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Generalüberholt: Das beste Piratenspiel aller Zeiten ist zurück

Дата публикации: 10-07-2026 17:57:00

Das Piraten-Epos glänzt im neuen Next-Gen-Gewand. Doch rechtfertigt das aufgehübschte Gameplay den vollen Preis? Unser Test zeigt es.

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Das Piraten-Epos glänzt im neuen Next-Gen-Gewand. Doch rechtfertigt das aufgehübschte Gameplay den vollen Preis? Unser Test zeigt es.

Die letzten Teile von „Assassin’s Creed“ waren riesig. Für viele Spieler oft einfach zu riesig. Wer nicht jede Woche zwanzig Stunden Freizeit opfern kann, verliert bei den aktuellen Mammut-Open-Worlds schnell den Anschluss. Jetzt bringt Ubisoft mit „Black Flag Resynced“ den wohl beliebtesten Teil der Reihe als optisch runderneuertes Remake heraus. Der Test zeigt: Das Piraten-Abenteuer schlägt die modernen Nachfolger in einer wichtigen Disziplin – da wäre nur die Sache mit dem Preis.

Machen wir uns nichts vor: Das Original hat inzwischen 13 Jahre auf dem Buckel. Doch wer nach dem Prolog das erste Mal das Steuer des eigenen Schiffs übernimmt und in die offene Karibik steuert, merkt sofort, warum das Spiel bis heute als bester Teil der Reihe gilt. Das Setting zündet ab der ersten Sekunde. Ubisoft hat die Piraten-Romantik damals perfekt eingefangen. Dank des Grafik-Updates sieht das Meer unverschämt gut aus, Nassau und Havanna wirken 2026 lebendiger als 2013.

Das eigentliche Asset ist aber das Spieldesign. Die Welt ist groß genug für echtes Freiheitsgefühl, aber kompakt genug, um sie im normalen Alltag auch wirklich durchspielen zu können. Schiffe jagen, die eigene Flotte aufrüsten, Seemannslieder hören – das macht einfach immer noch verdammt viel Laune. Besonders cool: Man muss nicht umständlich im Hafen anlegen. Schiff parken, über die Reling springen, an den Strand schwimmen und Schätze ausgraben. Das läuft komplett nahtlos und ohne Ladezeiten.

Die Steuerung läuft endlich rund – die Kämpfe sind zu leicht

An zwei Stellschrauben hat Ubisoft spürbar gedreht, an einer etwas:

  • Der Parkour: 2013 war die Bewegung an Land oft frustrierend, weil Hauptcharakter Edward ständig ungewollt an Kisten oder Marktkarren hängen blieb. Das Remake steuert sich hier deutlich präziser und flüssiger. Das Frustpotenzial ist weg.
  • Das Kampfsystem: Die Gefechte spielen sich geschmeidiger, allerdings hat das Update eine spürbare Nebenwirkung. Das Spiel ist etwas zu leicht geworden. Wer nicht völlig unkonzentriert in die Gegnerhorden rennt, blockt und kontert sich ohne Mühe durch. Die Schleichwege, die eigentlich typisch für die Reihe sind, werden dadurch fast komplett überflüssig. Man vermisst den spielerischen Anspruch.
  • Neue Missionen: Die neuen Mini-Missionen rund um die Schiffsoffiziere sind zwar eine nette Dreingabe für die Atmosphäre, fallen spielerisch aber kaum ins Gewicht. Tatsächlich erhöhen sie den Wiederspielwert trotzdem etwas.
70 Euro für ein Remake: Ist das dreist?

Der größte Knackpunkt des Spiels steht nicht auf dem Bildschirm, sondern auf dem Preisschild. Ubisoft verlangt für das aufgehübschte Piratenspiel stolze 70 Euro. Das ist für ein im Kern altes Spiel eine echte Ansage.

Ein Blick auf den restlichen Gaming-Markt zeigt das Problem: Ende des Jahres erscheint das neue GTA – ein von Grund auf neu entwickeltes Next-Gen-Epos, das in der Vollversion um die 100 Euro kosten wird. Für gerade einmal 30 Euro mehr bekommt man dort die absolute Gaming-Zukunft geliefert. „Assassin's Creed: Black Flag - Resynced“ bleibt dagegen trotz schönerer Oberfläche ein Spiel aus der Playstation-3-Ära. Bei einem fairen Preis von 50 Euro gäbe es hier absolut nichts zu meckern. So bleibt ein fader Beigeschmack.

Fazit: Für wen lohnt sich der Kauf?
  • Neueinsteiger, die das Original verpasst haben, müssen trotz des Preises zugreifen. Sie bekommen ein zeitloses Meisterwerk im modernen Gewand, das perfekt zeigt, warum die Serie einmal so groß wurde.
  • Veteranen, die Edwards Story schon in- und auswendig kennen, sollten den Vollpreis dagegen meiden und auf den ersten Sale warten. Dann bleibt die Empfehlung allerdings. Das Spiel war und ist toll - und sieht nun besser aus als jemals zuvor.

Am Ende bleibt ein erfrischendes Gefühl: Es tut im Jahr 2026 einfach gut, ein großes Action-Adventure zu spielen, das einen nicht mit künstlicher Spielzeitstreckung erschlägt, sondern ein absehbares Ende hat.

Fazit: 4,5 von 5 Kettenkanonenkugeln.

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