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Nach „schwerer Zeit“: St. Paulis stiller Stürmer überrascht plötzlich alle

Дата публикации: 16-08-2026 07:40:00

Taichi Hara überzeugt beim FC St. Pauli nach schwierigem Start. Warum Trainer Marcel Rapp nun auf den japanischen Stürmer setzt.

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FC St. Pauli

Nach „schwerer Zeit“: St. Paulis stiller Stürmer überrascht plötzlich alle

Taichi Hara erzielte gegen Holstein Kiel seinen ersten Pflichtspiel-Treffer für St. Pauli. WITTERS

Taichi Hara überzeugt beim FC St. Pauli nach schwierigem Start. Warum Trainer Marcel Rapp nun auf den japanischen Stürmer setzt.

Wer hätte damit noch gerechnet? Dass Taichi Hara nach dem äußerst schleppenden Start beim FC St. Pauli in seiner ersten richtigen Vorbereitung so zünden würde, hatten wohl die wenigsten auf der Bingokarte. Umso schöner ist es für alle St. Pauli-Anhänger und den Japaner selbst, dass er sich für das Vertrauen von Trainer Marcel Rapp so zügig mit seinem ersten Pflichtspiel-Treffer für den Kiezklub revanchieren konnte.

Selbst Rapp äußerte sich zu Beginn der Vorbereitung noch sehr zurückhaltend zu dem Stürmer, den man zuvor eben so hatte beschreiben können: zurückhaltend. Das galt nicht nur für seine Aktionen auf, sondern auch neben dem Platz. „Taichi ist sehr, sehr ruhig. Das ist ein bisschen anders als bei den anderen“, beschrieb es Sturm-Kollege Martijn Kaars nach dem Testspiel gegen Kickers Emden, in dem Hara seinen dritten Treffer im zweiten Test erzielt hatte.

Rapp musste sich bei Hara „erst mal reinfuchsen“
Ich muss mich erstmal reinfuchsen.

Marcel Rapp

Mit seinem Doppelpack im ersten Testspiel gegen Altona 93 hatte sich Hara unter Rapp direkt in den Fokus gespielt. Und das musste er auch, schließlich wurde der Trainer zu Beginn einigermaßen im Dunkeln gelassen, was die Stärken des 1,91 Meter großen Stürmers anging. Nach seinem Wechsel zum Kiezklub im Januar hatte Hara unter Alexander Blessin lediglich vier Kurzeinsätze erhalten. 35 Minuten stand er unter Blessin insgesamt auf dem Platz. 

„Ich muss mich erst mal reinfuchsen, weil ich auch nicht so viele Bilder gesehen habe von ihm, weil er nicht so viel gespielt hat“, sagte Rapp nach dem AFC-Test. „Jetzt müssen wir halt schauen, wie wir ihn integrieren, aber auch wie er sich integriert in die Art und Weise, wie wir spielen.“ 

Hara überzeugt bei St. Pauli nach einer „schweren Zeit“

Mittlerweile ist klar: Hara konnte Rapp gänzlich von sich überzeugen. Und zumindest auf dem Platz ist der 27-jährige St. Pauli-Spätzünder längst nicht mehr so zurückhaltend wie noch vor der Sommerpause. Entsprechend bekam Hara bislang in beiden Pflichtspielen den Vorzug vor Ricky-Jade Jones in der Startelf und feierte unter Rapp entsprechend sein Startelf-Debüt für den Kiezklub.

Taichi Hara jubelt nach seinem Tor zum 0:2 für St. Pauli vor dem Kieler Tor.

Taichi Hara traf gegen Holstein Kiel zum 0:2 für St. Pauli. IMAGO / Susanne Hübner

Vor dem Spiel gegen seinen Ex-Klub hatte Rapp noch durchklingen lassen, dass Jones ob seines Tempos und möglicher Umschaltmomente eine Option für die Startelf wäre. Im Nachhinein dürfte Rapp mehr als zufrieden mit seiner Entscheidung für Hara gewesen sein. Schließlich war es Hara, der gegen Holstein Kiel nach einer starken Balleroberung von Arkadiusz Pyrka goldrichtig stand und zum 0:2 einschob. Kurz zuvor leitete Hara einen hohen Ball selbst auf der rechten Seite weiter. Die Hoheit in der Luft ist eine weitere Stärke, die den groß gewachsenen Stürmer ausmacht und die ein zusätzliches Element in St. Paulis Spiel ergänzt.

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„Weil Taichi letzte Woche zwei gute Chancen hatte, noch eine Riesenchance vorbereitet hat. Und deswegen hat er auch verdient, zu spielen“, erklärte der Trainer den Startelf-Platz von Hara. „Ich sehe ihn in einer ordentlichen Form. Er hatte, glaube ich, eine schwere Zeit, aber ich kann ja nur das bewerten, was jetzt ist. Jetzt hat er sehr viel Selbstvertrauen, fühlt sich wohl, hat einen guten Abschluss“, lobte Rapp, der Hara trotzdem nach wie vor fördern und verbessern will: „Das kann er noch ein bisschen häufiger zeigen, aber ich glaube, er macht Fortschritte. Deswegen sind wir froh, dass wir ihn haben.“

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