Vielleicht wollen gern wieder aktiver Sport machen. Aber was, wenn das Bewegen noch schwerfällt? Mit drei Sportarten gelingt der Start.
Langsam schleicht sich der Sommer aus. Das ist die perfekte Gelegenheit, nochmal die Sportschuhe zu schnüren. Aber was, wenn das Bewegen noch schwerfällt? Mit drei Sportarten gelingt der Start.
Ein gesunder Lebensstil ist von zentraler Bedeutung für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Bewegung spielt dabei eine entscheidende Rolle. Doch womit anfangen? Es gibt hunderte von Sportarten, drei eignen sich besonders gut für den Start.
Vor allem Laufen bietet sich für nicht so erfahren Sportler an: Gerade der einfache Einstieg, Laufen benötigt keine spezielle Ausrüstung, macht es zu einer der zugänglichsten Sportarten, die jeder praktisch überall ausüben kann. Anfänger oder Neueinsteiger können zudem ihr Tempo an ihre Ausdauer anpassen und sich in der Trainingsintensität so allmählich steigern.
Ingo Froböse ist emeritierter Professor der Deutschen Sporthochschule Köln und Experte für Sportrehabilitation und Prävention. Er ist Teil unseres EXPERTS Circle.
Bereits zehn Minuten Joggen verbessert die Gemütsverfassung deutlich, so das Ergebnis einer Studie der Northern Arizona University. Außerdem kurbelt laut einer Studie der Universität zu Ulm Laufen die Gehirnaktivität an und verbessert die Konzentrationsfähigkeit und das visuell-räumliche Gedächtnis.
Beim Laufen werden außerdem Glückshormone freigesetzt, die Stimmungsaufhellung und Entspannung fördern. Darüber hinaus berichten viele Läufer vom sogenannten „Runners High“; ein Gefühl der Euphorie und des Wohlbefindens, welches meistens während des Laufens auftritt.
Wer nicht erfahren ist, sollte beachten, dass vor allem Anfänger sich beim Joggen überfordern und es zu schnell angehen lassen. Eine gute Faustregel ist, sich beim Joggen noch unterhalten zu können. Getreu dem Motto: „Laufen ohne zu schnaufen“. Eine weitere Hilfe kann eine Smartwatch sein, die die eigene Pulsfrequenz überwacht. Hier bietet sich die Faustormel 180 minus das Lebensalter an.
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Wem Laufen zu monoton ist, der kann in das nächstgelegene Schwimmbad fahren und einfach mal Brustschwimmen ausprobieren! Schwimmen ist eine Sportart, die den ganzen Körper beansprucht und gut ist, um die Ausdauer und das Herz-Kreislauf-System zu trainieren. Der Auftrieb des Wassers reduziert die Belastung der Gelenke, was Schwimmen zu einer Sportart mit geringem Verletzungsrisiko macht. Besonders profitieren
Auch hier gilt: Neu- oder Wiedereinsteiger können ihr eigenes Tempo fahren, um am Anfang nicht zu überlastet zu sein. Um die Leistungsfähigkeit zu kontrollieren, kann man auch beim Schwimmen den Puls nutzen. Dieser sollte in etwa 10 bis 15 Schläge niedriger als beim Joggen liegen.
Eine weitere Sportart ist Nordic Walking: Dies ist eine spezielle Form des Gehens, bei der Sie Gehstöcke als Unterstützung einsetzen. Beim Nordic Walking werden sowohl Arme als auch Beine bewegt, was zu einem koordinativem Bewegungsmuster führt. Ähnlich wie Schwimmen profitieren hier Anfänger oder Wiedereinsteiger von einer gelenkschonenden Sportart, die Ausdauer und Koordination verbessert und bei der jeder sein eigenes Tempo gehen kann.
Außerdem trainiert Nordic Walking den gesamten Körper: Bis zu 90 Prozent der Muskeln werden hier beansprucht.
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Generell sollten Einsteiger auch hier beachten, zu Beginn nur zu walken, also zu gehen, und erst mit zunehmender Ausdauer zu den Stöcken übergehen. Das hat folgenden Grund: Ein untrainierter Körper muss zunächst lernen, wie er die Fettreserven anzapft. Mit wachsender Fitness verlegt der Körper dickere Versorgungsrohre von den Fett- zu den Muskelzellen. Die Folgen: Der Körper greift während des Sports immer schneller auf die Fettreserven als Energielieferanten zurück.
Wer Gelenkprobleme hat, sollte es auch am Anfang ruhiger angehen lassen, damit sich die Gelenke und Muskulatur auf die Belastung anpassen können. Jedoch gilt auch hier: Jede Bewegung ist besser als keine. Denn ohne regelmäßige Belastung verkümmert die Muskulatur, die Gelenke müssen mehr Bewegungsarbeit übernehmen und abfedern, verschleißen dabei viel stärker. Training dagegen baut die Muskulatur auf – ein perfekter Schutz!