Ferrari geht beim Großen Preis von Österreich von den Startplätzen zwei und drei ins Rennen. Das Ziel erreichen Lewis Hamilton und Charles Leclerc aber nur auf den Plätzen fünf und acht. Im Rennen geht für die Roten so ziemlich alles schief. Sogar Lando Norris hat Mitleid.

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Ferrari geht beim Großen Preis von Österreich von den Startplätzen zwei und drei ins Rennen. Das Ziel erreichen Lewis Hamilton und Charles Leclerc aber nur auf den Plätzen fünf und acht. Im Rennen geht für die Roten so ziemlich alles schief. Sogar Lando Norris hat Mitleid.
Keine Pace, zu hoher Reifenverschleiß und dann auch noch eine falsche Strategie: Die Scuderia Ferrari erlebte in Spielberg einen rabenschwarzen Sonntag und war von der ersten bis zur letzten Runde kaum konkurrenzfähig. Lewis Hamilton, Charles Leclerc und Teamchef Fred Vasseur haben dafür zunächst noch keine Erklärung.
"Eigentlich war alles schwierig, um ehrlich zu sein. Ich hatte von der ersten bis zur letzten Runde nicht wirklich Grip auf der Hinterachse. Da gibt es irgendetwas, das wir besser verstehen müssen. Momentan habe ich das Gefühl, dass wir seit einigen Rennen im Hintertreffen sind. Aus dem einen oder anderen Grund kommt es nicht zusammen", rätselte der Monegasse über die Schwäche seines SF-26.
Auch Hamilton haderte mit Material. Zudem setzte dem siebenfachen Weltmeister die Hitze zu. "Das Auto hat sich mit keinem Reifen heute gut verstanden. Es war wirklich ein sehr, sehr hartes Rennen. Erst einmal war es extrem heiß. Mein Start war auch nicht wirklich sehr gut, um ehrlich zu sein. [...] Auf jedem Reifensatz war die Balance einfach irgendwo. Es war sehr, sehr schwierig."
Ferraris Probleme deuteten sich im Vorfeld nicht wirklich an. Das Qualifying verlief nach Plan, dazu kamen die Roten mit dem Rückenwind des Hamilton-Triumphs in Barcelona nach Spielberg. Doch am Sonntag wirkte der Stecker wie gezogen.
"Der Schock heute war Ferrari", staunte auch Lando Norris über den Einbruch der Scuderia. Er habe gar Mitleid mit den Roten, meinte der Weltmeister: "Wenn man keine Power hat, muss man auf der Geraden wie Hölle pushen. In den Kurven lässt sich mit diesen Vorderreifen dann nichts machen. Für sie war es ein hartes Rennen."
Hart war das Rennen auch, weil Ferrari sich das Leben selbst schwer machte. "Ich denke, wir haben heute ein paar Fehler gemacht", gab Vasseur offen und ehrlich zu.
Man habe versucht, mit Mercedes und Verstappen zu Beginn des Rennens mitzugehen, obwohl die Pace dazu nicht da war, schilderte der Teamchef. "Wir haben bei der Strategie überreagiert, die Reifen zu viel gepusht und am Ende die Rechnung bezahlt, auch gegen McLaren."
Die Probleme bei Leclerc hätten schon in der zweiten bzw. dritten Runde eingesetzt, verriet der Verantwortliche. "Was letzte Woche klar geworden ist: Saubere Luft spielt eine Schlüsselrolle. Das ist uns heute nicht gelungen. Wir waren im Rennen irgendwie immer zur falschen Zeit an der falschen Stelle. Das hat nicht geholfen", klagte Vasseur.
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