Kryptowährungen sind wegen ihrer schwierigen Nachverfolgbarkeit bei Cyberkriminellen beliebt. COMPUTER BILD erklärt die gängigen Betrugsmaschen.
Krypto-Betrüger locken ihre potenziellen Opfer auf sozialen Medien in die Falle.
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Kryptowährungen sind wegen ihrer schwierigen Nachverfolgbarkeit bei Cyberkriminellen beliebt. COMPUTER BILD erklärt die gängigen Betrugsmaschen.
Cyberkriminelle setzen viel daran, an Krypto-Wallets zu gelangen. Gestohlene Kryptowährungen lassen sich deutlich schwerer zurückverfolgen als Geld auf Bankkonten, was den Tätern mehr Zeit verschafft, die Beute zu verschleiern. Wie raffiniert die Betrüger vorgehen, zeigt ein Beispiel: Mathilda bemerkte überrascht, dass gleich zwei ihrer Freundinnen auf Instagram plötzlich für den Handel mit Kryptowährungen warben. Mit auffälligen Dankesbotschaften und Screenshots angeblicher Gewinne präsentierten sie ihren Erfolg öffentlich. Die Tochter des COMPUTER BILD-Chefredakteurs Dirk General-Kuchel wurde misstrauisch – obwohl alles täuschend echt wirkte: Zu sehen waren vermeintliche Zahlungsbestätigungen und iPhone-Screenshots mit Fotos ihrer Freundinnen. Auch ihr Vater war zunächst irritiert – und ging der Sache nach. Schließlich stellte sich heraus, dass die Beiträge gefälscht waren. Solche ausgeklügelten Täuschungsmanöver nutzen Betrüger jeden Tag, um Menschen in ihre Fallen zu locken.
Krypto-Betrüger nutzen immer wieder neue Tricks, um arglosen Opfern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Beinahe täglich kommen welche dazu. Das Prinzip ist aber immer das gleiche: Die Angreifer sprechen die Opfer über soziale Medien, Messenger oder sogar Dating-Plattformen an und versuchen, Vertrauen aufzubauen. Das kann dadurch geschehen, dass sie vorgeben, Freunde oder Familie zu sein – auch mit KI-generierten Bildern oder Videos –, oder durch Screenshots von Geldeingängen, Kontoständen oder Kursgewinnen. Sie locken mit dem schnellen Geld und erklären, dass alles ganz einfach sei. Oder sie geben sogar Gewinngarantien und liefern eine Menge (gefälschter) Referenzen. Oft bieten die Kriminellen auch an, beim Einstieg zu helfen.
Beißen die Opfer an, werden sie auf Fake-Tradingportale gelockt. Mit kleineren Einzahlungen von 10 bis 100 Euro legen die arglosen Nutzer und Nutzerinnen los. Die Betrüger gaukeln Gewinne vor – danach soll es dann richtig losgehen, daher sollen die Opfer mehr einzahlen. Die Kriminellen sind da flexibel, aber 10.000 Euro oder mehr sind schnell im Gespräch. Wer das überweist, ist sein Geld los. Meist landet es auf Konten im Ausland oder es wird von den Betrügern umgeleitet. Sobald die Zahlung eingegangen ist, verschwinden die Abzocker und sind nicht mehr erreichbar.
Um Menschen zu manipulieren, kapern die Kriminellen Accounts in sozialen Medien. Zugangsdaten holen sie oft aus Datenlecks, die auf dunklen Internetseiten gehandelt werden. Oder sie bringen ihre Opfer dazu, Passwörter unbedacht irgendwo einzutragen, etwa bei einem Gewinnspiel.
Genau das ist in unserem Beispiel passiert, wie Vater und Tochter gemeinsam herausfanden. Die Betrüger übernahmen so die Instagram-Accounts, schnappten sich Fotos aus dem Bilderverlauf und fügten mit Photoshop einfach Uhrzeiten und scheinbare Banküberweisungen ein. So sah das Ganze nach einem echten Screenshot vom Handy-Display aus. Die manipulierten Bilder posteten die Kriminellen dann erneut und versuchten so, das Vertrauen des Freundeskreises zu gewinnen. Weil die Instagram-Accounts übernommen worden waren, konnten sie vermeintlich persönliche Nachrichten verschicken, über die zum Teil die verseuchten Gewinnspiele weiterverteilt wurden.
So breitete sich die Betrugsmasche wie eine Krankheit aus. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum gleich mehrere Freundinnen von Mathilda solche Fotos erhalten hatten. Weil die Zugangsdaten anschließend von den Betrügern geändert wurden, kamen die Opfer an ihre Accounts nicht mehr heran.
Haben Kriminelle einen Ihrer Accounts übernommen und versuchen, darüber Krypto-Betrügereien abzuwickeln, handeln Sie schnell. Das heißt:
Krypto-Betrug gibt es in vielen Varianten. Ein genereller Schutz existiert nicht. Mit diesen Tipps können Sie aber die meisten Fallen vermeiden:
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