufer des Genfersees entlang und läuft da und dort in gepflegte Parkanlagen aus. Zwischen Asphalt und Rasenflächen und ein paar buschigen Bäumen hat man auch Blumenbeete angelegt. Anfang November allerdings lassen die letzten gelben Gauklerblumen ihre Köpfe hängen. Bald werden sie das Zeitliche segnen.

Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen

NZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.

Bitte passen Sie die Einstellungen an.

Zum See hin ist die Promenade durch eine steile, von schweren Felsbrocken bedeckte Böschung abgegrenzt. Im Sommer, wenn hier während des renommierten Jazzfestivals Hochbetrieb herrscht, sieht man zuweilen verschwitzte Musikfans, die für ein Bad im See hinkend über die kantigen Steine balancieren; so schrecken sie die Möwen auf, die hier auf die Futterabfälle der Touristen lauern.

Jetzt sieht man keine Möwen, keinen Schwan und keine Ente; immerhin schwadern ein paar schwarze Blesshühner ratlos hin und her. Der See wirkt seltsam verwaist. Leichte Wellen schmatzen an den Flanken abgedeckter Boote, die schaukelnd in der Dünung dämmern. Der Blick gleitet an ihnen vorbei und über die bergig aufragenden Ufer des Lac Léman hinweg in Richtung Westen, wo die rote Sonne zwischen Wolkenbändern und glitzerndem Wasser glüht.

Eine pittoreske Szenerie: als hätte man ein expressionistisches Bild direkt in den Himmel hineingemalt. Es ist die Romantik der Seelandschaft, die auch am frühen Abend noch viele Touristen auf die Promenade lockt. Langsam spazieren sie voran und stehen jenen Arbeitern im Weg, die hier bereits einen Weihnachtsmarkt aufbauen. Zum Gedränge aber kommt es erst vor der Bronzeplastik Freddie Mercurys.

Eine Bronzestatue am See

Die Statue steht hier seit 1996 und erinnert daran, dass der britische Rockstar in Montreux immer wieder residierte. Mit seiner Band Queen hat er in den mittlerweile legendären Mountain Studios mehrere Alben produziert. Im Casino Montreux, wo das Studio untergebracht war, ist ein Museum eingerichtet worden mit einem alten Mischpult, einem Schlagzeug, einem Vox-Verstärker und anderen Devotionalien.

Das Museum ist eher ein Geheimtipp für die Queen-Fans, die ihrer Leidenschaft auf der Aussenwand durch gekritzelte Herzchen und Botschaften Ausdruck geben: «Love of my life», «We love you, Freddie», «Queen are immortal». Die Freddie-Mercury-Statue hingegen gehört unterdessen zu den Sehenswürdigkeiten der Seegemeinde und wird von Touristen für Selfies in Anspruch genommen.

Was sich indessen als fotografische Herausforderung erweist: Wer sich nämlich zu nahe ans Denkmal wagt, wird neben sich bloss noch Teile des Torsos oder allenfalls das Gesäss der drei Meter hohen Bronzefigur ins Bild kriegen. Macht man hingegen ein paar Schritte zum See hin, um die Distanz zu vergrössern, wirkt er auf dem Selfie irgendwie zu gering – gemessen am Schädel des Fotografen: Das zeigt immerhin, wie schwierig es ist, sich ins richtige Verhältnis zu setzen zum Star.

Besser, man lässt das Selfie sein und schenkt Aufmerksamkeit und Bewunderung der Statue, die den Rocker in einer triumphalen Pose verewigt hat. Die Beine sind gespreizt. In der linken Hand hält er den Mikrofonständer, die rechte Faust aber saust so schwungvoll in den Himmel, dass sich dabei das knappe Jackett öffnet. Der Sänger schaut so über den Lac Léman hinweg wie einst über die frenetischen Massen seiner Fans.

Die drei Meter hohe Freddie-Mercury-Statue am Genfersee.

Die drei Meter hohe Freddie-Mercury-Statue am Genfersee.

Imago

Freddie Mercury gehört zu den unvergesslichen Showtalenten der Rockgeschichte. Charisma und Bühnenpräsenz aber waren ihm nicht in die Wiege gelegt. 1946 wurde er in Sansibar in eine Familie von Parsen geboren – eine ethnische Minderheit, die aus Persien stammt und dem Zoroastrismus anhängt. Seine Eltern, die aus Indien nach Afrika gezogen waren, gaben ihrem Sohn den Namen Farrokh Bulsara.

Der scheue Junge besuchte später ein englischsprachiges Internat in Bombay, wo ihn die Mitschüler in Freddie umtauften. Er lernte bereits Klavier zu spielen, mehr als für die Musik begeisterte er sich aber für Tischtennis. 1963 kehrte er zurück nach Sansibar. Das folgende Jahr aber erwies sich als Schicksalsjahr für die Insel. Der Sultan wurde gestürzt; Sansibar ging im Herbst 1964 in der Vereinigten Republik Tansania auf. Unter dem Eindruck der politischen Unruhen floh die Familie Bulsara nach London.

Freddie Bulsara ging im Londoner Stadtteil Feltham zur Schule; er fühlte sich hier weniger wohl als in Bombay; die Sonne schien selten, und die Mitschüler machten sich lustig über seine dunkle Haut. Mit 19 Jahren trat er in eine Kunstschule ein, wo er eingeweiht wurde ins Swinging London und wo sein Weg in die Pop-Musik ihren Anfang nahm. Der junge Student schwärmte für Verdi-Opern und den Gesang der Soul-Diva Aretha Franklin. Er selber aber versuchte sich zunächst als Jimi-Hendrix-Imitator. Die Kollegen aber fanden die Kleidung so wenig treffend wie den Gestus.

Freddie fehlte offenbar noch die gewinnende Ausstrahlung. Immerhin aber hatte er die hochschiessenden Ambitionen eines «wannabe». Nach zufälligen Auftritten mit lokalen Rockbands gründete er 1970 zusammen mit dem Gitarristen Brian May und dem Schlagzeuger Roger Taylor die Band Queen, in der er nun den Nachnamen Bulsara durch Mercury ersetzte (der Bassist John Deacon stiess ein Jahr später dazu). Es dauerte aber ein paar Jahre, bis sich der unerfahrene Sänger mit Überbiss zum Rockstar gemausert hatte und der Rockband den Durchbruch ermöglichte.

Spätestens mit Alben wie «A Night at the Opera» und Hits wie «Bohemian Rhapsody» (1975) gehörte die Band zur Crème de la Crème der internationalen Rockszene. Und Mitte der achtziger Jahre erreichte sie den Höhepunkt ihrer Live-Karriere. Im Rahmen des Festivals Live Aid spielte die Band am 13. Juli 1985 im Wembley-Stadion vor 72 000 enthusiastischen Konzertbesuchern; gleichzeitig wurde das Spektakel weltweit von anderthalb Milliarden TV-Zuschauern verfolgt. Alle sahen sie, wie der muskulöse Sänger im weissen, ärmellosen Shirt majestätisch über die Bühne schritt, Löcher in den Himmel boxte, als hätte er dort oben eine Rechnung zu begleichen. Dann wiederum setzte er sich ans Piano und liess seine Hände wie Affenpfoten über die Tasten tanzen.

Freddie Mercurys Gesang variierte zwischen Rocker-Inbrunst und opernhaftem Pathos. Live Aid im Londoner Wembley Stadium, 1985.

Freddie Mercurys Gesang variierte zwischen Rocker-Inbrunst und opernhaftem Pathos. Live Aid im Londoner Wembley Stadium, 1985.

Imago

Das ausschweifende Leben

Wenn die Mitmusiker Songs wie «We Will Rock You», «We Are The Champions» oder «Bohemian Rhapsody» anklingen liessen, wurde die Bühne für Freddie Mercury zum Ort totaler Verausgabung. Er warf sich in alle möglichen Posen, er beschwor dramatische Szenen herauf mit seinem theatralen Gesang, der zwischen Rocker-Inbrunst und opernhaftem Pathos variierte. Aber Mercury war nicht bloss Schauspieler, er wirkte gleichsam wie die archetypische Verkörperung eines Rockstars. Das Konzert war nicht bloss Show, sondern auch ein triumphaler Kampf; nicht nur exaltierte Gestik, sondern gelebte Ekstase, die mit Anstrengung ebenso verbunden war wie mit jenen Adrenalinschüben, die ihn nicht schlafen liessen.

Freddie Mercury konnte sich kaum erholen nach den Auftritten, das wollte er auch nicht. «Ausschweifungen sind Teil meiner Natur, für mich ist Langeweile eine Krankheit», erklärte er in Interviews. So trug ihn sein rauschhaftes Dasein über die Konzerte hinweg auch in endlose Partys und ausufernde Sexorgien. Seine Londoner Villa hatte er für hedonistische Kulte mit grosszügigem Mobiliar und einem Himmelbett für sechs Personen eingerichtet. Partys feierte er überdies oft auch in Ibiza. Oder in München, wo sich der Erotomane, der seine Homosexualität bis kurz vor seinem Tod geheim hielt, an der sexuellen Libertinage erfreute.

Und in Montreux? Montreux war etwas anderes. Auch hier war Mercury zuweilen bereit für eine Eskapade. Bekannt ist etwa, dass er im edlen Palace-Hotel einmal am Kronleuchter herumturnte. Auch hatte er Geschmack am Weisswein aus der Gegend gefunden. Und wenn er sich mit seinem Freund Claude Nobs, dem Impresario des Jazzfestivals, in Restaurants verabredete, wurde viel Saint-Saphorin getrunken.

Aber Montreux markierte eine existenzielle Schwelle im Leben Freddie Mercurys. Die Ortschaft am Genfersee wurde für ihn zu einem Rückzugsort. Hier, wo einen die steilen Rebberge des Lavaux auf der einen und die Alpen auf der anderen Seite des Genfersees abschirmen vom Lärm und der steten Betriebsamkeit der Metropolen, hier gewärtigte der Rockstar allmählich sein Ende. Im Trubel der Partys hatte er sich Mitte der achtziger Jahre mit HIV angesteckt, irgendwann und irgendwo. 1987 wurde er mit der ärztlichen Diagnose konfrontiert. Bald litt er an ersten Aids-Symptomen. Und wenn er über den Genfersee blickte, sah er immer mehr dem Tod ins Auge.

Die britische Rockgruppe Queen 1986 im Montreux: Brian May, Roger Taylor, Freddie Mercury und John Deacon (v.l.n.r.).

Die britische Rockgruppe Queen 1986 im Montreux: Brian May, Roger Taylor, Freddie Mercury und John Deacon (v.l.n.r.).

Dave Hogan / Hulton Archive / Getty

Die Arbeit im Studio

Montreux war nicht Liebe auf den ersten Blick, weder für Freddie Mercury noch für die andern Musiker von Queen. Sie fanden das Provinzstädtchen zunächst bieder und langweilig. Es fehlten ihnen die Diskotheken und die Klubs. Nach Montreux gelockt hatten sie 1978 einzig die mit neuster Technologie ausgerüsteten Mountain Studios.

Später lernten sie ausserdem die Zusammenarbeit mit dem britischen Toningenieur David Richards zu schätzen, der hier auch Künstlern wie B. B. King, Duran Duran, Iggy Pop oder Led Zeppelin zu guten Tonaufnahmen verhalf. In den Mountain Studios hatten Queen zuerst einzelne Songs aufgenommen, die 1978 auf der Platte «Jazz» erschienen. Dass man die Mountain Studios 1979 dann gleich aufkaufte, hatte steuertechnische Gründe: Man konnte einen Teil der wachsenden Einnahmen so am britischen Fiskus vorbei in professionelles Equipment investieren.

Durch den Kauf aber war Montreux zum zentralen Produktionsort für künftige Alben geworden. Hier produzierten sie einen Grossteil der Songs der kommenden Alben. Für «Hot Space» hatte sich die Band 1982 nochmals neu erfunden und als Disco- oder Funk-Act präsentiert – mit «Under Pressure» zumal, einem Titel, den Mercury mit David Bowie produziert hatte. Bowie wohnte damals in der Nachbargemeinde Blonay und war mit Mercury befreundet.

Die Montreux-Jahre waren für Queen insgesamt ergiebig. Und doch machte sich in ihrer Musik eine gewisse Schwerfälligkeit bemerkbar. Die Kompositionen waren immer seltener von Originalität und Leidenschaft beseelt. Häufiger wirkten sie wie die Konstrukte gewiefter Profis. «The Show Must Go On» – na ja! War die Dumpfheit, die sich allmählich über das Queen-Repertoire legte, bereits auf Freddie Mercurys schwindende Kräfte zurückzuführen?

Der Sänger liess sich zwar lange nichts anmerken. Während der Wochen und Monate der Produktion wohnte er zusammen mit der Band in einem Anwesen in Clarens, am westlichen Ausgang von Montreux. Das Grundstück mit Seeanstoss verfügte neben einem bunkerartigen Wohnhaus auch über einen grossen Garten, ein Bootshaus und einen eigenen Steg. Hier machte es sich die Band gemütlich, hierhin kehrten sie nach getaner Studioarbeit zurück.

Vom «Duck House» zur «Résidence Les Tourelles»

Und vom Steg aus fütterten sie gelegentlich die Schwäne und Enten, die angeschwommen kamen. Das erklärt den legendären Namen der Liegenschaft: «Duck House». Der Schlagzeuger Roger Taylor hatte allerdings eine bessere Idee und nannte es «Duckingham Palace». Das Grundstück sollte dadurch weltberühmt werden, dass es 1995 auf dem Cover von «Made in Heaven» abgebildet wurde – dem Album mit Freddie Mercurys letzten Songs, vier Jahre nach seinem Tod.

Das Plattencover von «Made In Heaven».

Das Plattencover von «Made In Heaven».

Das «Duck House» war allerdings nicht exklusiv zu haben, es wurde vielmehr auch an andere Bands vermietet, die in den Mountain Studios arbeiteten. Als Freddie Mercury Anfang der neunziger Jahre in Montreux eine feste Bleibe suchte, musste er mit einer neuen Unterkunft vorliebnehmen. In Territet auf der Ostseite der Stadt kaufte er 1991 eine luxuriöse Wohnung in der «Résidence Les Tourelles», einem Belle-Époque-Gebäude mit weitem Blick über Berge und See. Freddie Mercury liess das Viereinhalb-Zimmer-Penthouse so luxuriös einrichten, als wäre ihm noch ein langes Leben beschieden. Porzellangeschirr bestellte er im örtlichen Nobelgeschäft Beard. Das teure Biedermeier-Mobiliar hingegen liess er sich von der Londoner Firma Rupert extra nach Montreux liefern.

Die Ausstattung seines Penthouses bot dem schwerkranken Künstler die Möglichkeit, sich abzulenken von Ängsten und körperlichem Leiden. In den letzten Monaten wurden seine Ärzte und sein Koch Joe Fanelli, der selber mit HIV infiziert war, zu seinen engsten Vertrauten. Obwohl Mercurys Kräfte rasch schwanden, gaben er und seine Freunde die Hoffnung nie ganz auf. Gemeinsam lasen sie alle auffindbaren Studien und Rapporte zu Aids.

Gleichzeitig nahm sich der Sänger immer noch Zeit für die Musik und für Queen. Es kam zu letzten Aufnahmen in den Mountain Studios. Am 9. November aber verliess der todkranke Musiker Montreux in Richtung London. Am 22. November gab er seine Immunschwäche öffentlich bekannt. Zwei Tage später erlag er ihr im Alter von 45 Jahren; als konkrete Todesursache wurde eine Lungenentzündung diagnostiziert.

Das Nachleben

Dass Freddie Mercury in Montreux nicht vergessenging, dafür sorgte nach seinem Tod zunächst der Queen-Manager Jim Beach. Selber wohnhaft in Montreux, gab er bei der tschechischen Bildhauerin Irena Sedlecka die Freddie-Mercury-Statue in Auftrag. Am 25. November 1996 wurde das Denkmal von Mercurys Vater Bomi Bulsara enthüllt.

Die Statue weckte in der Folge das Interesse der Touristen, die sich immer öfter über Mercurys Beziehung zu Montreux erkundigten. Mit ihren Fragen bedrängten sie insbesondere Monsieur Muller im nahe gelegenen Souvenirladen. Um der Fragerei der Leute gerecht zu werden, organisierte er «Freddie Tours», ein kleines Unternehmen, das im Sommer täglich Führungen durch Mercurys Montreux anbietet.

Mullers Sohn Lucien, der «Freddie Tours» 2019 übernommen hat, veranstaltet auch die «Freddie Days»: ein viertägiges Festival auf den 5. September hin, den Geburtstag des Rockidols. Seit Bryan Singers Biopic «Bohemian Rhapsody» (2018) wachse das Interesse an den Führungen und an der Gratisveranstaltung mit Queen-Coverbands und Queen-Spezialisten stetig, berichtet Lucien Muller. Waren es anfangs einige hundert Besucher, so seien es mittlerweile 16 000.

Dass Freddie Mercurys Verbundenheit mit Montreux nicht in Vergessenheit geriet, ist aber auch Queen zu verdanken. Als die Band 1995 «Made in Heaven» herausbrachte, berücksichtigte sie auch die letzten Songs des verstorbenen Bandleaders. «Mother Love» zum einen. Der Sänger hatte den Gesangspart am 16. Mai 1991 in den Mountain Studios einsingen wollen. Schon in der zweiten Strophe aber drehte er sich erschöpft weg vom Mikrofon und versprach Brian May, das Lied bei späterer Gelegenheit zu vollenden. Dazu ist es nicht mehr gekommen. Die Band konnte die unfertige Gesangsspur später aber einem neuen Arrangement einfügen.

Über einem schleppenden Beat und melancholischen Arpeggio-Figuren ertönen die Klagen eines gebrochenen Mannes. Todesahnungen sind fast aus jeder Zeile zu hören: Er gelte als stark draussen in der Welt, singt der Rockmusiker, dabei sei sein Herz schwer und alle Hoffnung verflogen; er habe das Gefühl, die Sonne gehe unter. «I’m coming home to my sweet mother love», lauten die abschliessenden Worte, aber Mercury hat die letzten Silben verschluckt.

Zum andern «Winter’s Tale». Das letzte Stück, das Freddie Mercury für Queen geschrieben hat, schildert den Ausblick über den Genfersee: Von einem herausragenden Ort und einer atemberaubenden Szenerie ist die Rede. Möwen fliegen vorbei, Schwäne kommen herangeschwommen. Und die Sonne verglüht über dem Wasser. Alles sei so traumhaft schön und friedlich – «like a landscape painting in the sky».

Künstler und ihre Orte

rbl. · Die einen gehen an den Genfersee, andere zieht es ins Tessin oder ins Berner Oberland: Künstler suchen sich besondere Orte. Sei es, weil sie Anregungen erhalten durch die Landschaft oder weil sie ein Haus finden, das ihnen als Rückzugsort ungestörtes Schaffen verspricht. In einer Reihe von Artikeln haben wir in den vergangenen Wochen temporäre Refugien von bedeutenden Künstlern, Dichtern und Musikern in der Schweiz vorgestellt. Mit diesem Beitrag schliessen wir unsere Serie ab.

Hier finden Sie weitere Schweizer Orte und die Künstler, die von ihnen inspiriert wurden.

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1SERIE - In Gstaad trägt Roman Polanski eine Fussfessel, nachdem die USA einen Haftbefehl erlassen haben. Einst floh er in der Trauer hierher0502-11-2025
2Bonnie Tyler’s iconic Mumbles mansion and lavish Portuguese villa she's left behind0509-07-2026
3Умер певец и композитор Грэм Олрайт0017-02-2020
4SERIE - Im Engadin fand Annemarie Schwarzenbach das Licht des Südens und die Hölle der Drogen0520-09-2025
5SERIE - Im Tessin bekam Patricia Highsmith Besuch vom Meistermörder Tom Ripley. Und schrieb ihr letztes Buch0526-10-2025
6SERIE - Pelzmäntel und Paranoia: Für Richard Wagner war St. Moritz der Albtraum – für Alfred Hitchcock ein Sehnsuchtsort. Gerade weil er seine schönsten Albträume nährte0712-10-2025
7SERIE - Das Bergell war die Heimat der Künstlerfamilie Giacometti – Alberto Giacometti kehrte ein Leben lang dorthin zurück0618-10-2025
8ABC's David Muir shares glimpse of never-ending $7m lakeside estate in rare personal update0213-07-2026
9Bonnie Tyler är död0509-07-2026
10От Камчатки до Марокко. Где отдыхают Алсу, Пересильд, Свиридова, Подольская0215-07-2026

Классификация: Информация. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 7. Источник: www.nzz.ch.