Kleinere Hunde liegen im Trend: Welche Rassen besonders beliebt sind, warum Mischlinge dominieren und worauf künftige Hundehalter bei der Auswahl eines Hundes achten sollten.
Stand: 11.07.2026, 04:45 Uhr
Von: Lara-Sabrina Kiehl

Kleinere Hunde liegen im Trend: Welche Rassen besonders beliebt sind, warum Mischlinge dominieren und worauf künftige Hundehalter bei der Auswahl eines Hundes achten sollten.
Der Hund bleibt Deutschlands liebstes Haustier. Im Jahr 2025 lebten rund zehn Millionen Hunde in 8,3 Millionen Haushalten. Dabei zeigt sich ein klarer Trend: Immer mehr Menschen entscheiden sich für kleinere Hunderassen, die sich leichter in den modernen Alltag integrieren lassen.
Besonders beliebt sind weiterhin Mischlinge. Mit einem Anteil von 43 Prozent stellen sie mit großem Abstand die größte Gruppe unter den Hunden in Deutschland. Viele Hundehalter schätzen ihre individuelle Mischung aus Charaktereigenschaften, Größen und Temperamenten. Zudem gelten Mischlinge oft als einzigartige Begleiter, die sich nicht in ein festes Rasseschema einordnen lassen.
Unter den Rassehunden liegen der Labrador Retriever, der Deutsche Schäferhund und der Chihuahua nahezu gleichauf an der Spitze. Jede dieser Rassen kommt auf etwa fünf Prozent aller gehaltenen Hunde, wie die aktuellen Zahlen des Industrieverbands Heimtierbedarf (IVH) e. V. und des Zentralverbands der Heimtierbranche (ZZF) e. V. zeigen. Während der Labrador vor allem als familienfreundlicher und aktiver Begleiter geschätzt wird, überzeugt der Deutsche Schäferhund viele Halter durch seine Vielseitigkeit und Lernbereitschaft. Der Chihuahua zeigt gleichzeitig, wie gefragt kleine Hunde inzwischen geworden sind. Auch Jack Russell Terrier bzw. Parson Russell Terrier, Golden Retriever, Dackel und Beagle gehören weiterhin zu den beliebtesten Hunderassen in Deutschland und erreichen jeweils rund drei Prozent.
Besonders deutlich wird die Entwicklung beim Blick auf die Größe der Hunde. Rund ein Drittel aller Hunde in Deutschland wiegt zwischen fünf und zehn Kilogramm. Diese Gruppe bleibt seit Jahren konstant stark vertreten. Anders sieht es bei großen Hunden aus. Der Anteil von Vierbeinern mit mehr als 26 Kilogramm Körpergewicht ist in den vergangenen Jahren gesunken. Während vor fünf Jahren noch etwa jeder vierte Hund in diese Gewichtsklasse fiel, sind es inzwischen nur noch 19 Prozent. Die kleinsten Hunde mit einem Gewicht von weniger als fünf Kilogramm machen dagegen lediglich acht Prozent des gesamten Hundebestandes aus.
Experten sehen den Grund vorwiegend in veränderten Lebensbedingungen. Viele Menschen wohnen heute in kleineren Wohnungen oder leben in Städten. Gleichzeitig wünschen sich zahlreiche Hundehalter einen Begleiter, der sich gut in den Familienalltag, ins Büro oder auf Reisen integrieren lässt. Kleinere Hunde benötigen häufig weniger Platz und lassen sich leichter transportieren. Dennoch sollte die Größe niemals das einzige Entscheidungskriterium sein. Auch kleine Hunde können einen hohen Bewegungsdrang besitzen und benötigen Beschäftigung sowie eine konsequente Erziehung.
Wer sich einen Hund anschaffen möchte, sollte nicht allein nach Beliebtheit oder Aussehen entscheiden. Viel wichtiger ist die Frage, ob die Eigenschaften des Hundes zum eigenen Leben passen. Vor der Anschaffung sollten Interessenten unter anderem folgende Punkte berücksichtigen:
Auch der Charakter des Hundes spielt eine entscheidende Rolle. Während einige Rassen besonders bewegungsfreudig sind, gelten andere als eher ruhig und ausgeglichen. Zudem unterscheiden sich die Tiere beim Pflegeaufwand, Jagdverhalten oder ihrer Lernbereitschaft. Wer einen Hund auswählt, sollte sich daher ausführlich über die jeweiligen Bedürfnisse informieren und auf seriöse Züchter, Tierheime oder Vermittlungsstellen setzen. Eine gute Beratung hilft dabei, den passenden Vierbeiner für viele gemeinsame Jahre zu finden. Fest steht: Ob Mischling, Labrador oder Chihuahua – die Beliebtheit eines Hundes sollte nie wichtiger sein als die Frage, ob Mensch und Tier wirklich zueinanderpassen.
Welche Hunde sind 2025 in Deutschland besonders beliebt?
Mischlinge führen die Statistik mit großem Abstand an. Unter den Rassehunden zählen Labrador Retriever, Deutscher Schäferhund und Chihuahua zu den beliebtesten Vierbeinern. Auch Jack bzw. Parson Russell Terrier, Golden Retriever, Dackel und Beagle gehören weiterhin zu den Favoriten deutscher Hundehalter.
Warum werden kleinere Hunde immer beliebter?
Kleinere Hunde passen oft besser zu modernen Lebensbedingungen. Viele Menschen wohnen in Städten oder kleineren Wohnungen und suchen einen Hund, der sich leichter in den Alltag integrieren lässt. Zudem benötigen kleine Hunde meist weniger Platz und sind einfacher zu transportieren.
Worauf sollten Familien bei der Hundewahl achten?
Entscheidend sind nicht Rasse-Trends oder das Aussehen, sondern die Bedürfnisse des Hundes. Familien sollten Zeit, Wohnsituation, Aktivitätsniveau und Pflegeaufwand berücksichtigen und realistisch einschätzen. Denn nur wenn die Eigenschaften des Hundes zum Lebensstil passen, kann ein harmonisches Zusammenleben gelingen.