Heiße Sommertage sind für Bademeister des Landshuter Stadtbads eine Belastung – weil Aggressionen und Gewalt gegen sie zunehmen. Ein Sicherheitsdienst soll nun helfen.
Heiße Sommertage sind für Bademeister des Landshuter Stadtbads eine Belastung – weil Aggressionen und Gewalt gegen sie zunehmen. Ein Sicherheitsdienst soll nun helfen.
Eigentlich sollen die Bademeister im Landshuter Stadtbad (Bayern) für die Sicherheit der Badegäste sorgen. Doch immer häufiger müssen sie Streit schlichten und sich mit aggressiven Besuchern auseinandersetzen. Nach mehreren Vorfällen reagiert die Stadt nun mit einem Sicherheitsdienst.
Vor allem an heißen Tagen steigt der Druck auf das Personal. „Aufgrund der vergangenen Wetterperioden muss man feststellen, dass bei den Badegästen die Toleranzgrenze gesunken ist. Zunehmend aggressiver werden die Gäste“, berichtet ein Bademeister. Die Entwicklung habe zuletzt einen Höhepunkt erreicht: „Das Ganze ist gegipfelt in einem Vorfall gegenüber unserem Mitarbeiter, der körperlich angegangen wurde und bedroht wurde. Das ist in keiner Weise zu tolerieren.“
Immer wieder würden Beschäftigte beleidigt oder sogar bespuckt. Auffällig sei dabei, von wem die Konflikte ausgehen: „Es ist auffällig, dass die Dinge, die passieren, hauptsächlich von Gruppen junger Männer ausgehen. Wenn man sich diese Gruppen ansieht, ist es überproportional so, dass die jungen Männer Migrationshintergrund haben. Das gibt es nichts zu verschweigen. Ich glaube, man soll die Wahrheit aussprechen, wenn sie so ist“, sagt Oberbürgermeister Thomas Haslinger.
Als Reaktion setzt das Stadtbad seit einer Woche an besucherstarken Tagen einen Sicherheitsdienst ein. Dieser soll Konflikte entschärfen, das Personal unterstützen und eng mit der Polizei zusammenarbeiten. Für die Verantwortlichen gilt dabei laut dem Oberbürgermeister eine klare Linie: „Hier gilt für mich eine klare Null-Toleranz-Politik.“
Das Ziel ist, dass sich die Bademeister wieder auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren können – für die Sicherheit der Badegäste zu sorgen, statt Auseinandersetzungen mit Besuchern führen zu müssen.
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