Eine linke separatistische Gruppe namens Endavant hat sich zu Schmierereien bekannt, die am Mittwoch (22.7.) an einem Immobilienbüro im Viertel Son Espanyolet in Palma angebracht wurden. Betroffen ist das Unternehmen „La posesión mallorquina“ im Carrer de la Llibertat. Die Parolen wurden auf zwei Schaufensterscheiben gesprüht. Auf einer ist der Name der für die Aktion verantwortlichen politischen Gruppe zu lesen, auf der anderen "Schuldig – Spekulanten raus“.
Eine linke separatistische Gruppe namens Endavant hat sich zu Schmierereien bekannt, die am Mittwoch (22.7.) an einem Immobilienbüro im Viertel Son Espanyolet in Palma angebracht wurden. Betroffen ist das Unternehmen „La posesión mallorquina“ im Carrer de la Llibertat. Die Parolen wurden auf zwei Schaufensterscheiben gesprüht. Auf einer ist der Name der für die Aktion verantwortlichen politischen Gruppe zu lesen, auf der anderen "Schuldig – Spekulanten raus“.
Die Organisation rechtfertigt die Aktion mit zwei Zielen. Zum einen wolle man die Immobilienbranche als unmittelbar Verantwortliche für die "Situation der Vermarktung und brutalen Prekarisierung“ des Wohnraums auf Mallorca anprangern. Nach Angaben von Endavant seien solche Unternehmen ein "zentraler Bestandteil“ eines Wirtschaftsmodells, das auf Spekulation, der Zerstörung des Territoriums und der Missachtung sozialer Rechte beruhe.
Reaktion auf die "Repression"Als weiteren Grund führt die Gruppe an, dass die Aktion eine "Antwort auf die Repression und die Kriminalisierungskampagne der vergangenen Tage auf Mallorca“ sei. In einer Mitteilung erklärt die Gruppe, weder "die mediale Desinformation noch die Festnahmen werden derartige Aktionen stoppen. Unser Volk wird weiterhin Mittel und Wege finden, um seine Rechte einzufordern“.

Die Gruppe Endavant bekannte sich zur Graffiti-Attacke. / DM
Damit bezieht sich Endavant auf die umstrittene Festnahme zweier junger Frauen, denen die Guardia Civil vorwirft, an den Schmierereien an fünf Immobilienbüros in Santa Maria beteiligt gewesen zu sein. Abschließend rief die Organisation zur Teilnahme an der für den kommenden Sonntag (26.7.) geplanten Demonstration auf, zu der die Bürgerinitiative "Menys turisme, més vida" aufgerufen hat. Letztere hatte Anfang des Monats ein "Handbuch herausgegeben, in dem zu Aktionen wie Graffiti-Attacken auf Immobilienunternehmen oder touristische Betriebe aufgerufen wurde.
Die Gruppe Endavant, die nur über eine geringe Anhängerschaft verfügt, hatte bereits vor einigen Jahren eine Kampagne gegen die Auswüchse des Tourismus gestartet. Damals brachte sie Protestaufkleber an den Scheiben von Autos an.
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