Dürfen Badegäste im Strandbad am Meer mitgebrachten Proviant auspacken oder sollen sie in Restaurants vor Ort für teures Geld essen? Darüber wird in Italien gerade heftig diskutiert.
Dürfen Badegäste im Strandbad am Meer mitgebrachten Proviant auspacken oder sollen sie in Restaurants vor Ort für teures Geld essen? Darüber wird in Italien gerade heftig diskutiert.
Ein Strandtag am Meer macht Spaß - und hungrig. Da es in den Touristenhochburgen am Mittelmeer jedoch zielmich teuer ist, Essen und Getränke vor Ort zu kaufen, bringen Badegäste gerne Proviant mit. In der italienischen Region Apulien sind Strandbetreiber darüber so verärgert, dass sie das Mitbringen von Getränken und Lebensmitteln nun untersagt haben, wie der italienische „Corriere della Sera“ berichtet.
„Oft werden in den Strandbädern komplette Mittagessen mit Pasta, Hauptgerichten, Obst, Desserts und Getränken mitgebracht“, so ein Mitarbeiter des regionalen Tourismusverbands Dies führe zu Problemen mit „Hygiene, Abfallentsorgung, Sauberkeit und Anstand“.
In den sozialen Medien wetterte der Präsident der Region Apulien, Antonio Decaro, gegen die Haltung der Betreiber. „Schon die Kosten für Sonnenschirme und Sonnenliegen sind exorbitant. Können wir dann im Namen eines vermeintlichen Anstands diejenigen, die sich für ein Strandbad entscheiden, bitten, ausschließlich in der Bar und im Restaurant dieser Einrichtung zu essen?“
Und weiter: „Wir arbeiten daran, das Meer immer mehr zu einer Erfahrung der Freiheit für die Menschen in Apulien und für diejenigen, die von außen kommen, um diese Region zu entdecken. Das Meer ist ein gemeinsames Gut und darf nicht zum Luxus werden.“
Ohnehin sei bereits seit 2019 die Nutzung von Einwegplastik an Stränden untersagt. Daher bestehe schon jetzt die Pflicht für Selbstversorger, biologisch abbaubares Besteck und Geschirr zu verwenden.
Ob Lunchpakete am Strand erlaubt sein sollen oder nicht - darüber streiten sich noch die Experten. Diese neuen Vorschriften für Touristen in Italien gelten bereits seit 2026:
Eine weitere Neuerung in Italien sollten Autofahrer kennen: Seit 1. Juni 2026 kann es bei Staus Geld zurück geben, wie der ADAC berichtet. Autofahrer, die in Italien wegen Baustellen länger im Stau stehen, haben Anspruch auf Rückerstattungen der Maut. Die Verkehrsbehörde in Rom legte fest, dass bei deutlicher Überschreitung der normalen Fahrzeit ein Teil oder sogar die gesamte Summe der gezahlten Gebühr zurückerstattet werden muss.
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