Alle guten Dinge sind drei – zumindest bei den Vollformat-Systemkameras der SL3-Serie von Leica. Die bekommt jetzt mit der SL3-P ein drittes Modell. COMPUTER BILD hat alle Infos.
Die Leica SL3-P füllt die Lücke zwischen den Schwestermodellen SL3 und SL3-S. Zu erkennen ist sie weißen Schriftzug ohne roten Runkt auf dem Gehäuse.
Foto: COMPUTER BILD
Alle guten Dinge sind drei – zumindest bei den Vollformat-Systemkameras der SL3-Serie von Leica. Die bekommt jetzt mit der SL3-P ein drittes Modell. COMPUTER BILD hat alle Infos.
Die Kleinbildkamera wurde vor über 100 Jahren bei Leitz in Wetzlar erfunden, ihre Nachfahren werden als Leica-M-Serie immer noch gebaut, etwa die
Leica M EV1. Moderne Systemkameras mit Vollformatsensor und Autofokus baut Leica seit 2015. Los ging es mit der
Leica SL. Über die Jahre hat der Hersteller die Serie weiter aufgefächert – bei der zweiten Generation mit der
SL2und der
SL2-S. Jetzt sind es sogar drei Modelle:
SL3,
SL3-S– und ganz neu die SL3-P. Alle wichtigen Infos und einen ersten Eindruck zur neuen Profi-Systemkamera hat COMPUTER BILD.
Das Gehäuse übernimmt die Leica SL3-P von den Schwestermodellen SL3 und SL3-S. Einziges Unterscheidungsmerkmal: Der Schriftzug auf dem Suchergehäuse ist wie bei der SL3 in Weiß, nur bei der SL3-S ist er in Schwarz gehalten. Das Gehäuse fällt wieder ziemlich wuchtig aus (Abmessungen: 15,1x10,8x8,5 Zentimeter, Gewicht: 768 Gramm ohne Akku und Speicherkarte), liegt aber dank des großen Griffs (Bild unten) gut in der Hand, selbst mit größeren und schwereren Objektiven. Und es ist aufwendig wettergeschützt – Leica gehört hier zu den wenigen Kameraherstellern, die auch eine Zertifizierung nach dem IP-Standard angeben. Die SL3-P erfüllt die Kriterien des Standards IP54 (Schutz gegen Staub in schädigender Menge und allseitiges Spritzwasser). Typisch für aktuelle Leica-Modelle: Die Menüs der SL3-P sind sehr übersichtlich und gut strukturiert. Da finden sich selbst Fotografinnen und Fotografen schnell zurecht, die sonst mit Kameras anderer Hersteller arbeiten.

Das wuchtige Gehäuse der Leica SL3-P liegt dank des großen Griffs gut in der Hand.
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Während das Schwestermodell SL3 mit seinem 60-Megapixel-Sensor den Schwerpunkt auf besonders detailreiche Fotos legt und die SL3-S mit 24 Megapixeln den Fokus auf Tempo und Bildqualität bei wenig Licht setzt, versucht die SL3-P beiden Rollen gerecht zu werden. Der Sensor ist wieder ein Vollformatmodell (Sensorgröße etwa 24x36 Millimeter wie beim Kleinbildformat) und bietet, wie bei der
Panasonic Lumix S1R II, 44 Megapixel (8144x5424 Pixel), soll aber trotzdem sehr lichtempfindlich sein: Die Spanne bei der ISO-Empfindlichkeit reicht wie bei der SL3-S bis ISO 200.000. Beim ersten Probefotografieren machten die Bilder der SL3-P bis ISO 6400 einen richtig guten Eindruck. Wie gut die Qualität wirklich ist und wo die Unterschiede zu den Schwestermodellen und anderen Vollformat-Systemkameras liegen, muss aber der Test zeigen.

Typisch für die SL-Serie: Das Schnellmenü der SL3-P ist sehr übersichtlich und leicht nutzbar.
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Neu bei der SL3-P: Leica hat den Autofokus überarbeitet und verspricht eine bessere Motiverkennung sowie eine sehr schnelle und genaue Schärfenachführung. Zusätzlich hat die SL3-P noch ein paar mehr Messpunkte für den Autofokus bekommen. Sie misst mit der schnelleren Phase-Change-Technik mit 819 Messpunkten. Beim ersten Ausprobieren machte der Autofokus einen guten Eindruck. Das endgültige Urteil von COMPUTER BILD gibt es aber erst nach ausgiebiger Erprobung im Test.

Die Leica SL3-P hat zwei Steckplätze für Speicherkarten: einmal CFexpress und einmal SD.
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Auch beim Serienbildtempo legt die SL3-P noch einmal nach: Sie schießt bis zu 40 Bilder pro Sekunde. Das ist noch einmal schneller als beim Schwestermodell SL3-S, das im Test 29,4 Bilder schaffte. Das enorme Tempo füllt den großen Zwischenspeicher (8 Gigabyte) der SL3-P ziemlich fix, er ist nach 70 Fotos voll. Daher hängt die Ausdauer bei Serien stark davon ab, wie schnell es der Speicherkarte gelingt, die Fotos zu speichern – wie gut das klappt, wird der Test von COMPUTER BILD zeigen. Die SL3-P hat zwei Steckplätze für Speicherkarten (siehe Bild oben): einmal für die extrem schnellen CFexpress-Karten (Typ B), einmal für SD. Schnelle SD-Karten finden Sie im
großen Vergleichstest UHS-I-Kartensowie im
Test UHS-II-Karten.

Typisch für die Leica-SL-Serie: Der Deckel für das Batteriefach ist fest am Akku montiert.
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Wie die SL3-S ist die SL3-P voll auf Video ausgelegt – mit dem Unterschied, dass sie auf Wunsch auch in 8K filmt (Auflösung 7680x4320 Pixel in 16:9 oder 8128x4288 Pixel im etwas breiteren 17:9-Format). Die Übersicht der Videomodi ist neun Seiten lang und listet extrem viele Profi-Funktionen auf, etwa eine Aufnahme im Open-Gate-Format. Hier filmt die Kamera mit nahezu der gesamten Auflösung des Sensors (8064x5376 Pixel), der Bildausschnitt kann dann sehr einfach bei der Nachbearbeitung angepasst werden, etwa ins 16:9-Format für Fernsehen oder YouTube oder als Hochformatvideo für Instagram und TikTok. Dazu nimmt die SL3-P Videos auch in Apples Pro-Res-Format auf – sogar auf die Speicherkarte in der Kamera, wenn es eine CFexpress-Karte ist. RAW-Videos lassen sich über die HDMI-Buchse mit einem externen Rekorder aufnehmen.

Mit dem Leica M-Adapter L lassen sich auch Messsucherobjektive aus der M-Serie an der SL3-P verwenden.
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Zusammen mit der SL3-P hat Leica zwei neue Objektive angekündigt. Das Summilux-SL 50mm f1.4 soll das kleinste Vollformat-Systemkameraobjektiv mit Autofokus sein und vor allem bei wenig Licht oder Porträts mit geringer Schärfentiefe und schönem Bokeh (unscharfer Hintergrund) punkten. Das Apo-Macro-Elmarit-SL 100mm f2.8 ist auf Nahaufnahmen in Topqualität ausgelegt, eignet sich durch die kurze Telebrennweite aber auch gut als Porträtoptik.

Zusammen mit der SL3-P hat Leica zwei neue Objektive vorgestellt: Das Apo-Macro-Elmarit-SL 100mm f2.8 und Summilux-SL 50mm f1.4.
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Die Systemkamera Leica SL3-P ist ab sofort im Handel verfügbar und kostet 5.990 Euro (Gehäuse). Darüber hinaus bietet der Hersteller noch Kits mit dem Vario-Elmarit-SL 28-70mm f2.8 für 6.990 Euro, dem Vario-Elmarit-SL 24-70mm f2.8 für 7.490 Euro sowie dem Vario-Elmarit-SL 24-70mm f2.8 und dem Vario-Elmarit-SL 70-200mm f2.8 für 9.790 Euro an. Die beiden neuen Objektive sollen Ende 2026 folgen: Das Apo-Macro-Elmarit-SL 100mm f2.8 soll 2.450 Euro, das Summilux-SL 50mm f1.4 4.500 Euro kosten.
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