Lauter Bundesbank-Spezialisten auf Beschäftigungssuche, eine Banklizenz für Bertelsmann und Bitcoin-Überraschung bei SpaceX: das und vieles mehr in unserem wöchentlichen Newsletter „Finance Forward“.
Lauter Bundesbank-Spezialisten auf Beschäftigungssuche, eine Banklizenz für Bertelsmann und Bitcoin-Überraschung bei SpaceX: das und vieles mehr in unserem wöchentlichen Newsletter „Finance Forward“.
27.05.2026, 06.56 Uhr
Mit Freude darf ich in dieser Woche anstelle meiner wunderbaren Kollegin Hannah Schwär diesen Newsletter schreiben. Und was soll ich sagen? Wir haben mal wieder lauter Topthemen im Angebot:
Eine Recherche zum Bautrupp der Bundesbank, der gar nicht baut
Exklusiv: Was der Medienriese Bertelsmann mit einer Banklizenz will
Die Bitcoin-Überraschung von SpaceX
Topstory: Was wird aus dem Bautrupp der Bundesbank?
Kein Bauherr mehr: Bundesbank-Präsident Joachim Nagel
Foto:Katrin Binner / DER SPIEGEL
Bundesbank-Präsident Joachim Nagel (59) hat kürzlich entschieden, den milliardenschweren Umbau der legendären Frankfurter Zentrale zu stoppen. Der Betonbau wird doch nicht saniert und auch nicht bezogen. Klingt nach klarem Schlussstrich. Ein Problem dabei hat meine Kollegin Katharina Slodczyk herausgefunden: Es gibt nämlich bereits einen internen Bautrupp, gut 100 Menschen, die extra dafür eingestellt wurden. Und jetzt? Eine teure Abteilung im Leerlauf .
Köpfe: Carsten Coesfeld ++ Carsten Höltkemeyer ++ Bernardo Mingrone ++ Steffen Pauls ++ Stephan Kück
Eine Frage des Geldes: Patriarchenenkel Carsten Coesfeld ist im Bertelsmann-Vorstand für das Paymentprojekt zuständig
Foto: dpaCarsten Coesfeld (39), Patriarchenenkel und Bertelsmann-Vorstand, setzt große Hoffnungen ins Bankgeschäft. Die eigene Paymenttochter Riverty hat jetzt eine Banklizenz erhalten. Sie ist ein Gegenmodell zu Klarna. Was der Medienriese damit vorhat, hat mein Kollege Caspar Schlenk Riverty-CEO Andreas Barth (39) gefragt. Einmal hier entlang bitte.
Carsten Höltkemeyer (58), bis Anfang des Jahres noch Solaris-CEO, geht nach Südafrika . Er heuert als CEO bei Yoco in Kapstadt an.
Bernardo Mingrone (52), relativ neuer CEO der 4 Milliarden Euro schweren italienischen Paymentfirma Nexi, bekommt einen neuen Großaktionär: Die staatliche Förderbank Cassa Depositi e Prestiti (CDP) will ihren Anteil von knapp 20 auf knapp 30 Prozent ausweiten, um eine feindliche Übernahme und Privatisierung durch den Investor CVC zu verhindern.
Steffen Pauls (56), Gründer und Co-CEO von Moonfare, freut sich über eine Bafin-Lizenz. Der Berliner Private-Markets-Spezialist darf nun als unabhängige Investmentgesellschaft selbst Anlageberatung oder Portfoliomanagement übernehmen. Pauls nächstes Ziel: Europa.
Stephan Kück, früherer Chef von Computop Paygate, wird neuer Co-CEO des Fintechs Rubean aus München, das sich auf Software fürs mobile Bezahlen spezialisiert hat. Ab Juli führt er die Geschäfte gemeinsam mit Jochen Pielage.
Natürlich haben wir beim manager magazin den Börsenprospekt von SpaceX genau gelesen. Und siehe da: Neben allerlei Marsbesiedlungs- und KI-Fantasie finden sich auf den Seiten 26 und 74 des Anhangs, zum Teil in Fußnoten, ein paar überraschende Details. So hält SpaceX insgesamt 18.712 Bitcoins – viel mehr, als von Experten zuvor vermutet. Die Raketenfirma von Elon Musk (54) ist damit der weltweit siebtgrößte Bitcoin-Besitzer, noch vor Coinbase etwa. Ausgegeben hat SpaceX für den Vorrat übrigens 661 Millionen Dollar, der aktuelle Marktwert liegt indes bei gut 1,4 Milliarden. Wo könnte das legendäre Kryptomotto besser passen? To the moon!
Margin Call: Schottenschein
„Eines der größten Tore der Geschichte“: Schottlands Fußballer Scott McTominay mit dem besonderen 20-Pfund-Schein
Foto: Bank of ScotlandDass die als notorisch geizig beschriebenen Schotten eine besondere Liebesbeziehung zum Geld haben, gehört zum Kulturgut. Ich erinnere nur an das Bonmot: „Schotten sind wegen Verschwendung vertriebene Schwaben.“ So dürfte es kaum wundern, dass die Bank of Scotland nun einen besonderen 20-Pfund-Schein herausgegeben hat, der die andere große Liebe der Schotten preist: den Fußball. Zum ersten Mal seit 1998 wird das Land in diesem Sommer wieder an einer Fußball-WM teilnehmen. Und so ziert jetzt eines der entscheidenden Tore auf dem Weg dahin, ein Fallrückzieher von Scott McTominay (29), die limitierte Geldnote. Übrigens: Wer damit auf den Titelgewinn Schottlands wettet, könnte bei den aktuellen Quoten 5000 Pfund rausbekommen. Aber dafür sind die Schotten vermutlich zu geizig – oder zu realistisch.
Das war es für diese Woche. Wenn ihr Anregungen oder Recherchehinweise habt, meldet euch gern unter financeforward@manager-magazin.de . Und empfehlt uns gern Freunden und Freundinnen weiter – sie können den Newsletter hier abonnieren.
Viele Grüße
Euer Lukas Heiny
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